Pallade Veneta - Kunstrasen-Problem? Für die Bayern "alles egal"

Kunstrasen-Problem? Für die Bayern "alles egal"


Kunstrasen-Problem? Für die Bayern "alles egal"
Kunstrasen-Problem? Für die Bayern "alles egal" / Foto: MARIUS SIMENSEN - picture-alliance/BILDBYRÅN/SID

Der Mittelfeldchef klagte über Rückenprobleme, der Manager sprach von "Wahnsinn" und der Trainer von einer "Unverschämtheit": Die Kunstrasen-Premiere in der Champions League brachte den FC Bayern auf die Palme. 20 Jahre nach dem 2:2 bei Spartak Moskau muss der deutsche Fußball-Rekordmeister zurück auf den ungewohnten Untergrund, doch von Ärger ist vor dem Gastspiel bei Königsklassen-Neuling Viking Stavanger nichts zu spüren.

Textgröße ändern:

"Ob Wind, Regen oder Sonne, egal ob in Amerika in Carolina bei 45 Grad oder in Viking bei minus 5 Grad auf Kunstrasen, es ist für mich alles egal. Ich möchte gerne, dass wir überall Bayern sind", sagte Trainer Vincent Kompany mit Nachdruck. "Wir wollen gegen Stavanger gewinnen, Punkt", sekundierte Sportvorstand Max Eberl. Und Mittelfeldchef Joshua Kimmich geht "davon aus", dass die Bayern auch auf Kunstrasen "sehr guten Fußball spielen" werden.

Ungewohnt ist das Duell am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) dennoch. "Ich habe in 20 Jahren Karriere nie auf Kunstrasen gespielt", sagte Kompany. Deshalb reisen die Bayern früher an und verlegen das Abschlusstraining, das sie in der Regel an der heimischen Säbener Straße absolvieren, nach Stavanger. Die Spieler sollten "ein Gefühl bekommen" dafür, welche Schuhe sie tragen müssten, sagte Kompany. Alles andere, betonte Eberl, "wäre fahrlässig".

Ihre Spielweise, betonte Harry Kane, werden die Bayern deshalb aber nicht verändern. Zuletzt, bekannte der Stürmerstar, habe er 2017 mit England in Litauen auf Kunstrasen gespielt. "Man muss sich kurz an den Belag gewöhnen; er geht etwas stärker auf Knie und Knöchel. Mit den richtigen Schuhen sollte das aber kein großes Problem sein. Gut, dass wir im Herbst und nicht im Winter dort spielen, sonst wäre der Unterschied größer."

Auch Kimmich erwartet keine Probleme. "Ich glaube, dass sich die Kunstrasenplätze in den letzten Jahren entwickelt haben, die sind nicht mehr so wie bei mir in der Jugend. Zumindest hoffe ich das. Ich lasse mich überraschen."

Eine böse Überraschung erlebten die Bayern im November 2006 auf dem Kunstrasen im Moskauer Luschniki-Stadion, auch wenn Doppelpacker Claudio Pizarro ein Remis sicherte. Mark van Bommel hatte danach Rücken, Uli Hoeneß polterte gegen die UEFA und Felix Magath schimpfte: "Es ist eine Unverschämtheit, dass der Verband einen solchen Belag auf diesem Niveau erlaubt."

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Pressestimmen zur Verleihung des Ballon d'Or

Harry Kane hat sein großes Ziel erreicht - nach einer grandiosen Saison wird dem Stürmer von Bayern München in London der Ballon d'Or verliehen. Die internationale Presse würdigt die außergewöhnliche Leistung des englischen Nationalstürmers:

Kane: Ohne den FC Bayern "nicht möglich"

Harry Kane hat überwältigt auf die Auszeichnung mit dem Ballon d'Or reagiert - und vor allen dem FC Bayern gedankt. "Wow, wow, wow", sagte der Starstürmer der Münchner bei der Ehrung in der britischen Hauptstadt. Er sei "fast sprachlos. Hier in London zu sein, macht das Ganze noch besonderer." Vor allem als Kane über seine Familie und Freunde sowie seine Anfangszeit bei Tottenham Hotspur sprach, war er den Tränen nahe.

Ballon d'Or: Bayern-Superstar Kane triumphiert

Bayern Münchens Superstar Harry Kane ist am Ziel seiner Träume: Der 33 Jahre alte Torjäger wurde am Montagabend im Palladium Theatre in London mit dem begehrten Ballon d'Or ausgezeichnet. Der Torjäger stach bei der prestigeträchtigen Wahl zum Weltfußballer unter anderem WM-Rekordtorschütze Kylian Mbappé, Weltmeister Lamine Yamal oder Lionel Messi aus. Kane wurde zudem als Stürmer des Jahres mit der Gerd-Müller-Trophäe ausgezeichnet.

Barca dominiert Gala - auch de la Fuente und Putellas geehrt

Spanische Dominanz beim Ballon d'Or: Fast alle wichtigen Auszeichnungen bei der prestigeträchtigen Ehrung sind in diesem Jahr in das Land des Weltmeisters gegangen. Nationalcoach Luis de la Fuente (65) wurde am Montag in London als Trainer des Jahres ausgezeichnet, er tritt die Nachfolge seines Landsmanns Luis Enrique (Paris Saint-Germain) an. Alexia Putellas sicherte sich zum dritten Mal nach 2021 und 2022 den Ballon d'Or. Bis Sommer hatte sie in Barcelona gespielt, inzwischen steht sie bei den London City Lionesses unter Vertrag.

Textgröße ändern: