Pallade Veneta - Klaveness sieht Infantino schwer beschädigt

Klaveness sieht Infantino schwer beschädigt


Klaveness sieht Infantino schwer beschädigt
Klaveness sieht Infantino schwer beschädigt / Foto: JON OLAV NESVOLD - picture alliance / BILDBYRÅN/SID

Lise Klaveness, Präsidentin des norwegischen Fußballverbandes, sieht den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino aufgrund des Widerstandes gegen seine Investorenpläne massiv beschädigt. "Mein klarer Eindruck ist, dass er sehr viel Vertrauen verloren hat", sagte die als Infantino-Kritikerin bekannte Juristin am Freitag in Oslo. Auch habe der FIFA-Boss seine Kandidatur auf Wiederwahl "durch diesen Vorfall nicht gestärkt", meinte Klaveness.

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Dass Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist zu seinen Plänen bis zum 19. September gesetzt hat, sei "absolut eine Form der Erpressung, ob strafbar oder nicht. Im besten Fall ist es unangemessen", führte Klaveness aus. Das Wort "Erpressung" sei auch bei der Zusammenkunft der UEFA-Mitgliedsverbände am Donnerstag gefallen, berichtete sie.

Ihre eigene Meinung zu Infantino wollte Klaveness nicht im Detail preisgeben. Auf die Frage, was die Vorkommnisse für dessen Zukunft bedeuteten, sagte sie: "200 Länder hatten Infantino vor Ausbruch dieser Sache Unterstützungsschreiben übermittelt. Wir gehörten nicht dazu. Meiner Ansicht nach hat er aber erheblich an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Wir haben uns mit dieser Angelegenheit jedoch noch nicht befasst."

Klaveness sprach von einer "sehr ernsten Situation für den norwegischen und internationalen Fußball. Es waren dramatische Tage." UEFA-Präsident Aleksander Ceferin lobte sie für seine "befreiend klare" Führung in dieser Frage. Er habe klar gemacht: "Genug ist genug!"

Niemand, "kein einziger", habe von den FIFA-Plänen gewusst in Europa, betonte Klaveness. Außerdem sei es ja so: "Die FIFA braucht das Geld nicht - und wenn sie es brauchen würde, wäre das nicht der Weg, es zu bekommen." Der Fußball gehöre dem Volk und müsse künftig "demokratisch geführt" werden.

"Wir müssen diesen Moment nutzen, um die Demokratieprozesse zu stärken", forderte Klaveness, denn: "Wenn das System der Checks und Balances in einer solchen Organisation nicht mehr funktioniert, bekommen wir alle dasselbe Problem."

O.Mucciarone--PV

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