Pallade Veneta - Zahl erfasster Cyberstraftaten erreicht 2021 neuen Höchstwert

Zahl erfasster Cyberstraftaten erreicht 2021 neuen Höchstwert


Zahl erfasster Cyberstraftaten erreicht 2021 neuen Höchstwert
Zahl erfasster Cyberstraftaten erreicht 2021 neuen Höchstwert / Foto: THOMAS SAMSON - AFP/Archiv

Die Zahl erfasster Cyberstraftaten hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchstwert erreicht. Insgesamt wurden 146.363 Delikte erfasst, wie aus dem am Montag veröffentlichten sogenannten Bundeslagebild Cybercrime des Bundeskriminalamts (BKA) hervorgeht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Strafdaten im Bereich der Internetkriminalität um mehr als zwölf Prozent.

Textgröße ändern:

Diese Entwicklung ist laut BKA Ausdruck der fortschreitenden Verlagerung von Kriminalität in den digitalen Raum. Insbesondere die zunehmende Verzahnung internationaler Lieferketten sowie die weiter beschleunigte Digitalisierung - unter anderem durch die Coronapandemie - schafften dabei eine Vielzahl neuer Tatgelegenheiten.

Betroffen ist von dieser Art von Kriminalität fast jede Branche. Die Täter agieren dabei mit "zunehmender Professionalität und hochgradig arbeitsteilig". Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und dabei eingesetzte hybride Angriffsformen haben laut Lagebild das Potenzial, "als weiterer Katalysator für Cybercrime zu dienen".

Die Aufklärungsquote lag mit 29,3 Prozent weiterhin auf einem "niedrigen Niveau". Dafür sind den Ermittler zufolge unter anderem die verstärkte Anonymisierung im Netz sowie die komplexe Ermittlung von im Ausland befindlichen Tätern verantwortlich. Der Bereich der Internetkriminalität ist zudem weiterhin von einem "überdurchschnittlich großen Dunkelfeld" geprägt, weil Straftaten sehr häufig nicht angezeigt werden.

"Das Bundeslagebild zeigt, dass die Bedrohungslage durch Cybercrime weiterhin sehr hoch ist", sagte BKA-Vizepräsidentin Martina Link bei der Vorstellung des Berichts. Neben den rein monetären Schäden beeinträchtigen Link zufolge sogenannte Ransomware- oder Schadsoftwareangriffe auf unter anderem Unternehmen, kritische Infrastrukturen und die öffentliche Verwaltung die Funktionsfähigkeit des Gemeinwesens.

F.Amato--PV

Empfohlen

Frühere Dombaumeisterin kritisiert geplantes Eintrittsgeld für Kölner Dom

Die ehemalige Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner hat das geplante Eintrittsgeld für den Kölner Dom kritisiert. Solch ein Eintrittsgeld schrecke sicherlich Besucher ab, sagte Schock-Werner am Montag im Deutschlandfunk. Außerdem drohe es, den Charakter des Doms zu verändern. "In dem Moment, wo ich Geld erhebe, ist es mehr wie ein Museum", sagte Schock-Werner. Sie fände es "ganz schwierig", wenn der Dom nur noch von wohlhabenden Menschen besucht werden könne.

Ondas schließt die Übernahme von Rotron Aerospace Ltd. ab und erweitert damit seine Langstrecken-Antriebstechnologien für fortschrittliche unbemannte Systeme im Verteidigungsbereich

Das britische Unternehmen Rotron Aerospace stärkt die System-of-Systems-Architektur von Ondas mit unbemannten Flugzeugplattformen, Flugzeugtriebwerkstechnologien und autonomen Einsatzfähigkeiten mit langer AusdauerErweitert die strategische Präsenz von Ondas innerhalb der Ökosysteme des Vereinigten Königreichs und der NATO und ermöglicht durch tief verwurzelte Beziehungen zum britischen Verteidigungsministerium einen beschleunigten Zugang zu wichtigen ProgrammenSchafft eine industrielle Basis im Vereinigten Königreich für fortschrittliche unbemannte Systeme zur Unterstützung von NATO-Programmen und Initiativen zur Lokalisierung der Verteidigung der Alliierten

Steinmeier und Merz würdigen verstorbenen Philosophen Habermas

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) haben den verstorbenen Philosophen Jürgen Habermas gewürdigt. "Mit Jürgen Habermas verlieren wir einen großen Aufklärer, der die Widersprüche der Moderne durchmessen hat", schrieb Steinmeier am Samstag in einem Kondolenzschreiben an die Tochter und den Sohn des Verstorbenen. "Er hat uns das Ethos des demokratischen Diskurses gelehrt und die Emanzipation des Menschen als unaufgebbares Ziel begründet."

Philosoph Jürgen Habermas mit 96 Jahren gestorben

Der Philosoph Jürgen Habermas ist tot. Der weltbekannte Intellektuelle starb am Samstag im Alter von 96 Jahren in Starnberg, wie eine Sprecherin des Suhrkamp-Verlags der Nachrichtenagentur AFP sagte. Sie berief sich auf Angaben von Habermas' Familie. Habermas galt als wichtigster deutscher Philosoph der Gegenwart und genoss internationale Anerkennung.

Textgröße ändern: