Pallade Veneta - Gladbach nach turbulentem Derbysieg schon Sechster

Gladbach nach turbulentem Derbysieg schon Sechster


Gladbach nach turbulentem Derbysieg schon Sechster
Gladbach nach turbulentem Derbysieg schon Sechster / Foto: © FIRO/SID

Sieben Tore, zwei Elfmeter, ein Platzverweis: Borussia Mönchengladbach hat in einem rassigen Derby seine schwarze Serie gegen den Nachbarn 1. FC Köln beendet. Das Team von Trainer Daniel Farke bezwang den Erzrivalen verdient mit 5:2 (2:1) und erlöste die eigenen Fans - zuletzt hatte der FC drei Derbys in Folge gewonnen.

Textgröße ändern:

Tor-Debütant Marvin Friedrich (27.), Ramy Bensebaini per Foulelfmeter (45.+2) und Flachschuss (76.) sowie Kapitän Lars Stindl (47.) und Marcus Thuram (90.+1) sorgten vor 54.042 Zuschauern für den höchsten Gladbacher Derbysieg seit 2011, in der Tabelle zog die Farke-Elf an Köln vorbei auf Rang sechs. Florian Kainz glich ebenfalls per Foulelfmeter (31.) zwischenzeitlich aus, leitete mit seiner Gelb-Roten Karte vor dem 1:2 aber auch die Niederlage ein. Denis Huseinbasic (83.) gelang immerhin noch der zweite Kölner Treffer.

"Mit heißem Herzen, aber kühlem Kopf" solle die Borussia den bissigen Kölnern begegnen, hatte Farke vor dem Anstoß gefordert. Das 95. Bundesliga-Duell der rheinischen Rivalen war dennoch von Beginn an eine hitzige Angelegenheit, die mehr von Zweikämpfen und Diskussionen mit dem Schiedsrichter geprägt war als von spielerischem Glanz.

Zunächst besser im Spiel war indes die Fohlenelf, Thuram hatte nach einem schönen Dribbling aus spitzem Winkel die erste gute Chance (10.). Während Farke gegenüber der 1:5-Pleite in Bremen keinerlei Veränderungen vornahm, setzte Baumgart nach der erfolglosen Rotation gegen Belgrad (0:1) wieder auf seine beste Elf.

Anders als im April, als es nach 34 Minuten schon 0:3 gestanden hatte, war die Borussia in den Zweikämpfen präsent - und wurde belohnt: Nach einer Ecke von Nationalspieler Jonas Hofmann köpfte Friedrich sein erstes Tor im Borussia-Trikot. Die Freude währte indes nur kurz, nach Ansicht der Videobilder entschied Schiedsrichter Sven Jablonski auf Elfmeter für Köln. Der zuvor von Hofmann gefoulte Kainz verwandelte sicher.

Jablonski stand auch kurz vor der Pause im Mittelpunkt. Erneut gerieten Kainz und Hofmann aneinander, diesmal jedoch im anderen Strafraum und mit dem Gladbacher als Opfer. Der schon verwarnte Kainz flog vom Platz, Bensebaini verlud Schlussmann Marvin Schwäbe vom Punkt gekonnt.

Jegliche Kölner Ambitionen erhielten nach Wiederanpfiff einen schnellen Dämpfer: Ondrej Duda vertändelte den Ball gegen Julian Weigl, Stindl traf aus 20 Metern wuchtig ins Eck. Danach spielte fast nur noch die Borussia. Allein Thuram (53./57./60.) hätte das Ergebnis in die Höhe schrauben müssen, Bensebaini schnürte noch den Doppelpack.

Rund um das Stadion blieb es zumindest vor dem Spiel weitgehend ruhig. Die Stadt Mönchengladbach hatte erneut ein Glas-, Flaschen- und Dosenverbot angeordnet. Auch auf den Rängen blieb es während der Begegnung friedlich, auch wenn das Zeigen einer 2018 geklauten Kölner Ultras-Fahne in der Gladbacher Kurve kurz die Gemüter erhitzte.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Neunter Sieg: Hertha gewinnt Spitzenspiel in Kaiserslautern

Die Überflieger von Hertha BSC bleiben in der 2. Fußball-Bundesliga das Maß aller Dinge. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl gewann am Samstag das Spitzenspiel beim Tabellendritten 1. FC Kaiserslautern deutlich mit 3:0 (1:0) und festigte ihre Tabellenführung. Für die weiterhin ungeschlagenen Berliner war es der neunte Erfolg im zehnten Spiel.

Starker Reese: Wolfsburg untermauert Aufstiegsambitionen

Angeführt von Fabian Reese hat der VfL Wolfsburg seine Aufstiegsambitionen in der 2. Fußball-Bundesliga untermauert. Die Mannschaft von Trainer Tobias Strobl besiegte nach einem Tor und einer Vorlage von Reese den VfL Osnabrück 2:0 (1:0) und kletterte zumindest bis zum Sonntag auf Platz zwei. Aufsteiger Osnabrück liegt weiter im Tabellenmittelfeld.

Offiziell: Chatzialexiou wird Eintracht-Sportvorstand

Der Wechsel von Joti Chatzialexiou zum Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt als Nachfolger von Sportvorstand Markus Krösche ist perfekt. Der 50-Jährige kommt zum 1. Februar 2027 vom 1. FC Nürnberg nach Frankfurt und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2030, wie die Eintracht am Samstagmittag mitteilte.

Medien: Chatzialexiou wird Eintracht-Sportvorstand

Der Wechsel von Joti Chatzialexiou zum Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt als Nachfolger von Sportvorstand Markus Krösche ist offenbar bereits beschlossene Sache. Wie der kicker und Bild berichten, wird der 50-Jährige den 1. FC Nürnberg in Richtung Main verlassen. Dort soll Chatzialexiou laut kicker am 1. Februar 2027 seine Arbeit aufnehmen.

Textgröße ändern: