Pallade Veneta - Verstappens Erlösung im Chaos von Malaysia - Antonelli stark

Verstappens Erlösung im Chaos von Malaysia - Antonelli stark


Verstappens Erlösung im Chaos von Malaysia - Antonelli stark
Verstappens Erlösung im Chaos von Malaysia - Antonelli stark / Foto: Lillian SUWANRUMPHA - SID

Prasselnder Regen, streikende Autos, verspäteter Start - und am Ende die Erlösung für Max Verstappen: Die Formel 1 hat eine chaotische Rückkehr nach Malaysia erlebt, Red-Bull-Star Verstappen fuhr dabei allen davon und feierte endlich seinen ersten Sieg des Jahres. Dahinter erlebte George Russell den nächsten brutalen und wohl entscheidenden Rückschlag im Mercedes-Duell mit Kimi Antonelli um den Titel.

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Der Engländer war ohnehin langsamer als sein junger Teamkollege, lag kurz vor Schluss auf Rang drei hinter Verstappen und dem Italiener - dann rollte er mit einem Antriebsproblem aus. Der Vorsprung von WM-Spitzenreiter Antonelli auf Russell wuchs auf 84 Punkte, noch eine Woche zuvor hatte Russell durch einen souveränen Sieg in Baku neue Hoffnung geschöpft. Weiter geht es schon am kommenden Sonntag in Singapur.

Ein weiterer Hauptdarsteller dieses wilden Tages war Lewis Hamilton. Der Rekordweltmeister fuhr als Dritter noch aufs Podest, obwohl Ferrari in den Wirren vor dem Rennen eine völlig falsche Entscheidung bei der Reifenwahl traf. Hamilton lag mitunter mehr als eine Minute hinter der Spitze, kam aber zurück. Nico Hülkenberg im Audi verpasste als Elfter knapp die Punkteränge.

Der Grand Prix in Malaysia, Ersatz für das im Frühjahr wegen des Irankrieges abgesagte Rennen in Bahrain, brachte nicht nur wegen Verstappens Sieg ein Novum in diesem Formel-1-Jahr: Noch keine einzige Session, weder Training noch Rennen, hatte 2026 auf nasser, rutschiger Strecke stattgefunden. Ein solches Szenario wurde mit Interesse erwartet, weil die Leistung in den neuen Motoren mit dem hohen Elektroanteil noch schwieriger zu dosieren ist.

Für Malaysia hatte die Regenwahrscheinlichkeit nun über das ganze Rennwochenende als hoch gegolten, es blieb aber stets trocken - erst 40 Minuten vor dem geplanten Start prasselte es dann plötzlich auf die Strecke, Blitz und Donner kamen dazu. Es folgten 100 Minuten Wartezeit, gefüllt mit einigen merkwürdigen Wendungen.

Der Regen ließ irgendwann nach, Streckenposten entfernten stehendes Wasser aus den Kurven. In den neuen Antrieben wurde die Batterieleistung gedrosselt, um Probleme mit durchdrehenden Reifen zu vermeiden, das wiederum führte allerdings zu neuen Schwierigkeiten: Auf der Formationsrunde funktionierten die Power Units bei zahlreichen Piloten nicht richtig, Verstappen etwa schlich um die Strecke, andere Autos blieben gar stehen.

Das Startprozedere wurde abgebrochen, weitere Zeit verging, und bis zum nächsten Versuch trocknete die Strecke weiter ab. Das stellte die Teams vor die schwierige Entscheidung, ob Trockenreifen bereits die richtige Wahl waren - 8 der 22 Piloten, darunter Hamilton, beantworteten das mit ja und bezahlten dafür teuer.

Sie alle fielen am Start schon weit zurück und waren in den folgenden Runden deutlich langsamer als die Konkurrenz auf den Intermediates. Auf solchen legten auch Verstappen und die beiden Mercedes-Piloten los, und die Silberpfeile schossen gleich an die Spitze, Antonelli führte vor Russell und Verstappen.

Erst langsam trocknete die Strecke in der Folge ab, nach neun Runden glichen sich die Zeiten der Autos auf Slicks denen der Autos auf Intermediates an - da hatte aber etwa Hamilton bereits rund 1:20 Minuten auf die Spitze verloren.

Anschließend provozierte ein Unfall von Valtteri Bottas (Cadillac) ein Safety Car, das ganze Feld wechselte nun auf Slicks. Und beim Restart ließ Verstappen mit einem starken Manöver über mehrere Kurven Antonelli hinter sich, auch Russell ging wenig später am Italiener vorbei.

Anschließend war Verstappen der deutlich Schnellste, dahinter war auch Antonelli besser unterwegs als Russell und ging wieder vorbei. Das Trio zog sich auseinander und fuhr dem Feld davon, ähnlich schnell war nur Hamilton, der eine beachtliche Aufholjagd hinlegte.

Eine späte Safety-Car-Phase un der folgende Restart brachte noch einmal ein enges Finale, Russell war der große Verlierer, Hamilton der Gewinner dieser Phase.

A.Fallone--PV

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