Pallade Veneta - EU-Bericht: 253.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub-Belastung

EU-Bericht: 253.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub-Belastung


EU-Bericht: 253.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub-Belastung
EU-Bericht: 253.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub-Belastung / Foto: PHILIPPE DESMAZES - AFP/Archiv

Die Luftverschmutzung mit Feinstaub hat laut einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) im Jahr 2021 in der EU mehr als 250.000 vorzeitige Todesfälle verursacht. Jüngsten Schätzungen zufolge seien mindestens 253.000 Todesfälle auf Konzentrationen der gefährlichen PM2,5-Feinstaubpartikel zurückzuführen, die oberhalb der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegten Obergrenze von fünf Mikrogramm pro Kubikmeter gelegen hätten, erklärte die EUA am Freitag.

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Im Jahr 2020, in dem vielfach Corona-Beschränkungen gegolten hatten, hatte es laut EUA 238.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaubbelastung gegen. Den Anstieg der Opferzahl im Jahr 2021 führt die EU-Behörde auf eine Zunahme von Luftverschmutzung und eine infolge der Corona-Pandemie allgemein höhere Sterblichkeit in Europa zurück.

Über einen längeren Zeitraum betrachtet gibt es den Daten zufolge aber einen positiven Trend: In den Jahren 2005 bis 2021 sei die Zahl vorzeitiger Todesfälle wegen Feinstaubbelastung um 41 Prozent zurückgegangen, heißt es in dem Bericht. EUA-Chefin Leena Ylä-Mononen erklärte, trotz der "großen Fortschritte" in den vergangenen Jahren seien die Auswirkungen der Luftverschmutzung "immer noch zu hoch".

Feinstaub wird insbesondere vom Straßenverkehr sowie von Kohlekraftwerken verursacht. Feinstaubpartikel der Kategorie PM2,5 sind so klein, dass sie in den Blutkreislauf des Menschen und tief in die Lunge eindringen können.

Gesundheitsschädigend ist auch Stickstoffdioxid (NO2), das insbesondere von Kraftfahrzeugen und Wärmekraftwerken ausgestoßen wird. Auf diese Art der Luftverschmutzung waren laut EUA im Jahr 2021 etwa 52.000 vorzeitige Todesfälle zurückzuführen - ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Auf die Ozonbelastung, die insbesondere auf den Straßenverkehr und die Industrie zurückzuführen ist, führt der Bericht etwa 22.000 vorzeitige Todesfälle zurück und damit etwas weniger Fälle als 2020.

Die EUA zählt die Todesfälle durch die verschiedenen Substanzen in der Luft nicht zusammen, da es dann zu Doppelzählungen komme. Die Behörde betont zugleich, dass Luftverschmutzung insgesamt weiterhin die größte Gesundheitsbedrohung für Menschen in der EU sei.

D.Vanacore--PV

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