Pallade Veneta - Alpenüberquerung von Hannibal mit Elefanten: Forscher berechnen günstigste Route

Alpenüberquerung von Hannibal mit Elefanten: Forscher berechnen günstigste Route


Alpenüberquerung von Hannibal mit Elefanten: Forscher berechnen günstigste Route
Alpenüberquerung von Hannibal mit Elefanten: Forscher berechnen günstigste Route / Foto: MARCO BERTORELLO - AFP/Archiv

In der vieldiskutierten Frage um Hannibals Alpenüberquerung mit Elefanten hat eine neue Studie Hinweise auf die wahrscheinlichste Route des historischen Feldzugs im Jahr 218 vor Christus geliefert. Berechnungen zum Energiebedarf der Reise, insbesondere für die Kriegselefanten, deuten auf den Col de la Traversette als günstigsten Weg des Feldherren mit seinem Tross hin, wie das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (Idiv) am Montagabend in Leipzig mitteilte.

Textgröße ändern:

Der Col de la Traversette ist ein 2947 Meter hoher hochalpiner Gebirgspass in den Cottischen Alpen auf der Grenze zwischen Frankreich und Italien. Hannibals Alpenüberquerung im Jahr 218 vor Christus mit einer Armee von rund 40.000 Soldaten, 7000 Pferden und 37 Kriegselefanten gilt als einer der berühmtesten Feldzüge der Geschichte. Seit langem wird über die genaue Route diskutiert.

"Die neue Analyse beseitigt zwar nicht alle Unklarheiten, liefert aber zusätzliche Argumente für die Traversette-Route", erklärte Koautor Emilio Berti. Dieser Pass hätte den Anforderungen eines Marsches einer großen Armee mit Elefanten durch anspruchsvolles Gelände demnach am besten entsprochen.

Mithilfe von Routenmodellen und Höhendaten berechnete das Forscherteam von Idiv, der Universität Jena und der Universität Oxford den Energieaufwand für jede der infrage kommenden Wege über die Alpen. Genutzt wurden bioenergetische Modelle, die mit Daten heutiger afrikanischer Elefanten den Energieverbrauch in Abhängigkeit von Körpermasse und Geländeneigung berechnen.

Danach wäre der Col de la Traversette die kürzeste und energieeffizienteste Route gewesen. Im Vergleich dazu hätten die weiteren untersuchten Wege über den Col de Montgenèvre, den Col du Clapier und den Col du Mont Cenis für die Armee jeweils elf Prozent, 16 Prozent oder 19 Prozent mehr Energie erfordert.

Die Ergebnisse verdeutlichten zudem die enorme körperliche Belastung, die der Marsch durch die Alpen für die Armee bedeutete. Den Modellrechnungen zufolge hätten die Soldaten auf der Traversette-Route rund 19 Prozent ihrer Körperfettreserven verloren, was die hohen Todeszahlen erklären könnte. Für die Kriegselefanten ergaben die Berechnungen hingegen einen Verlust von lediglich etwa vier Prozent ihrer Energiereserven, viele Tiere überlebten die Alpenüberquerung.

Bis heute ist unklar, warum Hannibal während der Punischen Kriege überhaupt Elefanten einsetzte. Möglicherweise sollten sie in den ersten Schlachten gegen die Römer einen taktischen Überraschungseffekt erzielen. Ebenso denkbar ist, dass Hannibal hoffte, mit ihnen die keltischen Stämme Norditaliens zu beeindrucken und sie als Verbündete zu gewinnen.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Warnungen vor KI-Risiken - Anthropic-Chef fordert langsameres Entwicklungstempo

Außer Kontrolle geratene KI, gehackte Frühwarnsysteme, Risiko einer Auslöschung: Angesichts der deutlichen Warnungen vor Gefahren für die Menschheit durch Künstliche Intelligenz (KI) hat der Chef des KI-Unternehmens Anthropic, Dario Amodei, zu einer Drosselung der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz aufgerufen. Unterstützung erhielt er am Wochenende vom Chef des Konkurrenzunternehmens OpenAI, Sam Altman, und dem Techunternehmer Elon Musk. Wegen der Sicherheitsbedenken erteilte Altman einem Börsengang von OpenAI in diesem Jahr eine Absage.

Galaxy Tab S12系列效果圖曝光 Ultra擬配雙鏡頭及瀏海螢幕

Samsung Galaxy Tab S12+與Galaxy Tab S12 Ultra的效果圖近日流出,顯示兩款平板採用金屬機身並支援S Pen。消息預期新機可能於9月發布,正式規格、售價與推出日期仍待Samsung公布。

Altman: OpenAI wird 2026 nicht an die Börse gehen

Wegen der Sicherheitsbedenken hinsichtlich Künstlicher Intelligenz wird das KI-Unternehmen OpenAI nach Angaben seines Chefs Sam Altman in diesem Jahr nicht an die Börse gehen. "Angesichts der aktuellen Entwicklungen rund um das Thema Sicherheit wäre es derzeit wenig ratsam, an die Öffentlichkeit zu gehen, und wir verspüren diesbezüglich keinen Druck", sagte Altman in einem am Samstag (Ortszeit) veröffentlichten Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Fortune".

Anthropic-Chef fordert langsameres Tempo bei KI-Entwicklung - Musk und Altman stimmen zu

Angesichts der Warnungen vor den Risiken einer sogenannten Superintelligenz hat Anthropic-Chef Dario Amodei KI-Unternehmen aufgerufen, die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz zu drosseln. "Wir müssen das Tempo verlangsamen, mit dem wir die Fähigkeiten von KI-Modellen verbessern", schrieb Amodei am Samstag auf seiner persönlichen Website. Unterstützung erhielt er vom Chef des Konkurrenzunternehmens OpenAI, Sam Altman, und dem Techunternehmer Elon Musk.

Textgröße ändern: