Pallade Veneta - Heil gegen Verbot von ChatGPT in Deutschland

Heil gegen Verbot von ChatGPT in Deutschland


Heil gegen Verbot von ChatGPT in Deutschland
Heil gegen Verbot von ChatGPT in Deutschland / Foto: Lionel BONAVENTURE - AFP

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich gegen ein Verbot des Chatbots ChatGPT in Deutschland ausgesprochen. "Ich halte Verbote für den falschen Weg", sagte Heil dem "Tagesspiegel" vom Samstag. Der SPD-Minister plädierte jedoch für Transparenz bei Künstlicher Intelligenz (KI). Die Menschen müssten wissen, mit welchen Daten diese lernenden Systeme trainiert würden, sagte er. "Das beugt nicht nur Verschwörungstheorien vor, sondern verhindert auch, dass die Systeme ungewünschte Ergebnisse hervorbringen."

Textgröße ändern:

Als Beispiel nannte Heil Künstliche Intelligenz, die bei der Personalauswahl zum Einsatz kommt, um die geeignetsten Kandidaten zu finden. "Wenn die Systeme mit falschen Daten gefüttert werden, wird es problematisch", sagte der Arbeitsminister. Italien hatte am Freitag eine vorübergehend verhängte Sperre für ChatGPT wieder aufgehoben, nachdem das US-Unternehmen OpenAI Auflagen zum Schutz der Benutzer umgesetzt hat.

Mit Blick auf den Arbeitsmarkt ging Heil davon aus, dass ChatGPT und ähnliche Systeme zu großen Umwälzungen führen werden. "Meine Expertinnen und Experten hier im Haus prognostizieren: Ab 2035 wird es keinen Job mehr geben, der nichts mit KI zu tun hat", sagte Heil. Deshalb müsse Deutschland zur Weiterbildungsrepublik werden.

"Es werden einzelne Jobs wegfallen, aber es entstehen auch viele neue", sagte Heil. "Nach allem, was wir wissen und erheben können, wird uns als Gesellschaft auch in Zukunft die Arbeit nicht ausgehen." Es werde aber in vielerlei Hinsicht andere Arbeit sein.

ChatGPT ist ein lernendes System, das mit Hilfe von künstlicher Intelligenz unter anderem Texte erstellen kann, die sich kaum noch von durch Menschen verfassten Schriften unterscheiden. Nutzer können dabei einzelne Befehle oder Sätze vorgeben, die das System dann mithilfe riesiger Datenmengen aus dem Internet eigenständig ergänzt.

C.Grillo--PV

Empfohlen

OMP treibt die weltweit führenden Lieferketten voran: Neun Kunden unter den Gartner Supply Chain Top 25 für 2026

Während globale Marktführer den Fokus von der Krisenbewältigung auf vorausschauendes Handeln verlagern, würdigt OMP die visionären Konzerne, die entscheidungsorientierte Intelligenz im Tempo des Wandels skalieren.

OpenAI-Chef appelliert an G7: Verantwortung für KI nicht den Tech-Firmen überlassen

OpenAI-Chef Sam Altman hat die Staats- und Regierungschefs des G7-Gipfels dazu aufgerufen, die Kontrolle über Künstliche Intelligenz (KI) nicht den Tech-Firmen zu überlassen. "Geben Sie Ihre Verantwortung nicht an KI-Labore wie meines ab", sagte Altman am Mittwoch bei einer Sitzung des Gipfels im französischen Evian. Der Chef des ChatGPT-Entwicklers rief die Regierungen zudem dazu auf, weltweit geltende Standards für die sich rapide entwickelnde Technik zu etablieren.

Von Ukraine bis KI: Teilnehmer des G7-Gipfels werten Treffen mit Trump als Erfolg

Ein kooperativer US-Präsident, eine neue Dynamik mit Blick auf die Ukraine und gemeinsame Beschlüsse zu schwierigen Themen wie der Rohstoffabhängigkeit von China: Der G7-Gipfel im französischen Evian wurde am letzten Tag von den Gipfelteilnehmern einhellig als Erfolg gewertet. Auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) zog am Mittwoch eine durchweg "positive Bilanz", US-Präsident Donald Trump wertete seine Reise als "großen Erfolg".

Merz wertet G7-Gipfel mit Trump als Erfolg - zum Abschluss Beratungen über KI

Ein kooperativer US-Präsident, eine neue Dynamik mit Blick auf die Ukraine und viele informelle Gespräche zwischen den Staats- und Regierungschefs: Der G7-Gipfel im französischen Evian wurde am letzten Tag schon vor dem offiziellen Abschluss von mehreren Gipfelteilnehmern als Erfolg gewertet. Auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) zog am Mittwoch eine durchweg "positive Bilanz".

Textgröße ändern: