Pallade Veneta - Bale trifft gegen die USA und rettet Wales das WM-Comeback

Bale trifft gegen die USA und rettet Wales das WM-Comeback


Bale trifft gegen die USA und rettet Wales das WM-Comeback
Bale trifft gegen die USA und rettet Wales das WM-Comeback / Foto: ANNE-CHRISTINE POUJOULAT - SID

Gareth Bale hat den großen US-Träumen einen empfindlichen Dämpfer verpasst. Der Wahlamerikaner traf beim WM-Comeback der Waliser nach 64 Jahren per Foulelfmeter (82.) zum 1:1 (0:1) gegen die Amerikaner. Das Unentschieden trübt bereits die aufkommende Soccer-Begeisterung in den Staaten, dabei hatte die junge Elf von Trainer Gregg Berhalter stark begonnen.

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Timothy Weah (36.) brachte die USA in Führung und damit einen großen Namen auf die Anzeigetafel: Vater des Torschützen ist die einstige Fußball-Ikone George Weah, seit 2018 Staatspräsident in Liberia. Doch Bale schlug mit seinem 41. Tor für Wales zurück.

Für sein neues Team, Los Angeles FC, stand Bale in der Major League Soccer (MLS) seit Juli nur zwei Mal von Beginn an auf dem Platz, kein einziges Mal reichte es für 90 Minuten beim Meister.

Die USA, Gastgeber der nächsten WM, und Wales liegen in Gruppe B nun gleichauf hinter England, das zum Auftakt den Iran abgefertigt hatte (6:2). Schon zuvor galt Wales als großer Konkurrent um Platz zwei in dieser Gruppe - im Spiel stellten die Briten das erst in der zweiten Hälfte unter Beweis.

In den Tagen zuvor hatten die Amerikaner den Spannungsbogen sorgfältig aufgebaut, das Selbstvertrauen schien groß - die Fallhöhe war es damit aber auch. Man wolle "die Sicht der Welt auf den amerikanischen Fußball verändern", hatte Pulisic gesagt, Berhalter betonte, "dass wir an unserem besten Tag jede Mannschaft der Welt schlagen können".

Und kurz vor dem großen Spiel sprach dann auch noch Joe Biden zur Mannschaft. "Ich weiß, ihr habt einige der besten Spieler der Welt in euren Reihen", sagte der US-Präsident am Telefon, "geht raus und schockt sie alle."

Derart beschwingt legte das Team vor 43.418 Zuschauern tatsächlich los wie ein Favorit, drückte Wales tief in die eigene Hälfte und hatte früh die Doppelchance zur Führung. Zunächst prüfte der Waliser Joe Rodon den eigenen Torhüter, wenige Sekunden später klatschte ein Kopfball des Ex-Bremers Josh Sargent an den Außenpfosten.

Überhaupt brachten die Amerikaner viel Bundesliga-Erfahrung auf den Platz. Neben Pulisic und Sargent standen auch die einstigen Deutschland-Profis Weston McKennie (Schalke) und Tyler Adams (Leipzig) in der Startelf. Berhalters Team behielt die Spielkontrolle, und nach gut einer halben Stunde brach dann Weah durch, Pulisic hatte ihn stark eingesetzt.

Wales dagegen leistete sich viel zu viele technische Fehler, die wenigen Konter wurden im Keim erstickt, und im Sturm der Briten erlebte Bale eine einsame erste Hälfte. Der Superstar sah kaum einen Ball und wurde erstmals nach 39 Minuten auffällig - für einen harten Einsatz sah Bale Gelb. In der Schlussphase holte er den Elfmeter heraus und übernahm erfolgreich Verantwortung.

D.Bruno--PV

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