Pallade Veneta - Deutschland und Frankreich fordern einfachere EU-Vorgaben für Künstliche Intelligenz

Deutschland und Frankreich fordern einfachere EU-Vorgaben für Künstliche Intelligenz


Deutschland und Frankreich fordern einfachere EU-Vorgaben für Künstliche Intelligenz
Deutschland und Frankreich fordern einfachere EU-Vorgaben für Künstliche Intelligenz / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Deutschland und Frankreich haben beim Gipfel zur europäischen digitalen Souveränität vereinfachte EU-Vorgaben für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) gefordert. Datenschutz, Sicherheit und Grundrechte von Bürgerinnen und Bürger und das Thematisieren von Risiken der KI stünden zwar "nicht zur Disposition", sagte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) bei einer Pressekonferenz mit seiner französischen Kollegin Anne Le Hénanff. "So wie wir Regulierung bauen, verhindern wir trotzdem Innovation und wir müssen es hinbekommen, beides miteinander besser zu verbinden".

Textgröße ändern:

Damit KI-Produkte in Europa hergestellt würden, sei es "so wichtig, hier mehr Fortschritt zu erlauben, mehr Fortfahrt für Innovation", um Produkte zu bauen "und danach die Regulierung anzuwenden", fuhr Wildberger fort. "Dafür treten wir ein." Zudem hoffe er, dass am Mittwoch auf EU-Ebene bereits "wichtige Schritte" gegangen würden.

Die EU-Kommission will am Mittwoch ihre Pläne für einen Kurswechsel in der Digitalgesetzgebung bekanntgeben. Geplant sind unter anderem Änderungen an der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Auch die Regeln für die Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) sollen auf den Prüfstand. Unternehmen kritisieren, dass die EU Innovation hierzulande zu enge Grenzen setze. Datenschützer schlagen nun hingegen Alarm: Die EU dürfe Unternehmensgewinne nicht über die Privatsphäre der Verbraucherinnen und Verbraucher stellen.

"Das wird aber auch eine Reise sein, die uns weiter begleitet", sagte Wildberger weiter. Die Politik werde "permanent nachschärfen müssen". Wenn es gelinge, "innovativ ganz vorne dabei zu sein und eine Regulierung zu haben, die europäische Werte vertritt, Rechte von unseren Bürgerinnen und Bürgern" schütze und "gleichzeitig Innovation erlaubt", sei das ein Wettbewerbsvorteil.

Auch Le Hénanff unterstrich, dass großer Wert auf den Schutz von Daten und die Grundrechte von Europäerinnen und Europäern gelegt werde. In bestimmten Fällen werde es jedoch "notwendig sein, Vereinfachungen vorzunehmen", um "Innovationen und Entwicklungen" in bahnbrechenden Bereichen wie der KI zu erleichtern. Es sei notwendig, das KI-Gesetz (AI Act) der EU "zu vereinfachen und zeitlich zu verschieben, weil wir noch nicht bereit sind". Paris setzt sich dafür ein, dass bestimmte Vorgaben für KI-Anwendungen ein Jahr später als geplant zur Anwendung kommen.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Warnungen vor KI-Risiken - Anthropic-Chef fordert langsameres Entwicklungstempo

Außer Kontrolle geratene KI, gehackte Frühwarnsysteme, Risiko einer Auslöschung: Angesichts der deutlichen Warnungen vor Gefahren für die Menschheit durch Künstliche Intelligenz (KI) hat der Chef des KI-Unternehmens Anthropic, Dario Amodei, zu einer Drosselung der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz aufgerufen. Unterstützung erhielt er am Wochenende vom Chef des Konkurrenzunternehmens OpenAI, Sam Altman, und dem Techunternehmer Elon Musk. Wegen der Sicherheitsbedenken erteilte Altman einem Börsengang von OpenAI in diesem Jahr eine Absage.

Galaxy Tab S12系列效果圖曝光 Ultra擬配雙鏡頭及瀏海螢幕

Samsung Galaxy Tab S12+與Galaxy Tab S12 Ultra的效果圖近日流出,顯示兩款平板採用金屬機身並支援S Pen。消息預期新機可能於9月發布,正式規格、售價與推出日期仍待Samsung公布。

Altman: OpenAI wird 2026 nicht an die Börse gehen

Wegen der Sicherheitsbedenken hinsichtlich Künstlicher Intelligenz wird das KI-Unternehmen OpenAI nach Angaben seines Chefs Sam Altman in diesem Jahr nicht an die Börse gehen. "Angesichts der aktuellen Entwicklungen rund um das Thema Sicherheit wäre es derzeit wenig ratsam, an die Öffentlichkeit zu gehen, und wir verspüren diesbezüglich keinen Druck", sagte Altman in einem am Samstag (Ortszeit) veröffentlichten Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Fortune".

Anthropic-Chef fordert langsameres Tempo bei KI-Entwicklung - Musk und Altman stimmen zu

Angesichts der Warnungen vor den Risiken einer sogenannten Superintelligenz hat Anthropic-Chef Dario Amodei KI-Unternehmen aufgerufen, die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz zu drosseln. "Wir müssen das Tempo verlangsamen, mit dem wir die Fähigkeiten von KI-Modellen verbessern", schrieb Amodei am Samstag auf seiner persönlichen Website. Unterstützung erhielt er vom Chef des Konkurrenzunternehmens OpenAI, Sam Altman, und dem Techunternehmer Elon Musk.

Textgröße ändern: