Pallade Veneta - Geplatztes Riesenaquarium in Berlin: Keine eindeutige Unglücksursache gefunden

Geplatztes Riesenaquarium in Berlin: Keine eindeutige Unglücksursache gefunden


Geplatztes Riesenaquarium in Berlin: Keine eindeutige Unglücksursache gefunden
Geplatztes Riesenaquarium in Berlin: Keine eindeutige Unglücksursache gefunden / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Rund neun Monate nach dem Bersten des Riesenaquariums Aquadom in einem Berliner Hotel bleibt die genaue Ursache des Unglücks weiter unklar. Es gebe verschiedene Anhaltspunkte, aber "keine eindeutigen Belege", teilte die Gebäudeeigentümerin Union Investment am Mittwoch in Berlin unter Berufung auf ein Gutachten mit. Den Untersuchungen zufolge hatte sich die Havarie nicht angekündigt, sondern "trat plötzlich und unerwartet ein".

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Als Schadensursache kommen nach Einschätzung des mit dem Gutachten beauftragten Kunststoffexperten Christian Bonten drei Möglichkeiten ernsthaft in Betracht. Die Ursachen können demnach sowohl in der Herstellungsphase beim Kleben der einzelnen Acrylglaselemente als auch bei der Sanierung im Jahr 2019, etwa in einem Trocknungsprozess der Acrylelemente, oder einer möglichen Kerbwirkung auf den Zylinder in dessen Sockelbereich und eine damit einhergehende Spannung liegen.

Es gebe jedoch "keine eindeutigen Belege für eine der möglichen Schadensursachen". Auch war das vom Zylinderaquarium ausgehende Risiko für das Gebäude oder die sich darin aufhaltenden Menschen trotz fast täglicher Reinigung durch Taucher und regelmäßiger Sichtprüfungen nach Überzeugung der Gutachter weder von außen noch von innen erkennbar.

Als "unwahrscheinlich" bewerten die Gutachter sowohl eine Beschädigung des Außenzylinders durch Sabotage oder falsche Reinigungsmittel als auch durch seismische Schwingungen oder durch kalte Winterluft im Atrium. Auch das gegossene Acrylglas selbst zeigte demnach keine Schwächen.

Beim Platzen der rund 16 Meter hohen Wassersäule in einer Hotellobby war Mitte Dezember schlagartig eine Million Liter Wasser ausgelaufen. Das Unglück hinterließ ein Trümmerfeld in der Innenstadt nahe dem Alexanderplatz. Das Hotel sowie zahlreiche Geschäfte und Restaurants wurden beschädigt. Das ebenfalls betroffene Aquarium Sealife öffnete im Mai wieder.

Der Aquadom war bis dahin das weltgrößte freistehende Aquarium mit rund 1500 tropischen Fischen. 660 davon konnten gerettet werden. Die Attraktion wird nicht wieder aufgebaut.

J.Lubrano--PV

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