Pallade Veneta - Nach Cyberangriff auf Supermärkte in Frankreich: BSI rät dringend zur Absicherung

Nach Cyberangriff auf Supermärkte in Frankreich: BSI rät dringend zur Absicherung


Nach Cyberangriff auf Supermärkte in Frankreich: BSI rät dringend zur Absicherung
Nach Cyberangriff auf Supermärkte in Frankreich: BSI rät dringend zur Absicherung / Foto: Gabriel BOUYS - AFP/Archiv

Der Cyberangriff auf französische Supermarktketten mit dem weitreichenden Ausfall von Kühlanlagen alarmiert auch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). "Die Vorfälle in Frankreich zeigen deutlich, wie Cyberangriffe unseren Alltag beeinflussen und stören können", erklärte BSI-Präsidentin Claudia Plattner am Dienstag. "Dieser Angriff hätte jedes Land treffen können und kann auch jetzt jederzeit Nachahmer finden", warnte sie.

Textgröße ändern:

Das BSI empfehle daher ausdrücklich, "aus dem Internet erreichbare Steuerungsanlagen nach dem Stand der Technik abzusichern", erklärte die Bonner Behörde. Eine hierzu vom BSI veröffentlichte Cybersicherheitsempfehlung richte sich "insbesondere an Betreiber kleiner industrieller oder vergleichbarer Anlagen, etwa zur Kühlung von Lebensmitteln, Erzeugung von Strom und anderen Anwendungszwecken".

"Wir fordern die Betreiber solcher Anlagen eindringlich auf, ihre Systeme sicher zu betreiben", erklärte Plattner. "Die Sicherheitsmaßnahmen liegen auf der Hand und sind unkompliziert umzusetzen", fügte sie hinzu. Konkret rät das BSI, den direkten Zugriff aus dem Internet auf Steuerungssysteme zu unterbinden und sogenannte virtuelle private Netzwerke (VPN) und "multifaktorgeschützte Zugriffe" zu nutzen. Zudem sollten die Systeme auf dem aktuellen Stand gehalten und Sicherheitsupdates und Fehlerkorrekturen kurzfristig eingespielt werden.

In Frankreich hatten die Supermarktkette Intermarché und die Coopérative U am Montag bekanntgegeben, dass durch einen Cyberangriff die Kühlanlagen in hunderten Filialen lahmgelegt worden seien, sodass sämtliche gekühlten und gefrorenen Waren vernichtet werden müssten. Hacker hätten "aus der Ferne das Abtauen der Kühlanlagen ausgelöst", erklärte ein Sprecher von Intermarché. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem "groß angelegten Cyberangriff auf die vernetzten Kühlsysteme mehrerer großer Lebensmittelmärkte im ganzen Land".

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

MI5-Chef: KI könnte die Lage im Bereich der Biowaffen ändern

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) könnte nach Ansicht des Chefs des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5 erhebliche Auswirkungen im Bereich der Biowaffen haben. KI habe "das Potenzial, die Lage in Bezug auf bestehende oder sogar neue Biowaffen grundlegend zu verändern", sagte MI5-Chef Ken McCallum in seiner jährlichen Rede zur Bedrohungslage in London. Bereits jetzt "befeuert KI massiv den Cyber-Sicherheitswettlauf".

Medien wie AFP und "New York Times" treten Bündnis für Ansprüche gegen KI-Dienste bei

Die Nachrichtenagentur AFP, die "New York Times" und zahlreiche andere Medien schließen sich einem internationalen Bündnis für eine faire Abgeltung der massenhaften Nutzung ihrer Angebote durch Künstliche Intelligenz (KI) an. Zu den rund 40 Neuzugängen, durch die die Mitgliederzahl der Initiative auf mehr als 80 wächst, gehören auch die britischen Zeitungen "The Economist" und "The Observer", das US-Magazin "The Atlantic" sowie Zeitungsverlage aus Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Japan.

Digi Power X gibt eine Finanzierungszusage in Höhe von 200 Mio. $ bekannt, um die Fertigstellung des KI-Rechenzentrums in Alabama zu unterstützen, und informiert über den aktuellen Stand der Expansion

Die Finanzierung unterstützt die Fertigstellung des Standorts in Alabama; das Unternehmen treibt die Erweiterung der modularen Token-Fabrik sowie die Entwicklungspläne in New York voran

Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wird verkündet

Die Bekanntgabe der diesjährigen Nobelpreise geht am Montag (11.45 Uhr) in Stockholm mit der Auszeichnung in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften zu Ende. Der Wirtschaftsnobelpreis geht im Gegensatz zu den anderen Preisen nicht direkt auf das Testament des Preisstifters Alfred Nobel zurück. Er wurde 1968 von der Schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel ins Leben gerufen und wird seit 1969 verliehen.

Textgröße ändern: