Pallade Veneta - Pfiffe gegen Neuer machen Thon "nachdenklich"

Pfiffe gegen Neuer machen Thon "nachdenklich"


Pfiffe gegen Neuer machen Thon "nachdenklich"
Pfiffe gegen Neuer machen Thon "nachdenklich" / Foto: Maximilian Koch - picture-alliance/Maximilian Koch/SID

Schalke-Legende Olaf Thon kann die unfreundlichen Reaktionen auf das Gastspiel des gebürtigen Gelsenkircheners Manuel Neuer in seiner Heimat durch die Anhänger von S04 nicht verstehen. "Ich kann nachvollziehen, dass es viele Fans vermutlich als besondere Genugtuung empfinden, Manuel Neuer mit einem Punktverlust zurück nach München geschickt zu haben - das Verhältnis zwischen Schalkes Publikum und dem Torwart ist bekanntlich seit seinem Wechsel von Schalke zu Bayern vor 15 Jahren arg angespannt", schrieb Thon in seiner kicker-Kolumne, doch "auch diesmal haben mich die Pfiffe gegen ihn nachdenklich gemacht", ergänzte er.

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"Ich will Fußballfans mit Sicherheit nicht vorschreiben, wie sie sich zu verhalten haben", führte Thon nach dem 0:0 des Aufsteigers gegen Neuers FC Bayern aus: "Gleichzeitig denke ich, dass es trotz aller Enttäuschung über Manuels damaligen und sportlich absolut nachvollziehbaren Abschied allmählich an der Zeit ist umzudenken. Sein wahrscheinlich immer näherer rückendes Karriereende ist dafür doch ein idealer Zeitpunkt."

Thon war einst selbst wie später Neuer von Schalke nach München gewechselt, kehrte später aber zurück und wurde einer der Helden der "Eurofighter", die 1997 sensationell den UEFA-Cup gewannen. "Mit Manuel kommt nicht nur ein weiterer Weltmeister aus Gelsenkirchen, sondern auch ein hochdekorierter und zigfach ausgezeichneter Welttorhüter, der zudem mit seiner Art das gesamte Torwartspiel geprägt und revolutioniert hat", erläuterte er seine Haltung und betonte: "In Gelsenkirchen sollte man stolz auf Manuel sein. Ich bin das als ebenfalls gebürtiger Gelsenkirchener auf jeden Fall!"

Für seine "Erben" dagegen fand der 60-Jährige Lob. "Der FC Schalke 04 hat seine Sache gegen den FC Bayern München extrem gut gemacht - nicht viele Mannschaften ergattern gegen den häufig übermächtigen Rekordmeister einen Punkt, erst recht nicht als Aufsteiger."

A.Saggese--PV

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