Pallade Veneta - Bundesverwaltungsgericht: Keine Entschädigung für Sport-Doping in der DDR

Bundesverwaltungsgericht: Keine Entschädigung für Sport-Doping in der DDR


Bundesverwaltungsgericht: Keine Entschädigung für Sport-Doping in der DDR
Bundesverwaltungsgericht: Keine Entschädigung für Sport-Doping in der DDR / Foto: MICHELE LIMINA - AFP/Archiv

Opfer des Sport-Dopings in der früheren DDR haben einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVG) zufolge keinen Anspruch auf Entschädigung wegen politischer Verfolgung. Eine solche liege ebenso wenig vor wie ein "Willkürakt im Einzelfall", entschied das BVG in Leipzig am Mittwoch. Eine Entschädigung im Wege der verwaltungsrechtlichen Rehabilitierung scheide daher aus. (Az. 8 C 6.23)

Textgröße ändern:

Die heute 69-jährige Klägerin war von 1968 bis 1973 im Jugendalter als Leistungssportlerin im Kanusport aktiv. Ihr wurden dabei Dopingsubstanzen verabreicht, was zu starkem und bis heute anhaltenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen führte. Seit ihrem 43. Lebensjahr ist sie nach Angaben des Gerichts erwerbsunfähig und mit einem Grad der Behinderung von 90 schwerbehindert. 2002 hatte sie deshalb auch eine einmalige Hilfe des Bundes nach dem "Ersten Dopingopfer-Hilfegesetz" erhalten.

Ihren 2021 gestellten Antrag auf Entschädigungsleistungen im Wege der sogenannten verwaltungsrechtlichen Rehabilitierung lehnte das Land Brandenburg ab. Das Gesetz sehe dies nur bei politischer Verfolgung oder "Willkürakten im Einzelfall" vor, betonte es. Beides sei hier nicht gegeben.

Dem ist nun auch das Bundesverwaltungsgericht gefolgt. Zwar sei den staatlichen Stellen der DDR die gesundheitsschädigende Wirkung der Dopingmittel bekannt und deren heimliche Verabreichung daher grob unverhältnismäßig gewesen. "Die Maßnahme diente jedoch nicht der politischen Verfolgung und stellte auch keinen Willkürakt im Einzelfall dar", betonten die Leipziger Richter.

Ein solcher Willkürakt setze die Absicht voraus, die Betroffenen bewusst zu benachteiligen. "An einer solchen gezielten Diskriminierungsmaßnahme fehlt es hier." Auch die späteren Dopingopfer-Hilfegesetze gewährten Hilfen "lediglich aus humanitären und sozialen Gründen". Dem liege die Annahme des Gesetzgebers zugrunde, "dass ein Rechtsanspruch der Opfer staatlichen Dopings nicht besteht".

Es sei aber allein Sache des Gesetzgebers, über Hilfen und Entschädigung für die Opfer staatlichen Dopings in der DDR zu entscheiden, betonte das Bundesverwaltungsgericht abschließend. Die Gerichte könnten und dürften daher den Kreis der Anspruchsberechtigten einer "verwaltungsrechtlichen Rehabilitierung" nicht ausweiten.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Samsung-Mitarbeiter stimmen für Streik im Mai - Auswirkungen auf Chipproduktion möglich

Zehntausende Mitarbeiter des südkoreanischen Technologieriesen Samsung Electronics haben sich für einen Streik im Mai ausgesprochen, der sich auch auf die Chipproduktion des Unternehmens auswirken könnte. Nach Gewerkschaftsangaben vom Mittwoch stimmten bei einer Abstimmung 93,1 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den Ausstand, der den Arbeitnehmerforderungen unter anderem nach höheren Löhnen Nachdruck verleihen soll.

Prince Kohli, CEO von Sauce Labs, sagt, die 1-Billionen-Dollar-Branche für Softwarequalität habe seit 20 Jahren auf dem „falschen Ansatz aufgebaut"

Die Einführung der neuen „Sauce AI for Test Authoring" zielt auf den arbeitsintensivsten Teil der 22 % der IT-Budgets ab, die für die Qualitätssicherung aufgewendet werden, indem sie die Entwicklungsteams dazu bringt, von der Erstellung von Testfällen zur Definition von Geschäftsabsichten überzugehen, die die Plattform autonom in sich selbst verbessernde Testsuiten umwandelt.

Maxon steigt mit neuer Echtzeit-Archviz-Lösung offiziell in den AEC-Markt ein

Redshift for Vectorworks jetzt verfügbar, Autodesk Revit® Beta offen für Anmeldungen und Graphisoft Archicad kommt im Laufe des Jahres 2026. Maxon gibt einen tieferen Einblick in seinen End-to-End-3D-Workflow für Architekten und Designer - für 2026 und darüber hinaus.

Datavault AI kündigt für Donnerstag, den 19. März 2026, eine Telefonkonferenz zur Erörterung der Finanzergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 an

PHILADELPHIA, PA / ACCESS Newswire / 17. März 2026 / Datavault AI Inc. („Datavault AI" oder das „Unternehmen") (NASDAQ:DVLT), ein Anbieter von Technologien für Datenmonetarisierung, Authentifizierung, digitale Interaktion und die Tokenisierung realer Vermögenswerte, gab heute bekannt, dass es seine Finanzergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor Börsenbeginn am Donnerstag, dem 19. März 2026, veröffentlichen wird.

Textgröße ändern: