Pallade Veneta - OpenAI-Gründer: "Starke Regulierung" von KI könnte Fortschritt blockieren

OpenAI-Gründer: "Starke Regulierung" von KI könnte Fortschritt blockieren


OpenAI-Gründer: "Starke Regulierung" von KI könnte Fortschritt blockieren
OpenAI-Gründer: "Starke Regulierung" von KI könnte Fortschritt blockieren / Foto: JACK GUEZ - AFP

Der Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman, hat sich gegen sofortige "starke Regulierung" von Künstlicher Intelligenz (KI) ausgesprochen. "Ich glaube, es wäre ein Fehler, den Bereich jetzt sofort stark zu regulieren oder zu versuchen, die unglaubliche Innovation auszubremsen", sagte der 38-Jährige am Montag an der Universität Tel Aviv. Eine starke staatliche Regulierung könne die momentan rasante Entwicklung von KI-Technologie behindern.

Textgröße ändern:

Erst Mitte Mai hatte sich Altman im US-Senat für mehr staatliche Regulierung ausgesprochen. Bei seiner Rede in Israel betonte er am Montag jedoch, er habe bei der Anhörung in den USA nicht die Regulierung der "heutigen Systeme", sondern eine langfristige institutionelle Aufsicht gemeint.

Altman sagte ferner, es gebe das Risiko einer "Superintelligenz, die nicht wirklich gut ausgerichtet ist". Dies sei "etwas, mit dem wir uns möglicherweise im nächsten Jahrzehnt auseinandersetzen müssen". Für die entsprechenden Institutionen weltweit sei das kein langer Zeitraum, um sich darauf einzustellen. Bei einem Treffen mit dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog betonte Altman, es müsse ein Weg gefunden werden, wie "wir diese sehr enormen Risiken eindämmen können".

Der OpenAI-Gründer wiederholte seinen Vorschlag, eine "globale Organisation" zur Kontrolle der Sicherheit von KI zu gründen. Ein ähnliches Modell existiere mit der Internationalen Atomenergiebehörde bereits, welche die nukleare Sicherheit auf der Welt überwache.

Altman gehörte zu einer Reihe Experten, die Ende Mai vor dem "Risiko einer Auslöschung" durch KI warnten. In der kurzen Erklärung hieß es, die Bewältigung der von KI ausgehenden Risiken solle "neben anderen gesellschaftlichen Risiken wie Pandemien und einem Atomkrieg eine globale Priorität" sein.

OpenAI hatte seinen Chatbot ChatGPT, der auf Nutzeranfragen in Sekundenschnelle komplexe Inhalte generieren kann, im November für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das beschleunigte den Wettlauf in der IT-Branche um generative KI-Systeme.

Die Reaktionen in der Öffentlichkeit schwanken zwischen Begeisterung und großen Befürchtungen. So warnen Experten, Künstliche Intelligenz könnte zur Verbreitung von Falschinformationen missbraucht werden und in großem Umfang Arbeitsplätze vernichten.

A.Fallone--PV

Empfohlen

OMP treibt die weltweit führenden Lieferketten voran: Neun Kunden unter den Gartner Supply Chain Top 25 für 2026

Während globale Marktführer den Fokus von der Krisenbewältigung auf vorausschauendes Handeln verlagern, würdigt OMP die visionären Konzerne, die entscheidungsorientierte Intelligenz im Tempo des Wandels skalieren.

OpenAI-Chef appelliert an G7: Verantwortung für KI nicht den Tech-Firmen überlassen

OpenAI-Chef Sam Altman hat die Staats- und Regierungschefs des G7-Gipfels dazu aufgerufen, die Kontrolle über Künstliche Intelligenz (KI) nicht den Tech-Firmen zu überlassen. "Geben Sie Ihre Verantwortung nicht an KI-Labore wie meines ab", sagte Altman am Mittwoch bei einer Sitzung des Gipfels im französischen Evian. Der Chef des ChatGPT-Entwicklers rief die Regierungen zudem dazu auf, weltweit geltende Standards für die sich rapide entwickelnde Technik zu etablieren.

Von Ukraine bis KI: Teilnehmer des G7-Gipfels werten Treffen mit Trump als Erfolg

Ein kooperativer US-Präsident, eine neue Dynamik mit Blick auf die Ukraine und gemeinsame Beschlüsse zu schwierigen Themen wie der Rohstoffabhängigkeit von China: Der G7-Gipfel im französischen Evian wurde am letzten Tag von den Gipfelteilnehmern einhellig als Erfolg gewertet. Auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) zog am Mittwoch eine durchweg "positive Bilanz", US-Präsident Donald Trump wertete seine Reise als "großen Erfolg".

Merz wertet G7-Gipfel mit Trump als Erfolg - zum Abschluss Beratungen über KI

Ein kooperativer US-Präsident, eine neue Dynamik mit Blick auf die Ukraine und viele informelle Gespräche zwischen den Staats- und Regierungschefs: Der G7-Gipfel im französischen Evian wurde am letzten Tag schon vor dem offiziellen Abschluss von mehreren Gipfelteilnehmern als Erfolg gewertet. Auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) zog am Mittwoch eine durchweg "positive Bilanz".

Textgröße ändern: