Pallade Veneta - Starker Auftakt in Peking: Zverev überrascht sich selbst

Starker Auftakt in Peking: Zverev überrascht sich selbst


Starker Auftakt in Peking: Zverev überrascht sich selbst
Starker Auftakt in Peking: Zverev überrascht sich selbst / Foto: ANGELA WEISS - SID

Alexander Zverev ließ sich ausgiebig feiern, verschenkte seine Handtücher an einige kreischende Fans und ging dann zufrieden zum Interview. "Ich bin wirklich überrascht und glücklich, wie ich heute gespielt habe", sagte der Weltranglistenzweite nach seinem erfolgreichen Auftakt in Peking: "Ich bin erst vor zwei Tagen aus Europa angekommen und da liegen doch einige Zeitzonen dazwischen."

Textgröße ändern:

Der French-Open- und US-Open-Sieger setzte sich am Donnerstag mit 7:6 (7:1), 6:4 gegen den Briten Cameron Norrie durch und brachte bei dem letztlich souveränen Erfolg seine Qualitäten als "Lefty-Experte" voll ein.

Zverev hat seit den French Open 2023 eine Bilanz von 47:1 gegen Linkshänder, seine einzige Niederlage erlitt er vergangenes Jahr in der zweiten Runde von Acapulco gegen den US-Amerikaner Learner Tien. Gegen Norrie hat er zudem eine makellose Bilanz von 9:0.

Noch viel wichtiger ist dieser Tage für Zverev, der nun auf Shang Juncheng (China) oder Sebastián Baez (Argentinien) trifft, aber der Blick auf die Weltrangliste. Dem deutschen Topspieler fehlten vor dem Turnierbeginn in der chinesischen Hauptstadt noch 1370 Punkte auf den Weltranglistenersten Jannik Sinner. Der Südtiroler konnte zudem zu seiner Titelverteidigung in Peking aufgrund von anhaltenden Knieproblemen nicht antreten und muss befürchten, dass sein Vorsprung weiter schmilzt.

"Ich denke, das ist ein Ziel für jeden", sagte Zverev bei seiner Pressekonferenz vor dem Turnier in Peking: "Ich glaube, zu Beginn der Saison haben alle erwartet, dass sich dieser Kampf zwischen Carlos und Jannik abspielen würde, daher freue ich mich sehr, dass ich nun Teil dieser Diskussion bin." Sein Vorsprung auf Carlos Alcaraz ist aktuell komfortabel, sein Rückstand zu Sinner nicht mehr so erheblich.

Entsprechend realistisch ist die Chance des Hamburgers auf den Sprung an die Spitze, zumal Sinner in den verbleibenden Saisonmonaten viele Punkte verteidigen muss. Aktuell ist noch nicht klar, ob der fünfmalige Grand-Slam-Sieger Sinner beim Masters in Shanghai (ab 7. Oktober) sein Comeback feiern wird. Zverev zeigt sich dagegen weiter in konstanter Form.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Leclerc gewinnt zweites Training - Mercedes unauffällig

Die Formel 1 geht ohne klaren Favoriten in das Rennwochenende in Malaysia - Kimi Antonelli scheint im runderneuerten Mercedes allerdings noch nach seinem Tempo zu suchen. Der junge WM-Spitzenreiter hatte in den freien Trainings am Freitag nichts mit den Spitzenpositionen zu tun, fuhr auf die Plätze fünf und acht. Charles Leclerc im Ferrari drehte in der zweiten Session in 1:37,528 Minuten die schnellste Runde, im ersten Training war Max Verstappen (1:37,520) noch etwas schneller unterwegs gewesen und hielt damit die Tagesbestzeit.

"Maßnahmen ergreifen": Auch die FA prüft den City-Skandal

Nach dem Schuldspruch im Finanzskandal um Manchester City durch die Premier League schaltet sich nun auch der englische Fußball-Verband FA in den Fall ein. "Die Entscheidung der unabhängigen Kommission hat erhebliche Auswirkungen auf die Integrität des Spiels", erklärte die FA in einer Stellungnahme am Freitag: "Wir prüfen die Entscheidung und ihre Folgen derzeit sorgfältig und werden gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen."

Eishockey: Reindl neuer IIHF-Präsident

Franz Reindl hat es im zweiten Anlauf geschafft und ist neuer Präsident des Eishockey-Weltverbandes IIHF. Der 71-Jährige, 2021 bei der Wahl gescheitert, erhielt am Freitag beim Kongress auf Teneriffa die meisten Stimmen. Reindl setzte sich gegen ursprünglich acht andere Kandidaten durch, er ist der erst zweite deutsche IIHF-Präsident nach Günther Sabetzki (1975 bis 1994).

Mehr als zehn Millionen sehen ersten Klopp-Sieg

Auch der erste Erfolg unter neuer Führung wird ein Quotenhit: Beim Premierensieg von Bundestrainer Jürgen Klopp hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft dem ZDF eine starke Einschaltquote beschert. Den 2:0-Sieg über Serbien verfolgten am Donnerstagabend im Schnitt 10,79 Millionen Menschen und damit nur etwas weniger als die Niederlage vier Tage zuvor gegen Griechenland (10,97 Millionen/ARD).

Textgröße ändern: