Pallade Veneta - Zverev unterliegt de Minaur: Traumfinale gegen Alcaraz geplatzt

Zverev unterliegt de Minaur: Traumfinale gegen Alcaraz geplatzt


Zverev unterliegt de Minaur: Traumfinale gegen Alcaraz geplatzt
Zverev unterliegt de Minaur: Traumfinale gegen Alcaraz geplatzt / Foto: JOE KLAMAR - SID

Ein fahriger Alexander Zverev hat das Traumfinale beim ATP-Turnier in Wien platzen lassen. Der neue Weltranglistenerste unterlag am Samstag in einem ganz engen Match dem Australier Alex de Minaur 4:6, 6:1, 6:7 (4:7) und verpasste damit das erhoffte Endspiel gegen seinen Vor-Vorgänger Carlos Alcaraz. Der Spanier hatte zuvor sein Halbfinale 6:4, 7:6 (7:2) gegen Daniil Medwedew gewonnen.

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Nach 2:33 Stunden musste der phasenweise ungewohnt ungenau und wackelig spielende Zverev seinem Gegner gratulieren. Vor allem 31 unerzwungene Fehler kosteten ihn die Chance auf seinen nach 2021 zweiten Wien-Titel. 2025 hatte Zverev das Finale knapp gegen Jannik Sinner verloren.

Damit fällt auch die erhoffte Revanche nach gut zehn Monaten für das dramatische Halbfinale der Australian Open vorerst aus. Im Januar hatte sich Alcaraz in einem Fünf-Satz-Krimi in Melbourne gegen Zverev durchgesetzt. Das 13. direkte Duell (Bilanz: 7:6 für Alcaraz) war das bislang letzte der beiden Topspieler, da der Spanier wenige Wochen später lange verletzt ausfiel.

Alcaraz (23) hatte die Weltrangliste mit fünf Unterbrechungen 66 Wochen lang angeführt. Zuletzt hatte er Platz eins im April während seiner Verletzungspause an Jannik Sinner verloren. Zverev hatte mit seinem Viertelfinal-Einzug in Wien sichergestellt, dass er den derzeit verletzten Südtiroler am Montag als Nummer eins ablösen und damit erstmals das ATP-Ranking anführen wird.

Einen Tag nach seinem dominanten Auftritt im Viertelfinale gegen den überforderten Briten Arthur Fery (6:0, 6:2) hatte es Zverev gegen den zähen de Minaur, Nummer zehn der Weltrangliste, deutlich schwerer. Gewarnt war der Favorit immerhin: In zuvor 13. Duellen hatte der Australier den Deutschen immerhin viermal bezwungen.

Zverev hatte vor allem zu Beginn deutliche Probleme mit seinem Aufschlag, gestattete seinem Gegner im ersten Satz acht Breakchancen. De Minaur nutzte eine davon zum 3:2 und sicherte sich nach 50 Minuten den Satzvorsprung. Dies wirkte aber wie ein Wecker: Im zweiten Satz spielte Zverev auf einmal ohne Schwäche, gewann fünf Spiele in Serie. Der immens fitte de Minaur war im Entscheidungssatz aber wieder voll da und machte seinen fünften Sieg gegen Zverev perfekt.

L.Bufalini--PV

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