Pallade Veneta - Europäische Raumfahrt: Ministerin Bär fordert mehr Beteiliung der Privatwirtschaft

Europäische Raumfahrt: Ministerin Bär fordert mehr Beteiliung der Privatwirtschaft


Europäische Raumfahrt: Ministerin Bär fordert mehr Beteiliung der Privatwirtschaft
Europäische Raumfahrt: Ministerin Bär fordert mehr Beteiliung der Privatwirtschaft / Foto: FOCKE STRANGMANN - AFP

Bundesraumfahrtministerin Dorothee Bär (CSU) hat für die Schaffung "unabhängiger europäischer Weltraumfähigkeiten" eine größere Beteiligung der Privatwirtschaft gefordert. Es müsse einfacher für den privaten Sektor werden, sich an "Space made in Europe" zu beteiligen, sagte Bär am Dienstag auf der Europäischen Raumfahrtkonferenz in Brüssel. Die europäische Raumfahrt müsse mehr Know-how aus der Industrie nutzen und "zum Kunden für die Technologien werden, die wir brauchen".

Textgröße ändern:

Der Weltraum werde "zunehmend Teil der staatlichen Bereitstellung grundsätzlicher Dienstleistungen", argumentierte Bär. "Wir brauchen den Weltraum für das reibungslose Funktionieren unseres täglichen Lebens, für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft, für einen maximalen Schub bei Innovation und Wertschöpfung und vor allem für unsere umfassende Sicherheit", fügte sie hinzu. Sie sei überzeugt, "dass die Zukunft des Weltraums weitgehend von Unternehmen abhängen wird".

Europa will in der Raumfahrt unabhängiger von den USA und Russland werden. Teil dieser Ambitionen ist die Trägerrakete Ariane 6, die im Februar ihren ersten kommerziellen Flug für das Satellitennetz des Amazon-Konzerns von Jeff Bezos absolvieren soll. Derzeit wird das lukrative Geschäft mit Trägerraketen vom US-Unternehmen SpaceX von Milliardär Elon Musk dominiert. Bei einer geplanten Mond-Mission der US-Raumfahrtbehörde Nasa sollen erstmals Europäer teilnehmen, darunter ein deutscher Astronaut.

Bär ist die erste Bundesministerin, in deren Titel das Wort Raumfahrt vorkommt. Der Bundeshaushalt für 2026 sieht nach Angaben des Ministeriums 2,4 Milliarden Euro für die Raumfahrt vor. Zudem ist Deutschland mit 5,4 Milliarden Euro größter Beitragszahler für die europäische Raumfahrtbehörde ESA.

Die Europäischen Weltraumkonferenz bringt an zwei Tagen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um über die Zukunft der europäischen Raumfahrt zu diskutieren. Am Mittwoch soll Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) dort eine Rede halten.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Frühere Dombaumeisterin kritisiert geplantes Eintrittsgeld für Kölner Dom

Die ehemalige Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner hat das geplante Eintrittsgeld für den Kölner Dom kritisiert. Solch ein Eintrittsgeld schrecke sicherlich Besucher ab, sagte Schock-Werner am Montag im Deutschlandfunk. Außerdem drohe es, den Charakter des Doms zu verändern. "In dem Moment, wo ich Geld erhebe, ist es mehr wie ein Museum", sagte Schock-Werner. Sie fände es "ganz schwierig", wenn der Dom nur noch von wohlhabenden Menschen besucht werden könne.

Ondas schließt die Übernahme von Rotron Aerospace Ltd. ab und erweitert damit seine Langstrecken-Antriebstechnologien für fortschrittliche unbemannte Systeme im Verteidigungsbereich

Das britische Unternehmen Rotron Aerospace stärkt die System-of-Systems-Architektur von Ondas mit unbemannten Flugzeugplattformen, Flugzeugtriebwerkstechnologien und autonomen Einsatzfähigkeiten mit langer AusdauerErweitert die strategische Präsenz von Ondas innerhalb der Ökosysteme des Vereinigten Königreichs und der NATO und ermöglicht durch tief verwurzelte Beziehungen zum britischen Verteidigungsministerium einen beschleunigten Zugang zu wichtigen ProgrammenSchafft eine industrielle Basis im Vereinigten Königreich für fortschrittliche unbemannte Systeme zur Unterstützung von NATO-Programmen und Initiativen zur Lokalisierung der Verteidigung der Alliierten

Steinmeier und Merz würdigen verstorbenen Philosophen Habermas

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) haben den verstorbenen Philosophen Jürgen Habermas gewürdigt. "Mit Jürgen Habermas verlieren wir einen großen Aufklärer, der die Widersprüche der Moderne durchmessen hat", schrieb Steinmeier am Samstag in einem Kondolenzschreiben an die Tochter und den Sohn des Verstorbenen. "Er hat uns das Ethos des demokratischen Diskurses gelehrt und die Emanzipation des Menschen als unaufgebbares Ziel begründet."

Philosoph Jürgen Habermas mit 96 Jahren gestorben

Der Philosoph Jürgen Habermas ist tot. Der weltbekannte Intellektuelle starb am Samstag im Alter von 96 Jahren in Starnberg, wie eine Sprecherin des Suhrkamp-Verlags der Nachrichtenagentur AFP sagte. Sie berief sich auf Angaben von Habermas' Familie. Habermas galt als wichtigster deutscher Philosoph der Gegenwart und genoss internationale Anerkennung.

Textgröße ändern: