Pallade Veneta - UEFA hält an FIFA-Boykott fest - CAF hält zu Infantino

UEFA hält an FIFA-Boykott fest - CAF hält zu Infantino


UEFA hält an FIFA-Boykott fest - CAF hält zu Infantino
UEFA hält an FIFA-Boykott fest - CAF hält zu Infantino / Foto: HAROLD CUNNINGHAM - SID

Die Europäische Fußball-Union UEFA hält im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino den Druck aufrecht. Trotz des Rückzugs der FIFA-Pläne für eine Öffnung gegenüber externen Investoren hält die UEFA an ihrem Boykott der Wettbewerbe des Weltverbandes fest. Das geht aus einer UEFA-Erklärung auf SID-Anfrage vom Donnerstag hervor. Zudem bekräftigte die UEFA, sie habe das Vertrauen in Infantino verloren. Auch der südamerikanische Verband CONMEBOL äußerte sich erstmals seit Bekanntwerden der Privatisierungspläne kritisch über das Gebaren des FIFA-Präsidenten.

Textgröße ändern:

Dagegen darf Infantino weiter auf Rückhalt aus Afrika zählen. Das Exekutivkomitee des Kontinentalverbandes CAF "bekräftigte" am Donnerstagabend "einstimmig seine Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino und dankte ihm für seine über Jahre hinweg geleistete, unermüdliche Unterstützung des afrikanischen Fußballs". Man begrüße und billige zudem "die Gemeinsame Mitteilung von FIFA-Präsident Gianni Infantino und Generalsekretär Mattias Grafström" vom Mittwochabend.

Die UEFA-Verbände stehen dem diametral gegenüber. Sie hätten ihre Bedingungen für eine Rückkehr zu FIFA-Wettbewerben klar formuliert, erklärte der europäische Verband. Demnach müsse der Plan zum Verkauf von Anteilen an den wichtigsten FIFA-Wettbewerben zurückgezogen werden und zudem sichergestellt werden, "dass derartige Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, niemals wieder unternommen werden", so die UEFA: "Diese Bedingungen sind nicht erfüllt."

Die FIFA-Führung hatte am Mittwoch nach einer Krisensitzung ihrer Spitzenfunktionäre in Marokko "Fehler" eingeräumt und für das inzwischen aufgegebene Vorhaben um Entschuldigung gebeten. Zugleich sprach sie Infantino ihre "volle Unterstützung" aus und verwies darauf, dass er als einziger von den 211 Mitgliedsverbänden gewählter Verantwortlicher an der Spitze des Weltverbandes stehe.

Die Unterstützung aus der FIFA-Führung ändere jedoch nichts, entgegnete die UEFA. Die Erklärung stamme von "einigen Personen, die vom FIFA-Präsidenten beschäftigt werden und deren Karriere von seinem Wohlwollen abhängt".

Infantino, der bislang der einzige erklärte Kandidat für die Wiederwahl im März 2027 ist, steht seit der überraschenden Vorstellung des inzwischen zurückgezogenen Investorenplans in der vergangenen Woche massiv in der Kritik. Besonders die UEFA und der nord- und mittelamerikanische Kontinentalverband CONCACAF hatten sich entschieden gegen das Vorhaben gestellt.

Auch die CONMEBOL, die für gewöhnlich dem Lager der Infantino-Unterstützer zuzurechnen ist, äußerte am Donnerstag "Besorgnis über die wiederholten Alleingänge" in der FIFA. Weiter beklagte der Kontinentalverband in seiner Stellungnahme: "Innerhalb weniger Tage rückte der Fußball von einem außerordentlichen sportlichen Ereignis, das weltweit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand, hin zu einer öffentlichen Debatte über Fragen seiner Governance."

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

VfB: Torwarttalent Seimen feiert Bundesliga-Premiere

Torwarttalent Dennis Seimen feiert beim VfB Stuttgart sein Bundesliga-Debüt. Der 20-Jährige wird am Samstag (15.30 Uhr/Sky) nach langer Verletzungspause ausgerechnet bei seinem Ex-Klub SC Paderborn erstmals als Nummer eins im Tor der Schwaben stehen. "Er wird spielen. Dennis ist unsere Nummer eins, so ist er auch in die Saison gegangen, daran hat sich nichts geändert", sagte Trainer Sebastian Hoeneß am Donnerstag.

Shanghai: Auch Struff in zweiter Runde

Tennisprofi Jan-Lennard Struff ist Yannick Hanfmann und Daniel Altmaier in die zweite Runde des ATP-Masters in Shanghai gefolgt. Der 36 Jahre alte Warsteiner setzte sich in der chinesischen Metropole mit 6:4, 6:4 gegen den Spanier Martin Landaluce durch und bekommt nun die Chance auf eine schnelle Revanche: In der zweiten Runde trifft er auf den früheren Weltranglistenersten Daniil Medwedew aus Russland, gegen den er erst am Samstag im Achtelfinale von Peking verloren hatte.

"Viele Fehler": Watzke unterstreicht DFB-Haltung zu Infantino

Hans-Joachim Watzke hat die kritische deutsche Haltung im Machtkampf mit dem FIFA-Präsidenten Gianni Infantino unterstrichen. "Ich bin kein Papagei, ich habe es die letzten Wochen oft genug gesagt", zuletzt seien "so viele Fehler passiert, vom Friedenspreis über das Balogun-Thema bis hin zu der Investorengeschichte als Gipfel", sagte der DFB-Vize und Ligapräsident am Donnerstag unmittelbar vor dem Treffen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Berlin: "Wir haben eine klare Meinung als DFB."

WNBA: Fiebich verliert auch zweites Halbfinale mit New York

Basketball-Nationalspielerin Leonie Fiebich hat mit New York Liberty im Halbfinale der nordamerikanischen Profiliga WNBA die zweite Niederlage kassiert. Die 26-Jährige und ihr Team stehen nach dem 98:101 nach Verlängerung gegen Atlanta Dream vor dem Aus, Atlanta fehlt nur noch ein Sieg zum ersten Finaleinzug seit 2013. In Spiel drei der Serie im Modus Best-of-five hat New York am Samstag erstmals Heimrecht.

Textgröße ändern: