Pallade Veneta - Bundesamt sieht keine Alternative zu Atommüll-Endlager

Bundesamt sieht keine Alternative zu Atommüll-Endlager


Bundesamt sieht keine Alternative zu Atommüll-Endlager
Bundesamt sieht keine Alternative zu Atommüll-Endlager / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) sieht keine Alternative zum Bau eines Endlagers für den radioaktiven Atommüll. "Vermeintliche Lösungen für die in Deutschland angefallenen hochradioaktive Abfälle haben sich bislang als reine Konzepte beziehungsweise Hoffnungen erwiesen", zitierten die Zeitungen der Mediengruppe Bayern am Donnerstag das Bundesamt. "Technologievorstellungen wie Partitionierung und Transmutation sind also nicht verfügbar und stellen daher aktuell keine Option dar."

Textgröße ändern:

Mithilfe von Partitionierung und Transmutation soll es möglich sein, hochradioaktive Abfälle so aufzubereiten, dass sich die Strahldauer reduziert. Bislang gelang dies nach Angaben des Bundesamtes allenfalls im Labormaßstab. Es würde daher voraussichtlich mehrere Jahrzehnte dauern, bis die Technologie einsatzbereit wäre.

"Selbst wenn sich diese Technik in Zukunft als machbar erwiese, bleiben bei der Transmutation Stoffe zurück, die einem Endlager zugeführt werden müssten", zitierte die Zeitung weiter das Bundesamt.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) stellt am Donnerstagnachmittag die Planung für die Abschaltung der verbliebenen Kernkraftwerke bis 15. April und die künftigen Aufgaben der nuklearen Sicherheit und Entsorgung sowie des Strahlenschutzes vor. Dabei wird auch die Endlagerfrage zur Sprache kommen.

"Zwischenlager sind vor einer Endlagerung in jedem Fall erforderlich und bieten aktuell die notwendige Sicherheit zum Schutz von Menschen und der Umwelt", hieß es weiter von Seiten des Bundesamtes. "Langfristig, das heißt über Tausende von Jahren, können sie ein Endlager aber nicht ersetzen."

D.Bruno--PV

Empfohlen

Hitzewelle in Frankreich: Atomkraftwerk Golfech heruntergefahren

Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich hat der Kraftwerkbetreiber EDF das südfranzösische Atomkraftwerk Golfech heruntergefahren. Grund seien "Umweltbedingungen", teilte EDF am Dienstag mit. Das Wasser im Fluss Garonne droht, den Grenzwert von 28 Grad zu überschreiten. Das Atomkraftwerk nutzt das Wasser des Flusses, um die Reaktoren zu kühlen und leitet es erwärmt in den Fluss zurück.

Verbände: Verzicht auf neue Autobahnen und Bundesstraßen bringt 20 Milliarden Euro

Ein Bündnis von BUND, Klima-Allianz Deutschland und Auto Club Europa (ACE) fordert von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), auf den Neubau zusätzlicher Autobahnen und Bundesstraßen zu verzichten und einen "klaren Fokus auf den Erhalt" zu setzen. Der Verzicht auf neue Autobahnen und Bundesstraßen berge ein Einsparpotenzial von 20 Milliarden Euro, erklärten die Verbände am Dienstag. Das zeige eine Untersuchung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS).

Hitzewelle in Europa: Schulen geschlossen und Züge gestrichen

Die Hitzewelle hat Europa weiter fest im Griff - an mehreren Orten kletterte das Thermometer am Montag auf über 40 Grad. In Frankreich galt für mehr als die Hälfte des Landes die höchste Hitzewarnstufe Rot. Die französischen Behörden meldeten mehrere Hitzetote und mehr als ein Dutzend tödliche Badeunfälle. In Frankreich und Belgien wurden wegen der Hitze Züge gestrichen, auch für England galten Hitzewarnungen. Mit Abkühlung wird erst für Ende der Woche gerechnet.

Massive ukrainische Angriffe auf die Krim - Russische Behörden stellen Treibstoffverkauf ein

Nach massiven ukrainischen Angriffen auf die von Russland besetzte Halbinsel Krim ist der Verkauf von Treibstoff dort nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden eingestellt worden. Seit 9.00 Uhr (Ortszeit, 8.00 Uhr MESZ) werde kein Treibstoff mehr verkauft, teilte Gouverneur Sergej Aksjonow am Sonntag mit. Bei den Angriffen wurden Aksjonow zufolge vier Menschen getötet und 28 weitere verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von Angriffen auf beiden Seiten der Krim-Brücke, die das russische Festland und die Halbinsel verbindet.

Textgröße ändern: