Pallade Veneta - European Leagues stellt sich gegen WM-Aufstockung

European Leagues stellt sich gegen WM-Aufstockung


European Leagues stellt sich gegen WM-Aufstockung
European Leagues stellt sich gegen WM-Aufstockung / Foto: Pressefoto ULMER/Markus Ulmer - picture-alliance/Pressefoto Ulmer/SID

Die Organisation European Leagues hat die von der FIFA in Auftrag gegebene Analyse zur WM-Aufstockung auf 64 Mannschaften harsch kritisiert. "Wie schon beim gescheiterten FFE-Projekt sieht auch dieser neue Vorschlag einen unrealistisch kurzen Bewertungszeitraum (nur vier Wochen) vor und verzichtet gänzlich auf eine Konsultation der Ligen, Vereine und Spieler, deren Planung und Lebensgrundlage am stärksten betroffen wären", hieß es in der Stellungnahme des Verbandes, der Profi-Ligen in Europa repräsentiert.

Textgröße ändern:

Es dürfe der FIFA "nicht gestattet werden, weiterhin einseitig disruptive Entscheidungen zu treffen, die den Ligen, Vereinen, Spielern und Fans zuwiderlaufen, deren anhaltende Bemühungen und Investitionen den Wert internationaler Fußballwettbewerbe ausmachen". Parallel zu den weltweit aufsehenerregenden und mittlerweile gescheiterten Investorenplänen hatte der Weltverband auch den Druck in Sachen Aufstockung der Weltmeisterschaft auf 64 Teams erhöht.

Wie unter anderem der Guardian berichtete, will der Weltverband die Auswirkungen einer weiteren Ausweitung in kürzester Zeit untersuchen lassen. Demnach soll ein unabhängiges Unternehmen damit beauftragt werden, das bis zum 14. August ausgewählt werden soll. Bereits am 11. September soll das Ergebnis der Untersuchung vorliegen. Gianni Infantino hatte bereits während des Turniers in den USA, Mexiko und Kanada eine weitere Vergrößerung des Teilnehmerfeldes in Aussicht gestellt.

"Mehr denn je benötigt die FIFA nun eine Reform ihrer Führungsstrukturen, die sicherstellt, dass alle relevanten Interessengruppen eine formelle Rolle bei Entscheidungen spielen, die die Zukunft unseres Sports gestalten", schrieb European Leagues weiter: "Solange keine Reformen stattfinden, einschließlich einer rechtsverbindlichen Einbindung aller relevanten Akteure des Fußballs, wird die European Leagues die Erweiterung oder Schaffung von FIFA-Wettbewerben ablehnen."

Zugleich machte der Verband auch nochmals seine Unmut bezüglich des Investorenplans von Infantino deutlich. Das Scheitern des Deals sei "das einzig logische Ergebnis", so European Leagues: "Die überwältigende Ablehnung dieser gefährlichen Idee und der undurchsichtige Prozess dahinter werfen jedoch ernsthafte Fragen hinsichtlich der Führung, der internen Kultur und der Entscheidungsfindung der FIFA auf."

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Ceferin tritt zur Wiederwahl als UEFA-Chef an

Der Slowene Aleksander Ceferin will im kommenden Jahr für eine vierte und letzte Amtszeit als Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) kandidieren. Wie der Verband am Donnerstag bestätigte, hat der 58-Jährige den Chefs der 55 UEFA-Mitgliedsverbände bei einem Treffen in Berlin mitgeteilt, dass er sich beim Kongress am 22. April 2027 in Astana/Kasachstan erneut zur Wahl stellen werde.

UEFA stellt Reformen vor: Gegenkandidat lässt auf sich warten

Noch kein Gegenkandidat, aber eine "klare Richtung" für den FIFA-Machtkampf - das ist das Ergebnis des "Anti-Infantino-Gipfels" der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Nach dem Treffen in Berlin stellten die Europäer am Donnerstag ihre Reformvorschläge für den Weltverband vor, denen einer Mitteilung zufolge bis auf Aserbaidschan alle 55 UEFA-Mitgliedsverbände zustimmten. Dazu bekräftigte der europäische Verband, dass für die FIFA-Präsidentenwahl im März 2027 in Rabat/Marokko eine Alternative zu Amtsinhaber Gianni Infantino her soll.

Judoka Scoccimarro gewinnt WM-Bronze

Judoka Giovanna Scoccimarro hat dem deutschen Team bei den Weltmeisterschaften in Baku/Aserbaidschan die erste Medaille beschert. Die 28-Jährige aus Niedersachsen gewann das kleine Finale in der Klasse bis 70 Kilogramm gegen die Brasilianerin Nauana Silva und sicherte sich Bronze. Nach WM-Silber 2023 in Doha ist es der größte Erfolg in ihrer Karriere.

Medien: Ceferin tritt zur Wiederwahl als UEFA-Chef an

Der Slowene Aleksander Ceferin will im kommenden Jahr offenbar für eine vierte Amtszeit als Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) kandidieren. Wie unter anderem die Sportschau am Donnerstag berichtete, habe der 58-Jährige den Chefs der 55 UEFA-Mitgliedsverbände bei einem Treffen in Berlin mitgeteilt, dass er sich beim Kongress am 22. April in Astana/Kasachstan erneut zur Wahl stelle.

Textgröße ändern: