Pallade Veneta - Netzagentur: Stromnetz muss stärker ausgebaut werden als geplant

Netzagentur: Stromnetz muss stärker ausgebaut werden als geplant


Netzagentur: Stromnetz muss stärker ausgebaut werden als geplant
Netzagentur: Stromnetz muss stärker ausgebaut werden als geplant / Foto: Patrick T. FALLON - AFP/Archiv

Das deutsche Stromnetz muss wegen der wachsenden Bedeutung des Windstroms stärker ausgebaut werden als geplant: "Die Energiewende macht es nötig, die Latte höher zu legen", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). "Wir gehen aktuell davon aus, dass wir bis 2045 nochmal ungefähr 5600 Kilometer neue Leitungen und weitere Offshore-Anbindungen brauchen."

Textgröße ändern:

Damit hebt die Behörde das Ausbauziel der Zeitung zufolge kräftig an. Denn diese Leitungen sollten zu den bislang geplanten 7500 Kilometern hinzukommen. "Wir prüfen aktuell 7500 Kilometer Stromautobahnen, die bis 2028 gebaut werden sollen", sagte Müller. "Davon werden wir bis Ende 2025 für rund 4500 Kilometer eine Baugenehmigung erteilt haben." Dies sei "ein großer Erfolg", betonte Müller. "Bis Ende 2022 hatten wir gerade mal 300 Kilometer erreicht."

Das höhere Tempo jetzt führt der Behörden-Chef auf Gesetzesänderungen der Ampel-Regierung zurück: "Die drei Beschleunigungsgesetze der Bundesregierung zeigen Wirkung: Wir können neue und vorhandene Infrastruktur leichter bündeln, wir können auf aufwändige Prüfungen verzichten, zum Teil sind ganze Verfahrensschritte entbehrlich." Damit ließen sich auch künftig "die Genehmigungszeiten für den Netzausbau um ein Drittel bis um die Hälfte reduzieren".

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Entenküken aus Regenwasserrohr in Dresden gerettet

In Dresden haben Einsatzkräfte der Feuerwehr mehrere Entenküken aus einem Regenwasserrohr gerettet. Die vier Küken saßen am Samstag in etwa einem Meter Tiefe in dem Fallrohr fest, wie die Dresdner Feuerwehr am Sonntag berichtete.

Copernicus: Oberflächentemperaturen der Meere steuern auf neuen Höchstwert zu

Die Oberflächentemperaturen der Meere steuern dem monatlichen Klimabericht des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zufolge auf einen neuen Höchststand zu. Es sei "nur eine Frage von Tagen", bis der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2024 erreicht werde, sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Studie: Deutsche sorgen sich ums Klima – Umweltängste in 80ern waren aber größer

Die Bundesbürger machen sich wegen des Klimawandels deutlich mehr Sorgen als noch vor 16 Jahren - sie liegen aber unter dem Niveau der Ängste vor Umweltschäden in den 1980er Jahren. Das zeigt eine Auswertung von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) durch das DIW Berlin, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) vorlag. Dabei zeigen jüngere Jahrgänge sich grundsätzlich deutlich besorgter über die Auswirkungen des Klimawandels als ältere.

Frankreich mahnt zur weltweiten Reduzierung von Methan-Ausstoß

Frankreich und mehrere weitere Länder haben ein schnelleres Handeln zur Verringerung des weltweiten Methan-Ausstoßes gefordert. Es brauche schnelle Lösungen, sagte die französische Umweltministerin Monique Barbut am Montag in Paris. Frankreich hatte das Treffen im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft einberufen. "Es ist eindeutig: Der Energiesektor bietet die schnellsten und häufig auch die kostengünstigsten Möglichkeiten, den Ausstoß zu reduzieren", betonte Barbut.

Textgröße ändern: