Pallade Veneta - Als Ersatz zu EM-Bronze: Jahn "super happy"

Als Ersatz zu EM-Bronze: Jahn "super happy"


Als Ersatz zu EM-Bronze: Jahn "super happy"
Als Ersatz zu EM-Bronze: Jahn "super happy" / Foto: Andreas Gora - picture alliance/dpa/SID

Selbst Olympiasieger Lukas Märtens war die Leistung seines Teamkollegen nicht ganz geheuer. Wie Cornelius Jahn das Staffel-Rennen für die deutschen Schwimmer über 4x200 m Freistil beendet habe, sei "unbeschreiblich", schwärmte Märtens am ARD-Mikrofon, nachdem die EM-Bronzemedaille sicher war: "Dafür, dass er die 200 m Kraul nicht macht, muss man eigentlich Angst haben - das ist richtig genial."

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Dass Jahn auf den Rückenstrecken zu Hause ist und als Ersatz in das DSV-Quartett gerutscht war, war dem 23-Jährigen am Montagabend im Centre Aquatique Olympique nicht anzumerken. Mit einem starken Auftritt brachte er das erste Edelmetall für die deutschen Beckenschwimmer bei den Titelkämpfen in Paris ins Ziel - und nebenbei auch einen neuen deutschen Rekord von 7:02,28 Minuten.

"Ich habe die anderen neben mir gesehen, das hat mich noch mehr motiviert, weiterzukämpfen, weil ich wusste, dass wir vorne dabei sind", sagte Jahn: "Ich bin super happy."

Vor allem, weil die vergangenen Jahre für ihn nicht gerade nach Plan verliefen. Sowohl die Olympischen Spiele 2024 als auch die Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr verpasste Jahn, der seit zwei Jahren an der Ohio State University in den USA studiert, nur knapp.

Bereits im April hatte sich Jahn deshalb im DSV-Interview schon "riesig" darauf gefreut, nun endlich auch in Paris schwimmen zu können, "da es ja 2024 leider nicht geklappt hat. Ich freue mich auch, endlich mal mit der A-Mannschaft zu reisen."

Bereits am ersten Wettkampftag trat Jahn, der noch auf den Rückenstrecken und in der Lagenstaffel gefordert ist, aus der zweiten Reihe heraus. Als Ersatz für Freiwasser-Europameister Oliver Klemet, der sein Mammutprogramm nach den vier Rennen in der Seine gekürzt hatte, lieferte er.

Nachdem Märtens an siebter Position übergeben hatte, startete Timo Sorgius die Aufholjagd. Jarno Bäschnitt kraulte zwischenzeitlich auf Rang zwei, Jahn vollendete zu Bronze. Die bis dahin letzte EM-Medaille auf dieser Strecke hatte die Gold-Staffel um Paul Biedermann 2014 in Berlin gewonnen. Von Biedermann und Co. stammte auch der Rekord von 2009, den Jahn und seine Teamkollegen nun knackten.

L.Guglielmino--PV

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