Pallade Veneta - "Gedemütigt": Pressestimmen zum Rückzieher von Infantino

"Gedemütigt": Pressestimmen zum Rückzieher von Infantino


"Gedemütigt": Pressestimmen zum Rückzieher von Infantino
"Gedemütigt": Pressestimmen zum Rückzieher von Infantino / Foto: ALEX WONG - SID

Die Investorenpläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino sind gescheitert - und die Fußballwelt atmet auf. Von einer "totalen Niederlage" Infantinos ist die Rede, der Rückzieher sei ein "globaler Rückschlag" für den Schweizer. Die internationalen Pressestimmen im Überblick.

Textgröße ändern:

ENGLAND

The Guardian: "Gianni Infantinos Vorschlag, Teile der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, ist sensationell gescheitert."

The Times: "Gianni Infantino verwirft den Verkaufsplan, doch die Revolte innerhalb der FIFA lässt ernsthafte Zweifel an seinem Verbleib im Amt aufkommen."

The Sun: "Die FIFA macht Infantinos 15-Milliarden-Pfund-Verkauf der Weltmeisterschaft an private Investoren rückgängig, nachdem die Fußballwelt in Wut ausgebrochen ist."

Daily Mail: "Infantino zieht den Stecker. Gianni Infantino wurde gedemütigt, nachdem sein Plan, Anteile an der Weltmeisterschaft zu verkaufen, dank des entschlossenen Eingreifens von UEFA, CONCACAF, AFC und zweier Mitglieder der FIFA-Führung gescheitert ist."

FRANKREICH

L'Équipe: "Angesichts der heftigen Kritik gibt Infantino auf."

ITALIEN

Gazetta dello Sport: "Schluss jetzt! Die Vernunft hat gesiegt. Gianni Infantino rudert bei seinem Versuch der 'Privatisierung' des internationalen Fußballs zurück und legt das Projekt 'FIFA Forward Enterprise' offiziell auf Eis."

NORWEGEN

Dagbladet: "Milliardenplan nach Rebellion verworfen."

NRK: "FIFA-Chef rudert nach massivem Aufschrei zurück."

ÖSTERREICH

Krone: "Abrupte Kehrtwende! FIFA gibt Investorenpläne auf."

oe24: "Infantino knickt ein: FIFA gibt WM-Pläne auf."

SCHWEIZ

Blick: "Infantino knickt nach Mega-Backlash ein."

SPANIEN

AS: "Ein globaler Rückschlag für den FIFA-Präsidenten, der sich durch eine Erklärung gezwungen sieht, beim Projekt 'FIFA Forward Enterprise' zurückzurudern. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Infantinos waghalsiger Plan scheiterte, insbesondere nach dem Rücktritt von Carlos Cordeiro, dem Chefberater der FIFA und Berater des Präsidenten, am Freitag. Der Bruch entstand, als der gemeinsam mit 'FIFA Forward Enterprise' entwickelte Plan zur Öffnung der Weltmeisterschaft für private Investoren öffentlich wurde. Die UEFA führte den Widerstand an, und nun hat Infantino den Kampf verloren."

Marca: "Totale Niederlage für Infantino."

Mundo Deportivo: "FIFA-Bombenankündigung! Angesichts massiver Kritik verkündet Präsident Infantino, dass der Verband seinen Plan zur Gründung einer Tochtergesellschaft zur Vermarktung der Weltmeisterschaft aufgibt."

USA

The Athletic/New York Times: "Die FIFA und Gianni Infantino haben nach der breiten Kritik an den Plänen eine dramatische Kehrtwende hinsichtlich seines Vorhabens vollzogen, Anteile an den Geschäfts- und Veranstaltungsbereichen zu verkaufen."

F.Amato--PV

Empfohlen

Medien: Möglicher Infantino-Kontrahent tritt nicht an

Den Gegnern von Gianni Infantino gehen offenbar die Optionen für einen starken Kontrahenten bei der FIFA-Präsidentschaftswahl aus. Wie zunächst der Guardian und später die BBC und ESPN unter Berufung auf eigene Quellen berichteten, will der Kanadier Victor Montagliani für eine weitere vierjährige Amtszeit an der Spitze des Fußballverbandes für Nord- und Mittelamerika und die Karibik (CONCACAF) kandidieren und von einer FIFA-Kandidatur absehen.

Gidsel-Rekord: Füchse feiern zweiten Champions-League-Sieg

Welthandballer Mathias Gidsel hat die Füchse Berlin mit einer überragenden Rekordshow quasi im Alleingang zum nächsten Sieg in der Champions League geworfen. Der furiose Däne steuerte am dritten Spieltag in der Königsklasse fantastische 17 Tore zum 40:32 (20:17)-Erfolg seiner Mannschaft gegen den portugiesischen FC Porto bei, für das Team von Trainer Nicolej Krickau ist es der zweite Sieg im laufenden Wettbewerb.

DESG-Zwist: Erfurter Sportler unterschreiben "unter Protest"

Die Eisschnellläuferinnen und Eisschnellläufer am Bundesstützpunkt Erfurt haben die umstrittene Athletenvereinbarung der Deutschen Eisschnelllauf und Shorttrack Gemeinschaft (DESG) "ausdrücklich unter Protest" unterschrieben. Das Vertrauen in das DESG-Präsidium bleibe ungeachtet dessen "erheblich beschädigt", teilten die Athletinnen und Athleten um Hendrik Dombek und Toptalent Finn Sonnekalb in einer Stellungnahme am Donnerstagabend mit. Um 20 Uhr war die Frist der DESG abgelaufen.

Maradona-Prozess: Anklage fordert bis zu zwölf Jahre Haft

Im Prozess um den Tod von Fußball-Ikone Diego Maradona hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen für mehrere damals beteiligte medizinische Fachkräfte gefordert. Dabei sprach sich die Anklage am Donnerstag im Gericht in San Isidro bei Buenos Aires für Freiheitsstrafen von vier bis zwölf Jahren für sechs der Angeklagten aus. So habe laut Staatsanwaltschaft eine "chaotische Organisation" zu einer "Situation der Vernachlässigung" Maradonas geführt, der "seinem Schicksal überlassen" worden sei.

Textgröße ändern: