Pallade Veneta - Biorhythmus an Haarprobe ablesen: Charité-Forscher entwickeln neuen Test

Biorhythmus an Haarprobe ablesen: Charité-Forscher entwickeln neuen Test


Biorhythmus an Haarprobe ablesen: Charité-Forscher entwickeln neuen Test
Biorhythmus an Haarprobe ablesen: Charité-Forscher entwickeln neuen Test / Foto: JOEL SAGET - AFP/Archiv

Mit einem neuartigen Test kann der Biorhythmus eines Menschen anhand einer Haarprobe abgelesen werden. Die von einem Forschungsteam der Charité entwickelte Methode soll unter anderem Krebstherapien besser an die innere Uhr eines Patienten anpassen und dadurch deren Wirksamkeit beeinflussen, wie die Berliner Universitätsklinik am Montag mitteilte.

Textgröße ändern:

Zudem bestätigte der an rund 4000 Menschen erprobte Test, dass Frauen und Männer sich in ihren Biorhythmen ein klein wenig unterscheiden und auch das Alter eine Rolle spielt.

Der Biorhythmus beeinflusst nicht nur den Schlaf, sondern auch den Stoffwechsel und die Wirkung von Medikamenten. Studien zufolge könne die Tageszeit, zu der beispielsweise bestimmte Krebsimmuntherapien verabreicht werden, deren Wirksamkeit entscheidend beeinflussen, erklärte Achim Kramer, Chronobiologe an der Charité. "Das liegt vermutlich daran, dass – wie die meisten Organe unseres Körpers – auch das Immunsystem einem etwa 24-stündigen Rhythmus folgt. Und der ist individuell unterschiedlich."

Diesen individuellen Takt der inneren Uhr in Diagnostik und Therapie zu berücksichtigen, ist Ziel der sogenannten zirkadianen Medizin. Bisher wird in einem aufwändigen Verfahren das Dunkelhormon Melatonin im Speichel gemessen und zwar bei schwachem Licht über mehrere Stunden.

Der von einem Team um Kramer entwickelte, einfachere Test ermittelt den Takt der inneren Uhr anhand der Zellen von wenigen Haarwurzeln. In diesen Zellen bestimmen die Forschenden die Aktivität von 17 Genen, die zur molekularen Uhr gehören oder durch sie gesteuert werden. Daraus lässt sich dann berechnen, zu welchem Zeitpunkt im Tagesrhythmus sich ein Mensch befindet. Der Test soll nun für Standarduntersuchungen weiterentwickelt werden und könnte künftig auch für die Diagnose von Schlafstörungen genutzt werden.

Die Studie bestätigte auch, dass der Biorhythmus vom Alter abhängt und Menschen mit Mitte 20 im Mittel rund eine Stunde später müde werden als über 50-Jährige. Zudem läutete die innere Uhr bei den getesteten Frauen die Nacht im Schnitt etwas früher ein als bei Männern.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Brasiliens Justiz untersucht Video mit KI-Bild von Ex-Präsident Bolsonaro

Der unter Hausarrest stehende brasilianische Ex-Präsident Jair Bolsonaro sieht sich wegen eines Videos mit einem KI-erzeugten Doppelgänger seiner Person mit einer Untersuchung der Justiz konfrontiert. Das Oberste Gericht des südamerikanischen Landes forderte Bolsonaro am Dienstagabend (Ortszeit) auf, innerhalb von 48 zu erklärten, ob das bei einem Kongress seiner Partei gezeigte Video mit seiner Zustimmung produziert wurde oder nicht.

OpenAI: Unkontrollierter KI-Hackerangriff war größer als angenommen

Der unkontrollierte Hackerangriff durch Künstliche Intelligenz (KI) Mitte Juli hatte nach Angaben des US-Unternehmens OpenAI ein noch größeres Ausmaß als bisher angenommen. OpenAI erklärte am Mittwoch, es seien auch Konten bei vier "öffentlich zugänglichen Diensten" geknackt worden. Die betroffenen Unternehmen nannte OpenAI nicht.

Mehr Raketenstarts: Trump-Regierung will Umweltschutz für Raumfahrt aufweichen

Zur Ankurbelung der privaten Raumfahrtindustrie will die US-Regierung von Präsident Donald Trump die Hürden für Raketenstarts senken und dafür Umweltschutzvorgaben aushebeln. "Amerika hat das erste Weltraumrennen gewonnen, und wir können das wieder schaffen - aber nur, wenn wir bürokratischen Ballast der Regierung aus dem Weg räumen", erklärte Trumps Verkehrsminister Sean Duffy am Dienstag. Vorgesehen ist demnach, Anforderungen aus 13 Bundesgesetzen für "bestimmte kommerzielle Weltraumlizenzen und -genehmigungen" aufzuheben.

Neue Studie des GTDC beleuchtet die wachsende Rolle der Distribution in modernen Technologie-Ökosystemen

TAMPA, FL / ACCESS Newswire / 29. Juli 2026 / Der Global Technology Distribution Council (GTDC), das weltweit größte Konsortium von Technologie-Distributoren, hat heute einen neuen Forschungsbericht mit dem Titel „The Evolving Role of Distribution in Technology Go-To-Market Models" veröffentlicht, der in Zusammenarbeit mit Channelnomics erstellt wurde. Die Studie untersucht den Wandel der Distribution von einem traditionellen Vermittler im Distributionskanal hin zu einer strategischen operativen Plattform, die Anbietern und Partnern dabei hilft, zu skalieren, den Support zu verbessern und die mit Innovation (z. B. KI und Cybersicherheit) sowie Integration verbundenen Komplexitäten zu bewältigen.

Textgröße ändern: