Pallade Veneta - SPD fordert eine Viertelmilliarde Euro für subventionierte KI-Gutscheine

SPD fordert eine Viertelmilliarde Euro für subventionierte KI-Gutscheine


SPD fordert eine Viertelmilliarde Euro für subventionierte KI-Gutscheine
SPD fordert eine Viertelmilliarde Euro für subventionierte KI-Gutscheine / Foto: JOHANNES EISELE - AFP/Archiv

Die SPD-Bundestagsfraktion will den Mittelstand beim Einsatz Künstlicher Intelligenz unterstützen und schlägt eine neue Subvention von 250 Millionen Euro vor. "Wir stellen uns einen Gutschein von bis zu 50.000 Euro pro Unternehmen vor, mit einer Förderquote von 60 Prozent Staat und 40 Prozent Eigenanteil", sagte SPD-Fraktionsvize Armand Zorn am Dienstag dem Portal "The Pioneer". Nach einer Evaluation soll über eine Aufstockung des Gesamt-Etats entschieden werden.

Textgröße ändern:

Die Vergabe solle "nach dem Prinzip 'first come, first serve'" funktionieren - also danach, wer sich zuerst dafür meldet, sagte der SPD-Politiker. Ziel des Vorstoßes sei, KI stärker in die betriebliche Praxis des Mittelstands zu bringen. "Mit einem KI-Gutschein wollen wir den mittelständischen Unternehmen einen einfachen Zugang zu KI-Anwendungen ermöglichen und KI aus Pilotprojekten in die reale Wertschöpfung bringen", sagte Zorn.

Einlösbar sollen die Gutscheine bei europäischen KI-Anbietern für Beratung, Implementierung, Datenaufbereitung, Training und Qualifizierung sein. US-Technologiekonzerne wären damit ausgeschlossen.

Skeptisch äußerte sich der Koalitionspartner. Die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), Gitta Connemann, verwies auf Hemmnisse beim KI-Einsatz und sagte: "Die größten Bremsklötze sind Recht, Wissen und Zeit. Geld ist es seltener."

KI-Gutscheine könnten zwar ein weiterer Baustein sein, fügte Connemann hinzu, warnte jedoch vor begrenzter Wirkung: "Ohne starke Infrastruktur und ohne ein funktionierendes KI-Ökosystem könnte das Geld verpuffen." In jedem Fall brauche es "schlanke Regeln und Praxis statt Papier".

Auch aus dem Mittelstand kommt Kritik. Der Vorsitzende des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Christoph Ahlhaus, äußerte Zweifel am Nutzen des Vorschlags: "Ob gut gemeinte Gutscheine helfen können, den Abstand zu amerikanischen und chinesischen KI-Giganten zu verringern, ist fraglich."

F.Amato--PV

Empfohlen

Neue Erkenntnisse zur KI in der Pharmabranche zeigen das eigentliche Hindernis für die Skalierung auf: Die Umsetzung, nicht die Innovation

aGENF, SCHWEIZ und WARSCHAU, POLEN / ACCESS Newswire / 15. Juni 2026 / Pharmaunternehmen haben nicht mehr damit zu kämpfen, KI-Chancen zu identifizieren - sie haben vielmehr Schwierigkeiten, diese zu skalieren. Neue Erkenntnisse von Lingaro, die auf einer Umfrage unter 150 Führungskräften aus der Pharma- und Life-Sciences-Branche basieren, zeigen, dass KI in der gesamten Branche eine hohe strategische Sichtbarkeit genießt, den meisten Unternehmen jedoch die Grundlagen fehlen, um die anfängliche Dynamik in nachhaltige geschäftliche Erfolge umzusetzen.

Auftakt zum SpaceX-Börsengang: Musk stellt Mars-Mission in Aussicht

Tech-Milliardär Elon Musk hat zum Börsenstart seines Raumfahrtkonzerns SpaceX eine Mars-Mission in Aussicht gestellt. SpaceX wolle Menschen zum Mond bringen, "zum Mars und letztlich darüber hinaus", sagte Musk am Freitag im SpaceX-Hauptquartier in Texas vor jubelnden Mitarbeitern. Sein Ziel sei es, "Star Trek Wirklichkeit werden zu lassen".

KI statt Krake: Fans setzen nun oft auf Tech statt Tier bei WM-Vorhersagen

KI statt Krake: Bei den Vorhersagen für die derzeitige Fußball-Weltmeisterschaft setzen viele Fans statt auf Tier-Orakel auf die Künstliche Intelligenz. Allerdings sind die Prognosen der sogenannten Chatbots unterschiedlich. So sagen ChatGTP des Unternehmens OpenAI und Claude von Anthropic Spanien als Weltmeister voraus, Le Chat der französischen Firma Mistral hingegen tippt auf Frankreich, und die chinesischen Programme Deepseek und Qwen sehen Argentinien als Favoriten.

Internationale Referenzstudie: Entwicklung des Erdklimas immer besorgniserregender

Die Folgen der Erderwärmung werden laut einer Studie immer besorgniserregender. Mehr als 70 Wissenschaftler aus 17 Ländern, darunter Experten des Weltklimarats IPCC, erklärten am Donnerstag, die Erde sei "ein Patient, der immer stärker beunruhigende Symptome zeige". Zusätzlich werde das Klima heute "durch geopolitische Entscheidungen geschwächt oder bedroht", erklärte die französische Klima-Expertin und frühere Leiterin einer IPCC-Arbeitsgruppe, Valérie Masson-Delmotte.

Textgröße ändern: