Pallade Veneta - "Unsere Kurve": Hoffnung auf konsequentes Vorgehen gegen Investoren

"Unsere Kurve": Hoffnung auf konsequentes Vorgehen gegen Investoren


"Unsere Kurve": Hoffnung auf konsequentes Vorgehen gegen Investoren
"Unsere Kurve": Hoffnung auf konsequentes Vorgehen gegen Investoren / Foto: Uwe Koch - picture-alliance/Uwe Koch/SID

Das Fanbündnis "Unsere Kurve" erhofft sich nach der massiven Kritik an den FIFA-Plänen auch Auswirkungen auf den generellen Umgang im Fußball mit Investoren. "Investorenpläne sind grundsätzlich abzulehnen. Insofern müssen sich die, die sich gerade zu Wort melden, an ihren Worten messen lassen. Das kann nur bedeuten, dass man ab sofort konsequent gegen Investoren im gesamten Fußball vorgeht", sagte Sprecher Thomas Kessen dem SID.

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Er sei "überrascht, wie unverfroren Infantino an dieser Stelle vorgeht", sagte Kessen über den Plan, Teile an der WM und anderen FIFA-Turnieren zu verkaufen. Aber gleichzeitig überrasche es ihn "noch mehr, welche Stimmen sich zu Wort melden, die plötzlich gegen einen Investor sind". Dies seien in Deutschland "überraschenderweise jene, die noch vor zwei, drei Jahren den Investor in der DFL für gottgegeben verkaufen wollten und plötzlich dann der Meinung sind, Fußball gehöre den Fans, was er zweifelsohne tut." Deshalb könne man sich "als nächstes zum Beispiel des Themas Rasenballsport Leipzig annehmen, da waren die Meinungen längst nicht so kritisch, wie sie es aktuell sind".

Ob es letztendlich wirklich zu einem Boykott der UEFA kommen würde, dürfe man "eher bezweifeln", führte Kessen weiter aus: "Denn wenn Gianni Infantino den Deal so verändert, dass plötzlich auch die Summen für England, Spanien, Deutschland in einer ausreichenden Größenordnung sich gestalten, dann bin ich mir nicht mehr so sicher, ob da diese strikte Ablehnung der UEFA-Verbände sich noch aufrecht erhalten lässt - oder ob dann nicht doch nach und nach die ersten Nationalverbände dem Ruf des Geldes folgen."

Grundsätzlich bezeichnete der Fansprecher den Fußball als "unglaublich dreckiges Geschäft". In US-Präsident Donald Trump und Infantino hätten sich wirklich zwei "gesucht und gefunden", so Kessen. Der aktuelle Vorgang sei "ein neues Highlight an Unverfrorenheit und blanker Korruption". Der FIFA-Präsident mache sich "nicht mal mehr die Mühe, es irgendwie zu verbergen".

F.M.Ferrentino--PV

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