Pallade Veneta - VDA: Handel mit Rohstoffen für Autoindustrie breiter aufstellen

VDA: Handel mit Rohstoffen für Autoindustrie breiter aufstellen


VDA: Handel mit Rohstoffen für Autoindustrie breiter aufstellen
VDA: Handel mit Rohstoffen für Autoindustrie breiter aufstellen / Foto: Patrik Stollarz - Patrik STOLLARZ/AFP/Archiv

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hält angesichts des Rohstoffmangels in der Branche eine breitere Aufstellung der Bezugsquellen für entscheidend. Es sei "wichtig, diese Rohstoffe jetzt anders abzusichern als das in der Vergangenheit nötig war", sagte VDA-Chefin Hildegard Müller am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Weltweit würden derzeit die "Märkte für Rohstoffe verteilt" und Deutschland und Europa müssten da "engagiert mit dabei" sein.

Textgröße ändern:

Derzeit haben demnach drei von vier Autoherstellern und Zulieferern Probleme, die notwendigen Rohstoffe für den Autobau zu beschaffen. Das liege zum einen am Ukraine-Krieg, der die globalen Märkte belaste, zum anderen an der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, sagte Müller im ZDF.

"Wir brauchen eine europäische Agentur für Rohstoffe", forderte die VDA-Präsidentin. Der russische Krieg zeige, dass auch mit anderen Regionen der Handel wichtig sei, etwa mit Afrika. Es gebe durchaus "weltweite Alternativen". Derzeit bestehe etwa eine große Abhängigkeit von China, das zugleich ein wichtiger Absatzmarkt sei. Jedoch: "Das kann man sicherlich diversifizieren", sagte Müller. "Wir kaufen manchmal Rohstoffe in China, die China in Afrika kauft."

Auch der Handel mit Kanada könne intensiviert werden. Nicht zuletzt gebe es auch Rohstoffe, die auch in Deutschland oder Europa stärker abgebaut werden könnten, etwa Lithium. "Diese Fragen müssen jetzt insgesamt neu bewertet werden."

Der VDA lädt am Vormittag zu seiner Jahresauftakt-Pressekonferenz ein. Dabei wird Müller auch über die Herausforderungen für die Branche berichten.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Copernicus: Oberflächentemperaturen der Meere steuern auf neuen Höchstwert zu

Die Oberflächentemperaturen der Meere steuern dem monatlichen Klimabericht des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zufolge auf einen neuen Höchststand zu. Es sei "nur eine Frage von Tagen", bis der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2024 erreicht werde, sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Studie: Deutsche sorgen sich ums Klima – Umweltängste in 80ern waren aber größer

Die Bundesbürger machen sich wegen des Klimawandels deutlich mehr Sorgen als noch vor 16 Jahren - sie liegen aber unter dem Niveau der Ängste vor Umweltschäden in den 1980er Jahren. Das zeigt eine Auswertung von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) durch das DIW Berlin, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) vorlag. Dabei zeigen jüngere Jahrgänge sich grundsätzlich deutlich besorgter über die Auswirkungen des Klimawandels als ältere.

Frankreich mahnt zur weltweiten Reduzierung von Methan-Ausstoß

Frankreich und mehrere weitere Länder haben ein schnelleres Handeln zur Verringerung des weltweiten Methan-Ausstoßes gefordert. Es brauche schnelle Lösungen, sagte die französische Umweltministerin Monique Barbut am Montag in Paris. Frankreich hatte das Treffen im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft einberufen. "Es ist eindeutig: Der Energiesektor bietet die schnellsten und häufig auch die kostengünstigsten Möglichkeiten, den Ausstoß zu reduzieren", betonte Barbut.

Waldbrand bei brandenburgischem Jüterbog breitet sich aus

Der am Freitag ausgebrochene Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe des brandenburgischen Jüterbog hat sich weiter ausgebreitet. "Das Feuer frisst sich nach und nach durch", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Sonntag dem Sender RBB. Inzwischen brenne es auf einer Fläche von 113 Hektar.

Textgröße ändern: