Pallade Veneta - Abbruch in Pyrenäen: Pogacar wird der Etappensieg "verhagelt"

Abbruch in Pyrenäen: Pogacar wird der Etappensieg "verhagelt"


Abbruch in Pyrenäen: Pogacar wird der Etappensieg "verhagelt"
Abbruch in Pyrenäen: Pogacar wird der Etappensieg "verhagelt" / Foto: MIGUEL MEDINA - SID

Selbst der dauerfröhliche Tadej Pogacar hatte die Nase gestrichen voll. Als taubeneiergroße Hagelkörner auf das Vuelta-Feld niederprasselten, fuhr der Slowene an die Spitze des Pelotons und signalisierte mit beiden Armen: Das war es für heute. Und er hatte Recht. Schieres Sauwetter in den Pyrenäen hat am Montag zum Abbruch der dritten Etappe der Spanien-Rundfahrt geführt.

Textgröße ändern:

Auf dem Weg zur ersten Bergankunft in Font Romeu ging bei Sturm und Niederschlag aller Art nichts mehr - durchnässte und durchfrorene Profis retteten sich in Cafés am Streckenrand. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel war die Straße auf 1600 m Höhe weiß von Hagelkörnern. Zu diesem Zeitpunkt lagen der Italiener Lorenzo Fortunato und der Luxemburger Mats Wenzel als Ausreißer knapp vor dem Feld mit Spitzenreiter Pogacar.

Kurz darauf entschied die Jury, nicht mehr das Schlussstück bis hinauf ins Ziel auf 1941 m Höhe in Font Romeu fahren zu lassen. Ein Etappenergebnis, darauf lief die zunächst nicht bestätigte Jury-Entscheidung hinaus, kam damit nicht zustande. Pogacar bleibt damit im Roten Trikot des Gesamtführenden, das er mit dem Zeitfahrsieg am Samstag übernommen hatte. Mit dem Sieg bei der Vuelta will der Weltmeister seinen letzten noch fehlenden Titel bei den drei großen Rundfahrten gewinnen.

"Wir wollen das Rennen für das Trikot kontrollieren", hatte Pogacar beim Start gesagt: "Die Etappe ist gut für mich, aber es wird trotzdem hart." Taktisch lief alles nach Plan für ihn, er ließ sein UAE-Team hart arbeiten. Dann aber kostete ihn der Abbruch den wahrscheinlichen Etappensieg.

Auch auf der vierten Etappe am Dienstag erreicht die Vuelta noch nicht ihr Stammland Spanien. Die 104,8 km mit Start und Ziel in Andorra la Vella verlaufen weitestgehend durch den Kleinstaat Andorra, lediglich für ein kurzes Stück kehrt die Rundfahrt nach Frankreich zurück.

Die Etappe hat es mit mehr als 3000 Höhenmetern und drei Bergen der ersten Kategorie in sich, unter anderem geht es über den 2403 m hohen Port de Envalira, den höchsten Punkt dieser Vuelta.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Drohne, Rot, Elfer-Drama: Arsenal blamiert sich bei Viertligist

Drohne, Rote Karte, Elfer-Drama: Der englische Meister FC Arsenal hat sich in einem wilden Pokalkrimi blamiert. Nach einem 1:1 (0:1) nach 90 Minuten verlor die Mannschaft um Nationalspieler Kai Havertz beim Tabellen-18. der vierten englischen Liga im Achtelfinale des League Cup 3:5 im Elfmeterschießen. Havertz traf vom Punkt, doch der Brasilianer Bruno Guimaraes vergab als vierter Arsenal-Schütze. Beim Außenseiter waren alle fünf angetretenen Spieler erfolgreich.

Trotz Füllkrug-Doppelpack: BVB besiegt Werder

Niclas Füllkrug ärgerte seinen Ex-Klub schon wieder, doch Borussia Dortmund beendete mit einem Kraftakt die schwarze Pokalserie gegen Werder Bremen - rechtzeitig vor dem Bundesliga-Gipfel beim FC Bayern. Trotz eines Doppelpacks des eingewechselten Torjägers setzte sich der BVB im Zweitrundenspiel des DFB-Pokals mit 3:2 (2:0) nach drei Pleiten in Folge erstmals seit Januar 2008 wieder gegen die Norddeutschen durch.

Zverev übersteht Krimi zum Auftakt - der Nummer eins ganz nah

Nur noch ein Schritt bis zur Eins: Alexander Zverev ist dem schnellen Sprung an die Spitze der Weltrangliste ganz nah. Der zweimalige Grand-Slam-Sieger überstand beim ATP-Turnier in Wien einen echten Krimi zum Auftakt gegen den jungen Spanier Martín Landaluce und setzte sich nach mehr als drei Stunden Spielzeit 7:5, 3:6, 7:6 (13:11) durch.

Hessischer Jubel an der Elbe: Frankfurt stürmt ins Achtelfinale

Hessischer Jubel an der Elbe: Eintracht Frankfurt hat bravourös das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter gewann das Erstliga-Duell beim Hamburger SV mit 3:1 (0:0) und darf in schwierigen Wochen ganz leise vom sechsten Cupgewinn der Klubhistorie träumen.

Textgröße ändern: