Pallade Veneta - Mehrere Rivalitäten prägen das Formel-1-Fahrerlager

Mehrere Rivalitäten prägen das Formel-1-Fahrerlager


Mehrere Rivalitäten prägen das Formel-1-Fahrerlager
Mehrere Rivalitäten prägen das Formel-1-Fahrerlager

Mehrere persönliche und sportliche Konflikte bestimmen die Beziehungen im Formel-1-Feld 2026.

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Offen ausgetragene Feindschaften wie einst zwischen Michael Schumacher und Damon Hill oder Alain Prost und Ayrton Senna sind in der heutigen Formel 1 seltener. Dennoch bestehen mehrere langjährige Rivalitäten.

Besonders sichtbar ist der Konflikt zwischen Max Verstappen und George Russell. Vor dem Saisonfinale 2024 warf Verstappen Russell vor, auf eine Strafe hingewirkt zu haben, und nannte ihn einen Lügner. Russell erklärte, Verstappen habe ihm mit Gewalt gedroht. Beim Abschlussessen vermieden beide einen Handschlag und wollten nicht nebeneinandersitzen. Seither weisen sie die Rennleitung häufig auf mögliche Verstösse des jeweils anderen hin.

Esteban Ocon und Pierre Gasly kennen sich seit dem Kartsport. Ihre Freundschaft zerbrach 2010 nach harten Duellen und einem Konflikt ihrer Familien um Sponsoren. In den gemeinsamen Alpine-Jahren 2023 und 2024 kollidierten ihre Interessen mehrfach. Auch Ocons Verhältnis zu Fernando Alonso ist nach mehreren Vorfällen, Funksprüchen und einer Kollision in Brasilien belastet.

Die frühere Freundschaft von Verstappen und Lando Norris litt im direkten WM-Kampf. Beide beschuldigten einander bei Streitfällen über Startpositionen, Gelbe Flaggen, Safety-Car-Phasen und Berührungen.

Bei Ferrari konkurrieren Lewis Hamilton und Charles Leclerc um die führende Rolle. In Zandvoort beklagte Hamilton auf frischeren Reifen den Zeitverlust hinter Leclerc. Dieser reagierte nur zögerlich auf die Boxenanweisung. Hinzu kommen unterschiedliche Persönlichkeiten: Hamilton ist stark in Mode, Musik und Aktivismus engagiert, Leclerc tritt zurückhaltender auf und konzentriert sich ausserhalb des Motorsports unter anderem auf das Klavierspielen.

Beim Qualifying in Zandvoort zeigte sich die Spannung erneut, als Verstappen nach einer knappen Ausfahrt aus der Garage über Funk erwartete, Russell werde sich beschweren. Russell tat dies in dieser Situation nicht, doch der Kommentar machte deutlich, wie belastet das Verhältnis geblieben ist.

Ocon und Alonso gerieten 2022 mehrfach auf der Strecke und am Funk aneinander. Vor dem Wechsel Alonsos zu Aston Martin erklärte der Spanier, er sei erleichtert, nur noch ein gemeinsames Rennen vor sich zu haben. Nach einer Kollision in Brasilien 2023 beschimpften sich beide gegenseitig. Ocon behauptete später, 98 Prozent der Entwicklungs- und Simulatorarbeit bei Alpine hätten bei ihm gelegen; Alonso kritisiert ihn weiterhin.

Verstappen und Norris waren früher Teil desselben virtuellen Rennteams, feierten gemeinsam und flogen nach Rennen zusammen in ihre Wahlheimat Monte Carlo. Mit dem direkten Titelkampf änderte sich die Beziehung. Beide meldeten der Rennleitung mögliche Verstösse des anderen und machten sich nach Kontakten auf der Strecke gegenseitig verantwortlich.

R.Zaccone--PV

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