Pallade Veneta - PotAS-Analyse: Bobfahrer und Rodler vorne

PotAS-Analyse: Bobfahrer und Rodler vorne


PotAS-Analyse: Bobfahrer und Rodler vorne
PotAS-Analyse: Bobfahrer und Rodler vorne / Foto: Luciano Maria Bisi - (picture alliance/LiveMedia-IPA/ZUMA Press Wire)/SID

Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) hat bei der für die Vergabe der Fördermittel relevanten PotAS-Analyse am besten abgeschnitten. Wie die zuständige Kommission am Donnerstag bei der Vorstellung des Berichts für den olympischen Wintersport 2026 in Berlin mitteilte, belegen dem BSD zugehörige Disziplingruppen die ersten sechs Plätze der Rangliste.

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Auf Rang eins liegt "Bob Frauen", dahinter folgen "Rennrodeln Frauen", "Rennrodeln Männer", "Bob Männer", "Skeleton Frauen" und "Skeleton Männer". Letzte der 38 Disziplingruppen wurde "Shorttrack Frauen", davor landeten "Ski Freestyle Männer", "Eiskunstlauf Einzel Männer", "Shorttrack Männer" sowie "Eiskunstlauf Einzel Frauen".

Bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo hatte Deutschland im vergangenen Winter mit acht Goldmedaillen, zehnmal Silber und achtmal Bronze Platz fünf im Medaillenspiegel belegt. Allein je drei Goldmedaillen wurden in Italien von BSD-Athleten gewonnen, dazu kamen Philipp Raimund im Skispringen sowie Daniela Maier im Ski Cross.

"Die Ergebnisse sind wenig überraschend. Sie bilden die Ergebnisse von Mailand und Cortina ab", sagte Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Urs Granacher, der Vorsitzende der PotAS-Kommission, empfahl folglich für die Zukunft: "Wir sollten die Stärke des BSD absichern. Wir müssen aber auch schauen, die Disziplingruppen, die Potenziale haben, wieder an die Weltspitze heranzuführen."

Dazu gehören laut PotAS-Analyse unter anderem die Gruppen "Skisprung Männer" (Platz sieben), "Skisprung Frauen" (Platz neun), "Ski Cross Frauen" (Platz zehn) sowie "Biathlon Frauen" (Platz elf). "Nordische Kombination Männer", traditionell eine deutsche Domäne, wird auf Rang acht geführt, doch das Internationale Olympische Komitee (IOC) nahm die Disziplin jüngst für die Winterspiele 2030 in den französischen Alpen aus dem Programm.

Bei der Erstellung der Ranglisten waren sowohl Erfolge (unter anderem Weltmeisterschaften und Olympische Spiele 2014 bis 2026) als auch Kaderpotenziale berücksichtigt; die Strukturen der Verbände waren erstmals kein Analysefaktor mehr.

Das Potenzialanalyse-System (PotAS) war 2016 im Zuge der Spitzensport-Reform beschlossen worden, um die Fördergelder des Bundes nach zukünftigen Erfolgschancen zu vergeben. Die Ergebnisse sollen künftig der im Zuge des Sportfördergesetzes neu zu gründenden Sportagentur als eine der Grundlagen zur Mittelvergabe dienen.

C.Conti--PV

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