Pallade Veneta - Emir sieht WM-Kritik an Katar als "beispiellose Kampagne"

Emir sieht WM-Kritik an Katar als "beispiellose Kampagne"


Emir sieht WM-Kritik an Katar als "beispiellose Kampagne"
Emir sieht WM-Kritik an Katar als "beispiellose Kampagne" / Foto: VYACHESLAV PROKOFYEV - SID

Der Emir von Katar hat die anhaltende Kritik am Gastgeber der bevorstehenden Fußball-WM (20. November bis 18. Dezember) als "beispiellose Kampagne" inklusive "Erfundenem und Doppelmoral" gegeißelt. Bei einer Fernsehansprache beklagte Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani, dass noch kein Endrunden-Ausrichter derart heftig angegangen worden sei.

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"Wir haben Teile der Kritik zunächst in gutem Glauben sogar als positiv und nützlich erachtet, um Aspekte bei uns zu entwickeln, die entwickelt werden müssen", sagte der Emir: "Aber uns wurde bald klar, dass die Kampagne weitergeht, sich ausdehnt, Erfundenes und Doppelmoral einschließt - bis sie einen Grad an Heftigkeit erreichte, die leider viele Fragen über die wahren Gründe und Motive hinter dieser Kampagne aufwirft."

Die Vergabe der WM nach Katar wird seit Jahren kritisiert. Zunächst ging es um die Schmiergelder, die bei dem Votum im Jahr 2010 geflossen sein sollen. Danach ging es um den Umweltaspekt, da die Endrunde aufgrund des Klimas in den Winter verlegt werden musste. In den vergangenen Jahren standen die Menschenrechtslage, die Situation der Gastarbeiter und die Bedingungen für LGBT-Personen im Mittelpunkt.

Katar hat rund 150 Milliarden Euro in das Turnier investiert. Der Weltverband FIFA erwartet von der ersten Endrunde in einem arabischen Land einen Gewinn in Höhe von rund 6,5 Milliarden Euro. Der umstrittene FIFA-Präsident Gianni Infantino prophezeite "die beste WM aller Zeiten".

Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sieht die Endrunden-Austragung kritisch. Am Montag wird DFB-Präsident Bernd Neuendorf gemeinsam mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) nach Katar reisen, um sich ein Bild über die Lage zu machen.

F.M.Ferrentino--PV

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