Pallade Veneta - Australien will Wasserqualität am Great Barrier Reef verbessern

Australien will Wasserqualität am Great Barrier Reef verbessern


Australien will Wasserqualität am Great Barrier Reef verbessern
Australien will Wasserqualität am Great Barrier Reef verbessern / Foto: DAVID GRAY - AFP/Archiv

Millionenhilfe für sterbende Korallen: Die australische Regierung will in den kommenden Jahren umgerechnet 117 Millionen Euro für eine bessere Wasserqualität am berühmten Great Barrier Reef ausgeben. Wie Australiens Umweltministerin Tanya Plibersek am Freitag mitteilte, soll mit dem Geld unter anderem die Pestizidbelastung gesenkt werden. Neben steigenden Wassertemperaturen infolge des Klimawandels gilt verschmutztes Wasser als eine der größten Bedrohungen für das Korallenriff.

Textgröße ändern:

"Schlechte Wasserqualität verhindert das Nachwachsen von Korallen, tötet Seegras und blockiert das für ein gesundes Riff erforderliche Sonnenlicht", erklärte Umweltministerin Plibersek. Die angekündigten Millionenhilfen seien notwendig, "um dafür zu sorgen, dass unsere Kinder und Enkelkinder die Schönheit und Erhabenheit des Riffs genießen können". Mit dem Geld soll zudem die Ausbreitung invasiver Arten besser kontrolliert werden.

"Das Riff braucht jede Hilfe, die es bekommen kann", begrüßte die australische Meeresökologin Lissa Schindler die Ankündigung der Regierung. "Die Wasserverschmutzung ist eine der größten Gefahren für das Riff neben dem Klimawandel", fügte sie hinzu. Dieser sei allerdings weiter die größte Bedrohung, gegen die mehr getan werden müsse.

Das 2300 Kilometer lange Great Barrier Reef besteht aus rund 2500 verschiedenen Riffen und mehr als 900 Inseln. Es beherbergt mehr als 600 Korallen- und über 1600 Fischarten. Seit Jahrzehnten leidet es immer wieder unter Korallenbleichen, die auf die Erwärmung des Ozeans im Zuge des Klimawandels zurückzuführen sind. Die Korallen stehen dann unter Stress und stoßen die in ihnen lebenden bunten Algen ab, die ihre wichtigste Nahrungsquelle sind.

Die Korallen verlieren in der Folge ihre Farbe und geraten in Lebensgefahr. Gebleichte Korallen können sich zwar wieder erholen, wenn die Temperaturen sinken und andere Faktoren wie Überfischung und Verschmutzung reduziert werden. Entscheidend ist aber das Ausmaß der Schäden.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Bundestag stimmt über "Recht auf Reparatur" auf

Der Bundestag entscheidet am Donnerstag (ab 21.25 Uhr) über ein "Recht auf Reparatur" bei Geräten wie Smartphones, Waschmaschinen und Kühlschränken. Mit dem Gesetzentwurf zur Umsetzung einer EU-Richtlinie "zur Förderung der Reparatur von Waren" will die Bundesregierung erreichen, dass bestimmte Produkte häufiger und einfacher repariert werden. Der Entwurf sieht vor, dass Hersteller künftig verpflichtet werden, bestimmte Produkte mehrere Jahre zu einem angemessenen Preis zu reparieren.

Hitzewelle in Frankreich: Atomkraftwerk Golfech heruntergefahren

Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich hat der Kraftwerkbetreiber EDF das südfranzösische Atomkraftwerk Golfech heruntergefahren. Grund seien "Umweltbedingungen", teilte EDF am Dienstag mit. Das Wasser im Fluss Garonne droht, den Grenzwert von 28 Grad zu überschreiten. Das Atomkraftwerk nutzt das Wasser des Flusses, um die Reaktoren zu kühlen und leitet es erwärmt in den Fluss zurück.

Verbände: Verzicht auf neue Autobahnen und Bundesstraßen bringt 20 Milliarden Euro

Ein Bündnis von BUND, Klima-Allianz Deutschland und Auto Club Europa (ACE) fordert von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), auf den Neubau zusätzlicher Autobahnen und Bundesstraßen zu verzichten und einen "klaren Fokus auf den Erhalt" zu setzen. Der Verzicht auf neue Autobahnen und Bundesstraßen berge ein Einsparpotenzial von 20 Milliarden Euro, erklärten die Verbände am Dienstag. Das zeige eine Untersuchung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS).

Hitzewelle in Europa: Schulen geschlossen und Züge gestrichen

Die Hitzewelle hat Europa weiter fest im Griff - an mehreren Orten kletterte das Thermometer am Montag auf über 40 Grad. In Frankreich galt für mehr als die Hälfte des Landes die höchste Hitzewarnstufe Rot. Die französischen Behörden meldeten mehrere Hitzetote und mehr als ein Dutzend tödliche Badeunfälle. In Frankreich und Belgien wurden wegen der Hitze Züge gestrichen, auch für England galten Hitzewarnungen. Mit Abkühlung wird erst für Ende der Woche gerechnet.

Textgröße ändern: