Pallade Veneta - Wiederwahl? Wales und England entziehen Infantino Unterstützung

Wiederwahl? Wales und England entziehen Infantino Unterstützung


Wiederwahl? Wales und England entziehen Infantino Unterstützung
Wiederwahl? Wales und England entziehen Infantino Unterstützung / Foto: Nick Potts - picture-alliance/PA Wire/SID

Im wachsenden Widerstand gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino ziehen Wales und England als erste nationale Verbände ihre Unterstützung für eine Wiederwahl des Schweizers zurück. Der walisische Fußballverband FAW bestätigte am Montag englischen Medien, die FIFA über den Schritt informiert zu haben und Infantinos Kandidatur für die Amtszeit von 2027 bis 2031 nicht länger zu unterstützen. Wenig später zog auch der englische Verband nach, laut Times werde die FA Infantino ein entsprechendes Schreiben zukommen lassen.

Textgröße ändern:

"Das Wohl des Fußballs nicht an erste Stelle zu setzen, ist ein Versagen, das wir nicht akzeptieren können", wurde der Co-Gastgeber der EM 2028 im Vereinigten Königreich in dem Bericht zitiert. "Die jüngsten Defizite in den Bereichen verantwortungsvoller Verbandsführung, Entscheidungsprozesse, Führung, Werte, Stakeholder-Management, Kommunikation und Urteilsvermögen haben dazu geführt, dass Herr Infantino das Vertrauen des FAW verloren hat, weiterhin an der Spitze des Weltfußballs zu stehen."

Der Schritt folgte auf die heftige Kritik an den inzwischen aufgegebenen FIFA-Plänen, Anteile an den kommerziellen Rechten der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Nach massivem Widerstand aus dem Weltfußball hatte Infantino sein Vorhaben am Wochenende wieder verworfen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA), bei der Wales und England Mitglieder sind, hatte mit einem Boykott gedroht und war den Schweizer auch danach scharf angegangen.

Laut eines Berichts von Sky Sports wächst insbesondere in Europa der Druck auf den seit 2016 amtierenden FIFA-Chef. Weitere Verbände könnten dem Beispiel von Wales und England folgen und ihre Unterstützung zurückziehen. Am 18. März 2027 auf dem 77. FIFA-Kongress in Rabat (Marokko) will sich Infantino den Statuten gemäß ein letztes Mal für vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Medien: Möglicher Infantino-Kontrahent tritt nicht an

Den Gegnern von Gianni Infantino gehen offenbar die Optionen für einen starken Kontrahenten bei der FIFA-Präsidentschaftswahl aus. Wie zunächst der Guardian und später die BBC und ESPN unter Berufung auf eigene Quellen berichteten, will der Kanadier Victor Montagliani für eine weitere vierjährige Amtszeit an der Spitze des Fußballverbandes für Nord- und Mittelamerika und die Karibik (CONCACAF) kandidieren und von einer FIFA-Kandidatur absehen.

Gidsel-Rekord: Füchse feiern zweiten Champions-League-Sieg

Welthandballer Mathias Gidsel hat die Füchse Berlin mit einer überragenden Rekordshow quasi im Alleingang zum nächsten Sieg in der Champions League geworfen. Der furiose Däne steuerte am dritten Spieltag in der Königsklasse fantastische 17 Tore zum 40:32 (20:17)-Erfolg seiner Mannschaft gegen den portugiesischen FC Porto bei, für das Team von Trainer Nicolej Krickau ist es der zweite Sieg im laufenden Wettbewerb.

DESG-Zwist: Erfurter Sportler unterschreiben "unter Protest"

Die Eisschnellläuferinnen und Eisschnellläufer am Bundesstützpunkt Erfurt haben die umstrittene Athletenvereinbarung der Deutschen Eisschnelllauf und Shorttrack Gemeinschaft (DESG) "ausdrücklich unter Protest" unterschrieben. Das Vertrauen in das DESG-Präsidium bleibe ungeachtet dessen "erheblich beschädigt", teilten die Athletinnen und Athleten um Hendrik Dombek und Toptalent Finn Sonnekalb in einer Stellungnahme am Donnerstagabend mit. Um 20 Uhr war die Frist der DESG abgelaufen.

Maradona-Prozess: Anklage fordert bis zu zwölf Jahre Haft

Im Prozess um den Tod von Fußball-Ikone Diego Maradona hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen für mehrere damals beteiligte medizinische Fachkräfte gefordert. Dabei sprach sich die Anklage am Donnerstag im Gericht in San Isidro bei Buenos Aires für Freiheitsstrafen von vier bis zwölf Jahren für sechs der Angeklagten aus. So habe laut Staatsanwaltschaft eine "chaotische Organisation" zu einer "Situation der Vernachlässigung" Maradonas geführt, der "seinem Schicksal überlassen" worden sei.

Textgröße ändern: