Pallade Veneta - HSV-Investor Kühne gestorben

HSV-Investor Kühne gestorben


HSV-Investor Kühne gestorben
HSV-Investor Kühne gestorben / Foto: Christian Charisius - picture-alliance/dpa/SID

Trauer um Klaus-Michael Kühne: Der Unternehmer und Investor des Hamburger SV ist im Alter von 89 gestorben. Das bestätigte das Unternehmen Kühne+Nagel. Demnach sei der Manager in der Nacht zu Montag in Schindellegi/Schweiz verstorben. "Die Nachricht vom Tod von Klaus-Michael Kühne macht uns alle tief betroffen", sagte Stefan Paul, CEO der Kühne+Nagel International AG.

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Kühne wurde am 2. Juni 1937 in Hamburg geboren und war Zeit seines Lebens großer HSV-Fan. Der Milliardär unterstützte seinen Lieblingsklub in den vergangenen Jahren immer wieder finanziell und stopfte damit Löcher in den leeren Kassen der Hanseaten. Insgesamt soll Kühne über die Jahre rund 100 Millionen Euro in den HSV gesteckt haben, zeitweise hielt der Manager über 20 Prozent an der ausgegliederten HSV Fußball AG. Zuletzt erwarb Kühne auch die Namensrechte am HSV-Stadion, so dass die Arena wieder Volksparkstadion heißen konnte.

Mit Kühne verliert der HSV eine seiner prägendsten, aber zugleich auch umstrittensten Persönlichkeiten seiner jüngeren Vereinsgeschichte. Immer wieder mischte sich der meinungsstarke Milliardär in das Tagesgeschäft ein, dadurch machte sich Kühne bei den handelnden Personen im Klub und bei den Fans nicht nur Freunde. Legendär ist ein Spruch zur Personalpolitik geworden. "Der HSV ist ein Phänomen, weil die Luschen immer hier hängen bleiben", hatte Kühne einmal gesagt und Ex-Stürmer Pierre-Michel Lasogga als "gutes Beispiel" angeführt: "Ich weiß gar nicht, ob ich an ihm beteiligt war: Musste der nach einer halben guten Saison mit einem Fünfjahresvertrag und einem Jahresgehalt von über drei Millionen Euro ausgestattet werden? Das war Harakiri, der Flop des Jahrhunderts."

Über Jahre galt Kühne als mächtiger Unterstützer, dessen Engagement dem Klub in wirtschaftlich und sportlich turbulenten Zeiten wichtige Handlungsspielräume verschaffte. Zuletzt wurde es beim HSV aber ruhiger um Kühne, auch aus finanzieller Sicht: "Ich bin etwas frustriert und werde wesentlich zurückhaltender sein als bisher. Ich war einfach zu unkritisch."

R.Lagomarsino--PV

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