Pallade Veneta - CDU-Finanzpolitiker will staatliches Klima-Spendenkonto

CDU-Finanzpolitiker will staatliches Klima-Spendenkonto


CDU-Finanzpolitiker will staatliches Klima-Spendenkonto
CDU-Finanzpolitiker will staatliches Klima-Spendenkonto / Foto: INA FASSBENDER - AFP

Analog zum Schuldentilgungskonto des Bundes hat der CDU-Finanzpolitiker Matthias Hauer ein staatliches Spendenkonto für den Kampf gegen die Klimakrise vorgeschlagen. "Ein zusätzliches staatliches Spendenkonto, das zweckgebunden Investitionen gegen den Klimawandel tätigt, wäre eine interessante Ergänzung zum staatlichen Schuldentilgungskonto", sagte Hauer dem Nachrichtenportal t-online nach einem Bericht vom Sonntag.

Textgröße ändern:

Menschen, die ihre Spenden lieber dem Staat als privaten Organisationen anvertrauen wollten, könnten so zielgerichtet für Klimaschutz spenden. "Das Bundesfinanzministerium sollte sich ernsthaft mit dem Vorschlag eines zusätzlichen Kontos für den Kampf gegen die Klimakrise beschäftigen", forderte der CDU-Politiker.

Die Bundesregierung richtete bereits 2006 bei der Deutschen Bundesbank ein Konto ein, das zur Tilgung der Schulden des Bundes bestimmt ist. Bürgerinnen und Bürger können dort freiwillig Geld zur Tilgung der Staatsschulden einzahlen. Diese Spenden können allerdings nicht steuerlich abgesetzt werden. Wie aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Kleine Anfrage der Unionsfraktion hervorgeht, überwiesen im vergangenen Jahr 236 Menschen insgesamt rund 63.988 Euro auf das Konto.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Was viele schon vermutet haben, ist nun auch offiziell bestätigt: Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

Inselparadies in Kenia fürchtet Folgen von gigantischem Raffinerieprojekt

Tourismus oder Industrie? Umwelt oder Öl? Der Startschuss für das größte Industrieprojekt aller Zeiten im ostafrikanischen Kenia bring die malerische Insel Lamu in eine Zwickmühle. Während sich die Bewohner des auch bei Prominenten beliebten Eilands durch die geplante Mega-Raffinerie teils überrumpelt fühlen, setzt die Regierung auf Fortschritt. Getrübt wird die Hoffnung auf Aufschwung und zehntausende Arbeitsplätze allerdings auch von der Sorge um wertvolle Ökosysteme.

"Katastrophales Jahr" für Schweizer Gletscher: 2026 Eisverlust von gut fünf Prozent

Ein "katastrophales Jahr" für die Gletscher in der Schweiz: Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben die anhaltende Gletscherschmelze in dem Alpenland weiter beschleunigt. Die Schweizer Gletscher verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Damit wurde 2026 der zweitstärkste Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.

Neuer Rekord: Erneuerbare decken 61 Prozent des Stromverbrauchs bis Ende September

Die Bedeutung erneuerbarer Energien in Deutschland steigt: Trotz eines wachsenden Stromverbrauchs - unter anderem für Klimatisierung während der Hitzewellen im Sommer - erreichte der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Stromverbrauch in den ersten drei Quartalen des Jahres knapp 61 Prozent. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor und ist demnach "ein neuer Rekord".

Textgröße ändern: