Pallade Veneta - Party zur historischen Premiere: Elversberg schlägt Leverkusen

Party zur historischen Premiere: Elversberg schlägt Leverkusen


Party zur historischen Premiere: Elversberg schlägt Leverkusen
Party zur historischen Premiere: Elversberg schlägt Leverkusen / Foto: Sebastian Bach - picture-alliance/SID

Die SV Elversberg hat bei ihrer historischen Bundesliga-Premiere ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und den haushohen Favoriten Bayer Leverkusen gestürzt. Der vor allem anfangs furios aufspielende Aufsteiger bezwang die Werkself sensationell mit 3:2 (2:0) und erwischte einen Traumstart in seine erste Saison im Oberhaus. Der mit 13.000 Einwohnern kleinste Erstliga-Standort der Historie nahm den Europapokal-Teilnehmer dabei phasenweise auseinander.

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Lukas Petkov (8.) und Cole Campbell (9.) brachten die Saarländer mit einem Doppelschlag binnen 61 Sekunden in Führung, David Mokwa (46.) legte direkt nach der Pause nach. Patrik Schick (77.) und Christian Kofane (90.+1) gelang in der Schlussphase nur noch Ergebniskosmetik.

Bayers neuer Trainer Carles Martínez erlebte ein Albtraum-Debüt in der Bundesliga, sein Team agierte über weite Phasen des Spiels viel zu fehlerhaft und harmlos. Für den Traum von der Rückkehr in die Champions League müssen sich die Rheinländer gewaltig steigern.

Die SV Elversberg betrat als 59. Verein die große Bühne Bundesliga, brachte das Saarland nach 33 Jahren zurück in die deutsche Elite-Liga. Die Mission Klassenerhalt bezeichnete Trainer Vincent Wagner als "Reise zum Mars". Zum Auftakt trafen 35 Millionen Euro Marktwert auf eine Leverkusener Startelf im Wert von knapp 240 Millionen Euro. "Das spricht doch eine deutliche Sprache", betonte Wagner: "Das Spiel startet glücklicherweise trotzdem bei 0:0."

Und auf dem Platz war vor gerade einmal 9307 Zuschauern in der Stadion-Baustelle dann tatsächlich verkehrte Welt, der aufmüpfige Außenseiter spielte den haushohen Favoriten in den Anfangsminuten an die Wand. Erst traf Petkov zum ersten Erstliga-Tor der Vereinsgeschichte von der Strafraumkante, Loic Badé fälschte unhaltbar für Mark Flekken ab. Nur 61 Sekunden später bestrafte Vereinsrekordtransfer Campbell einen kapitalen Fehler von Edmond Tapsoba.

Leverkusen stand völlig neben sich, leistete sich in der eigenen Hälfte einen Ballverlust nach dem anderen und hatte riesige Probleme mit dem blitzschnellen Umschaltspiel der Saarländer. Francis Onyeka und Felix Keidel ließen bei einer riesigen Doppelchance gar das frühe 3:0 liegen (14.). Erst nach gut 20 Minuten bekam Bayer die Partie etwas in den Griff und trat selbst auch offensiv in Erscheinung. Badé köpfte knapp vorbei (21.), Aleix Garcia traf per Freistoß die Latte (37.).

Nach dem Seitenwechsel erwischte aber erneut Elversberg den besseren Start, Mokwa verwertete 27 Sekunden nach Wiederbeginn eine Flanke von Petkov. Martínez reagierte mit einem Dreifachwechsel, doch seine Mannschaft entwickelte gegen den nun tiefstehenden Block des Aufsteigers kaum Ideen. Trotz der Treffer von Schick und Kofane reichte es nicht mehr für die Wende.

F.Dodaro--PV

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