Pallade Veneta - Bangen um Karetsas: BVB-Sieg von Sorge überschattet

Bangen um Karetsas: BVB-Sieg von Sorge überschattet


Bangen um Karetsas: BVB-Sieg von Sorge überschattet
Bangen um Karetsas: BVB-Sieg von Sorge überschattet / Foto: Ralf Treese - picture-alliance/DeFodi Images/SID

Nicht schon wieder! Schlimme Bilder und Sorgen um Jungstar Konstantinos Karetsas haben den sportlich erfolgreichen Champions-League-Auftakt von Borussia Dortmund überschattet. Beim 3:2 (0:0) gegen den FC Villarreal musste der 18-Jährige zum Entsetzen der Fans und Mitspieler wegen gesundheitlicher Probleme mit einer Trage vom Feld und dann ins Krankenhaus gebracht werden. Auf der Tribüne schüttelte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken fassungslos den Kopf und raufte sich die Haare, die ersten Punkte für den Achtelfinal-Einzug waren Nebensache.

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Unklar blieb am Dienstagabend während banger Minuten zunächst, ob es für Karetsas gesundheitlich dramatisch zuging. Der griechische 30-Millionen-Euro-Neuzugang habe Kreislaufprobleme gehabt, sagte ein BVB-Sprecher in der Pause als erste Entwarnung: Dem jungen Mittelfeldspieler gehe es "den Umständen entsprechend gut". Beim Abschlusstraining hatte Karetsas am Montag ausgesetzt, laut Trainer Niko Kovac zur Belastungssteuerung.

Ein Schock war die Szene für Mats Hummels. "Als die Ärzte gar nicht die Beine angeschaut haben, sondern nur am Oberkörper waren, ist es mir kalt den Rücken runtergelaufen", sagte der langjährige BVB-Profi bei Prime Video. "So eine Geschichte wünschen wir keinem. Das sind ganz fiese Bilder, die wir da sehen mussten." Ein Arzt hatte den Puls von Karetsas geprüft.

Für den BVB war es der zweite mächtige Schrecken der jungen Saison. Gegen den Hamburger SV hatte Giannis Konstantelias einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten. Bei Karetsas waren Art und Schwere der Probleme nicht auf Anhieb ersichtlich: Er hob nach einem Flachpass den Arm und legte sich auf den Rasen, Sanitäter eilten herbei.

Es half nichts: Die Teamkollegen mussten sich anschließend noch eine gute Stunde lang auf ihre Aufgaben konzentrieren. Zum Auftakt der vergangenen Champions-League-Saison, die mit dem Aus in den Achtelfinal-Playoffs bei Atalanta Bergamo enden sollte, hatte der BVB ein 4:4-Spektakel bei Juventus Turin abgeliefert. Kovac hatte kein Interesse an einem ähnlich entfesselten Spiel.

Und er wurde erhört: Für die Entscheidung sorgten zwei späte Tore von Serhou Guirassy (80./85. Foulelfmeter). Der guineische Stürmer absolvierte sein 100. Pflichtspiel für den BVB, in den 99 zuvor hatte er 62 Tore erzielt. "100 Spiele sind eine Hausnummer", sagte Kovac: "Andere können an ihm wachsen, das kann auch die Gegner hemmen." Kurz vor Schluss unterlief Guirassy (90.+3) noch ein Eigentor.

Seine erste Chance bereitete Guirassy mit einem Pass auf Maximilian Beier selbst vor. Er stürmte nach vorne, verpasste die Hereingabe seines Mitspielers aber am Fünfmeterraum trotz höchster Körperstreckung (9.). Diesmal nur 77.000 Zuschauer schluckten ihren Torschrei wieder herunter - minus die exakt 39 Auswärtsfans.

Villarreal ist in Spanien siegloser Tabellen-17. und verhielt sich entsprechend defensiv. Dadurch wurde an der personell geschwächten BVB-Abwehrkette selten gerüttelt, zugleich hatten die Gastgeber Probleme, sich Chancen herauszuspielen. Für Karetsas kam Ethan Nwaneri, sein Schuss im Strafraum wurde geblockt (44.).

Beier leitete das Führungstor ein, von Renato Veiga prallte der Ball ins Tor (53.). Eine Minute zuvor hatte Villarreals Pape Gueye den Ball an den Pfosten abgefälscht. Der Ausgleich gelang Santiago Mouriño (66.), ehe Guirassy insgesamt dreimal traf.

Die dicken Brocken wie Inter Mailand und der FC Arsenal kommen für den BVB erst noch. Weiter geht es aber am 14. Oktober bei den Norwegern von FK Bodö/Glimt - dann hoffentlich ohne größere Sorgen.

F.Dodaro--PV

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