Pallade Veneta - Schadenersatz für teures Wagyu-Fleisch: Gericht weist Klage gegen Tierarzt ab

Schadenersatz für teures Wagyu-Fleisch: Gericht weist Klage gegen Tierarzt ab


Schadenersatz für teures Wagyu-Fleisch: Gericht weist Klage gegen Tierarzt ab
Schadenersatz für teures Wagyu-Fleisch: Gericht weist Klage gegen Tierarzt ab / Foto: MARTIN BUREAU - AFP/Archiv

Tierärztliche Schmerzmittelgaben an ein verletztes Rind im Rahmen einer behandlungsfehlerfreien Versorgung begründen einem Gerichtsurteil aus Hessen zufolge keine Ansprüche auf Schadenersatz gegen den Mediziner wegen des damit verbundenen Verwertungsverbots für das Fleisch. Mit dieser Begründung wies das Oberlandesgericht (OLG) in Frankfurt am Main nach Angaben vom Donnerstag die Klage eines Züchters von teuren sogenanntem Wagyu-Rinder ab. (Az.: 3 U 9/25).

Textgröße ändern:

Geklagt hatte demnach ein Landwirt, der Wagyu-Rinder züchtet. Eine Angestellte des beklagten Tierarztes untersuchte ein Rind und stellte Verletzungen an einem Bein fest. Daraufhin erhielt es Antibiotika und Schmerzmittel. Weil sich der Zustand nicht besserte, wurde das Tier mit Zustimmung des Landwirts allerdings wenige Tage später eingeschläfert.

Vor Gericht forderte er nun wegen angeblicher Behandlungsfehler 40.000 Euro Schadensersatz. Er begründete das damit, dass er das Fleisch bei einer Notschlachtung ohne Betäubung noch gewinnbringend hätte weiterverkaufen können. Selbst unter Berücksichtigung erhöhter Adrenalinwerte sei es für Wurst und Burger noch geeignet gewesen, argumentierte der Kläger dabei.

Das Landgericht Wiesbaden hatte die Klage in erster Instanz abgewiesen. Diese Entscheidung bestätigte das Oberlandesgericht nun. Ein möglicher Behandlungsfehler war nicht kausale Ursache für den Schaden, entschieden die Richter. Der Landwirt stützte seine Klage darauf, dass das Tier bei einer vollständigen Diagnose möglicherweise früher hätte notgeschlachtet werden können.

Zwar hätte das nach Auffassung des OLG passieren können. Durch die Gabe der Schmerzmittel wenige Tage zuvor war das Fleisch demnach allerdings ohnehin nicht mehr verwertbar. Der wirtschaftliche Schaden wäre nur verhindert worden, wenn dem Rind keine Medikamente verabreicht worden wären. Die Gabe von Medikamenten an ein unter Schmerzen leidendes Tier war nach Ansicht des Gerichts kein Behandlungsfehler. Fleisch von mit Medikamenten behandelten Tieren darf generell erst einer Wartezeit für den Verzehr verkauft werden.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Cyberangriff legt digitale Infrastruktur der Universität Leipzig lahm

Der zugrunde liegende Beitrag ordnet das Thema aus einer kommentierenden Perspektive ein. Porträt Digitale Wüste des Tages: Universität Leipzig Von Amelie E.

MicroVision und LAKE FUSION Technologies unterzeichnen eine mehrjährige strategische Partnerschaftsvereinbarung für IRIS(TM)-Lidar-Sensoren

Die Partnerschaft entwickelt sich von ersten Tests hin zum kommerziellen Einsatz und bringt die Langstrecken-Lidar-Technologie von MicroVision in die fortschrittlichen Lösungen von LFT zum Situationsbewusstsein aus der Luft ein

Neue, von TIS gesponserte EuroFinance-Studie rückt das Treasury in den Mittelpunkt der Cybersicherheit

Der EuroFinance Deep Dive-Bericht untersucht die zunehmenden Auswirkungen von Cybervorfällen auf das Treasury-Geschäft und erläutert, warum der Aufbau operativer Resilienz für den Schutz der Cash-Transparenz, des Zahlungsverkehrs und der Liquidität unerlässlich ist.

Loar Holdings Inc. meldet Rekordergebnisse für das dritte Quartal 2026, hebt die Prognose für 2026 an und gibt einen Ausblick für das Gesamtjahr 2027

WHITE PLAINS, NY / ACCESS Newswire / 5. November 2026 / Loar Holdings Inc. (NYSE:LOAR) (das „Unternehmen", „Loar", „wir", „uns" und „unser") meldete Rekordergebnisse für das dritte Quartal 2026 sowie eine Aufwärtskorrektur der Prognosen für 2026 und gibt einen Ausblick für das Gesamtjahr 2027.

Textgröße ändern: