Pallade Veneta - Nachtschwärmer Zverev im Eiltempo ins Viertelfinale

Nachtschwärmer Zverev im Eiltempo ins Viertelfinale


Nachtschwärmer Zverev im Eiltempo ins Viertelfinale
Nachtschwärmer Zverev im Eiltempo ins Viertelfinale / Foto: CHARLY TRIBALLEAU - SID

Alexander Zverev kommt bei den US Open immer besser in Fahrt - und einem Traumfinale gegen Titelverteidiger Carlos Alcaraz beharrlich näher. Der erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier an Position eins gesetzte Hamburger ließ dem Italiener Luciano Darderi, immerhin die Nummer 22 der Welt, im Achtelfinale mit 6:2, 6:2, 7:6 (7:3) keine echte Chance und steht zum fünften Mal in New York in der Runde der besten acht.

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Auch in sein Viertelfinale am Mittwoch (Ortszeit) gegen Botic van de Zandschulp wird der amtierende French-Open-Sieger als hoher Favorit gehen. Der Weltranglisten-70. aus den Niederlanden, gegen den Zverev erstmals spielen wird, musste am Montag gegen den französischen Lucky Loser Arthur Géa in fünf Sätzen im längsten Turnier-Match viel Kraft lassen - anders als der Deutsche, der nach 2:30 Stunden seinen ersten Matchball mit einem Ass verwandelte.

Schon jetzt darf Zverev auf sein konstantestes und zugleich an Höhepunkten reichstes Grand-Slam-Jahr zurückblicken. Im Juni in Paris holte er den ersehnten ersten Major-Titel, wenig später in Wimbledon stand er erstmals im Finale, nun erreichte er mit seinem 50. Matcherfolg 2026 (Bestwert auf der ATP-Tour) erstmals in seiner Karriere bei jedem Grand-Slam-Turnier eines Jahres die Runde der besten acht.

Und Zverev nahm praktisch im Vorbeigehen weitere kleine Meilensteine. Gegen Darderi gelang dem 29-Jährigen der 22. Matcherfolg bei Grand Slams in diesem Jahr - damit teilt er sich nun den "deutschen Rekord" mit Boris Becker, dem dies 1989 geglückt war. Zudem ist Zverev mit 570 gewonnenen Matches nun die alleinige deutsche Nummer zwei in der Open Era hinter dem sechsmaligen Major-Gewinner Becker (713), Zverev überflügelte Tommy Haas.

Bei seinem vierten Auftritt in diesem Jahr in New York wurde Zverev zum vierten Mal in der Night Session angesetzt - und war damit äußerst zufrieden. Er sei bislang nicht ein einziges Mal vor vier, fünf Uhr schlafen gegangen, "da möchte ich jetzt nicht um zwölf spielen", hatte der Tokio-Olympiasieger nach seinem Dreisatzsieg in der dritten Runde gegen den Chilenen Alejandro Tabilo gesagt.

In der Tat kam Zverev, der in den ersten beiden Runden noch über fünf Sätze hatte gehen müssen, mit dem späten Beginn nach Einbruch der Dunkelheit bestens zurecht. Er nahm seinem Gegner zum Auftakt gleich zweimal den Aufschlag ab und führte nach 17 Minuten mit 4:0. Zverev bewegte sich gut, konnte sich auf sein starkes Service verlassen - und holte sich nach wenig mehr als einer halben Stunde den ersten Durchgang.

Der zweite Satz glich einer Kopie. Darderi, der Zverev im Frühjahr in Rom auf seinem Lieblingsbelag Sand noch geschlagen hatte, fand kaum ein Mittel gegen den Hamburger. Das Publikum im gut gefüllten Arthur Ashe Stadium feuerte deswegen ab Mitte des Durchgangs den Italiener an, in der Hoffnung, noch etwas Unterhaltung geboten zu bekommen. Zverev aber ließ keine Zweifel aufkommen, auch wenn der dritte Satz ausgeglichener verlief.

L.Barone--PV

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