Pallade Veneta - Erneute Bebenserie in Sachsen: Stärkste Erdstöße seit mehreren Jahren gemessen

Erneute Bebenserie in Sachsen: Stärkste Erdstöße seit mehreren Jahren gemessen


Erneute Bebenserie in Sachsen: Stärkste Erdstöße seit mehreren Jahren gemessen
Erneute Bebenserie in Sachsen: Stärkste Erdstöße seit mehreren Jahren gemessen / Foto: OZAN KOSE - AFP/Archiv

In Sachsen hat es erneut eine Serie von Erdbeben gegeben. Die Erdstöße im Vogtland im Südwesten des Bundeslands hätten am Donnerstag eine Stärke von mehr als drei auf der Richterskala erreicht und seien "deutlich spürbar" gewesen, teilte das sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Freitag in Dresden mit. Schäden seien aber nicht zu erwarten.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Landesamts wurden nach einer ersten Auswertung fünf Erdbeben bestätigt, von denen das stärkste am Neujahrstag um 18.04 Uhr eine Stärke von 3,2 erreichte. Ein weiterer Erdstoß erreichte kurz zuvor um 17.38 Uhr eine Stärke von 3,1. Es handelte sich damit um die stärksten Beben in Sachsen seit Jahren. Werte von mehr als 3,2 auf der Richterskala waren in der Region zuletzt im Jahr 2018 erreicht worden.

Die jüngsten Beben gehören der Behörde zufolge zu einem sogenannten Schwarmbeben, das seit etwa eineinhalb Monaten im Grenzgebiet zwischen dem Vogtland und dem tschechischen Nordböhmen aktiv ist. Die Gegend ist demnach dafür bekannt. Der Erdbebenherd lag siebeneinhalb Kilometer unter der Oberfläche im Bereich der Stadt Luby in Tschechien. Spürbar bebte die Erde demnach bereits rund um den Nikolaustag am 6. Dezember.

Bei Schwarmbeben verursacht ein einzelner Herd den Angaben nach in dichter Folge viele Erdstöße. Letztere größere Schwarmbeben wurden in der Region 2014 und 2018 registriert, kleinere Schwärme auch Ende 2021.

Verantwortlich für die Beben sind zwei sogenannte aktive tektonische Störungszonen, die sich unter der Region kreuzen. Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt unterhalten ein gemeinsames Überwachungsnetz. Vor allem das Vogtland ist dabei für Erdstöße bekannt. Störungszonen dieser Art gibt es auch anderswo in Deutschland, etwa am Oberrheingraben.

Das bisher gemessene stärkste Beben in Sachsen ereignete sich laut Behörden im Winter 1985/86 mit einer Stärke von 4,6. Verheerendere Beben sind demnach nicht zu erwarten. Sie entstehen typischerweise entlang der seismisch hochaktiven Grenzen zwischen Kontinentalplatten. Es soll in der Vergangenheit etwa in Sachsen-Anhalt allerdings laut früheren Aufzeichnungen auch schon zu Gebäudeschäden gekommen sein.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Neue Erkenntnisse zur KI in der Pharmabranche zeigen das eigentliche Hindernis für die Skalierung auf: Die Umsetzung, nicht die Innovation

aGENF, SCHWEIZ und WARSCHAU, POLEN / ACCESS Newswire / 15. Juni 2026 / Pharmaunternehmen haben nicht mehr damit zu kämpfen, KI-Chancen zu identifizieren - sie haben vielmehr Schwierigkeiten, diese zu skalieren. Neue Erkenntnisse von Lingaro, die auf einer Umfrage unter 150 Führungskräften aus der Pharma- und Life-Sciences-Branche basieren, zeigen, dass KI in der gesamten Branche eine hohe strategische Sichtbarkeit genießt, den meisten Unternehmen jedoch die Grundlagen fehlen, um die anfängliche Dynamik in nachhaltige geschäftliche Erfolge umzusetzen.

Auftakt zum SpaceX-Börsengang: Musk stellt Mars-Mission in Aussicht

Tech-Milliardär Elon Musk hat zum Börsenstart seines Raumfahrtkonzerns SpaceX eine Mars-Mission in Aussicht gestellt. SpaceX wolle Menschen zum Mond bringen, "zum Mars und letztlich darüber hinaus", sagte Musk am Freitag im SpaceX-Hauptquartier in Texas vor jubelnden Mitarbeitern. Sein Ziel sei es, "Star Trek Wirklichkeit werden zu lassen".

KI statt Krake: Fans setzen nun oft auf Tech statt Tier bei WM-Vorhersagen

KI statt Krake: Bei den Vorhersagen für die derzeitige Fußball-Weltmeisterschaft setzen viele Fans statt auf Tier-Orakel auf die Künstliche Intelligenz. Allerdings sind die Prognosen der sogenannten Chatbots unterschiedlich. So sagen ChatGTP des Unternehmens OpenAI und Claude von Anthropic Spanien als Weltmeister voraus, Le Chat der französischen Firma Mistral hingegen tippt auf Frankreich, und die chinesischen Programme Deepseek und Qwen sehen Argentinien als Favoriten.

Internationale Referenzstudie: Entwicklung des Erdklimas immer besorgniserregender

Die Folgen der Erderwärmung werden laut einer Studie immer besorgniserregender. Mehr als 70 Wissenschaftler aus 17 Ländern, darunter Experten des Weltklimarats IPCC, erklärten am Donnerstag, die Erde sei "ein Patient, der immer stärker beunruhigende Symptome zeige". Zusätzlich werde das Klima heute "durch geopolitische Entscheidungen geschwächt oder bedroht", erklärte die französische Klima-Expertin und frühere Leiterin einer IPCC-Arbeitsgruppe, Valérie Masson-Delmotte.

Textgröße ändern: