Pallade Veneta - Studie: Europas Wälder zunehmend unter Druck

Studie: Europas Wälder zunehmend unter Druck


Studie: Europas Wälder zunehmend unter Druck
Studie: Europas Wälder zunehmend unter Druck / Foto: Olivier MORIN - AFP/Archiv

Europas Wälder leiden zunehmend unter natürlichen Ursachen wie Wind, Feuer oder dem Borkenkäfer. Zu dieser Einschätzung kommt eine am Montag veröffentliche Studie eines internationalen Forschungsteams, wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mitteilte. Der Einfluss natürlicher Störungen auf die europäischen Wälder habe zwischen 1950 und 2019 stark zugenommen - wobei hier auch der Klimawandel eine Rolle spiele. Hinzu komme, dass die Wälder immer mehr an Widerstandskraft gegen solche Störungen einbüßten.

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Laut Studienangaben sind Wind, Stürme und Orkane am häufigsten für Schäden in Europas Wäldern verantwortlich. In den vergangenen 70 Jahren seien 46 Prozent der Schäden auf Winde zurückzuführen. Dabei setzten vor allem einzelne schwere Orkane den Wäldern zu. Es gebe jedoch auch Jahre mit durchgängig erhöhten und länger andauernden Windschäden, heißt es in dem Studienbericht.

Die Zahl der durch Feuer verursachten Schäden liegt den Angaben nach gleich hinter den Windschäden. 24 Prozent der Waldbeschädigungen zwischen 1950 und 2019 gehen demnach auf Brände zurück. Diese kämen überwiegend im Mittelmeerraum vor. Ihre Zahl nehme seit 1950 kontinuierlich zu.

Als dritthäufigste Ursache für Waldschäden gilt laut Angaben der Borkenkäfer. Er ist für 17 Prozent der Waldschäden seit 1950 verantwortlich. Zwar habe es bereits zwischen 1970 und 2000 Ausbrüche von Borkenkäfern gegeben. Stark angestiegen sei die Zahl der Ausbrüche jedoch erst ab der Jahrtausendwende. Andere natürliche Waldstörungen machten demnach acht Prozent aus.

"Die Zunahme der Schäden zeigt, dass mehr Wälder ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Störungen verlieren", erklärte Mats Mahnken, Forscher am PIK und Mitautor der Studie. Wälder seien immer schlechter angepasst. Die Zunahme der Schäden sei einerseits auf die Veränderungen durch den Klimawandel zurückzuführen. Andererseits seien die Wälder durch frühere Schäden schlechter angepasst.

Neben dem PIK waren an der Studie auch die niederländische Universität Wageningen, das Europäische Forstinstitut sowie 18 weitere Institute beteiligt.

I.Saccomanno--PV

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