Pallade Veneta - Studie: Mehr als jeder zweite große See weltweit verliert dauerhaft Wasser

Studie: Mehr als jeder zweite große See weltweit verliert dauerhaft Wasser


Studie: Mehr als jeder zweite große See weltweit verliert dauerhaft Wasser
Studie: Mehr als jeder zweite große See weltweit verliert dauerhaft Wasser / Foto: Frederic J. BROWN - AFP/Archiv

Mehr als jeder zweite große See weltweit verliert einer Studie zufolge dauerhaft Wasser. Gründe sind der Klimawandel und ein übermäßiger Wasserverbrauch durch den Menschen, wie es in einer am Donnerstag im Fachmagazin "Science" veröffentlichten Studie heißt. Demnach leben rund 25 Prozent der Weltbevölkerung in der Nähe eines Sees, der Wasser verliert.

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Die Forscher aus den USA, Frankreich und Saudi-Arabien untersuchten für ihre Studie die 1972 größten Seen und Stauseen der Welt und werteten Satellitenaufnahmen der Jahre 1992 bis 2020 aus. Das Fazit: Bei 53 Prozent der Seen nahm die Menge an Wasser ab, mit einer Geschwindigkeit von insgesamt 22 Gigatonnen Wasser pro Jahr.

Über den gesamten Zeitraum der Studie gingen 603 Kubikkilometer Wasser verloren. Das entspricht der 17fachen Wassermenge des Lake Mead, des größten Stausees in den USA.

Einige der betroffenen Seen befanden sich demnach überraschenderweise in eher feuchten Regionen wie etwa dem Amazonasgebiet oder der Arktis. Dies deutet laut den Forschern darauf hin, dass die gängige Annahme zum Klimawandel, "trocken wird trockener, nass wird nässer" nicht immer zutreffe.

"Seen sind weltweit in Schwierigkeiten, und das hat weitgehende Folgen", sagte einer der Studienautoren, Balaji Rajagopalan von der Universität Colorado in Boulder, der Nachrichtenagentur AFP. "Sie erlauben es Gesellschaften und der Menschheit zu überleben, aber sie erhalten nicht den Respekt, den sie verdienen."

Seen bedecken etwa drei Prozent der Oberfläche der Erde - stellen aber 87 Prozent des flüssigen Süßwassers auf unserem Planeten dar. Der Mensch nutzt das Wasser unter anderem zum Trinken, für die Landwirtschaft und zur Stromgewinnung.

L.Barone--PV

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