Pallade Veneta - Verbände sehen großen Reaktivierungsbedarf bei Bahnstrecken in Deutschland

Verbände sehen großen Reaktivierungsbedarf bei Bahnstrecken in Deutschland


Verbände sehen großen Reaktivierungsbedarf bei Bahnstrecken in Deutschland
Verbände sehen großen Reaktivierungsbedarf bei Bahnstrecken in Deutschland / Foto: Christof STACHE - AFP

Nach Ansicht des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Allianz pro Schiene werden zu wenige stillgelegte Bahnstrecken in Deutschland wieder reaktiviert. Innerhalb von zwei Jahren wurden lediglich 21 Streckenkilometer wiederbelebt, erklärten die beiden Verbände am Montag in Berlin. Demnach könnten durch die erneute Nutzung stillgelegter Gleise Millionen von Menschen wieder an den Schienenverkehr angeschlossen werden.

Textgröße ändern:

Alle zwei Jahre veröffentlichen die Verbände eine Liste mit Strecken, die sich für eine Reaktivierung eignen. In diesem Jahr kamen 74 davon mit insgesamt 949 Kilometern hinzu. Damit "warten wir inzwischen bei 325 Strecken mit 5426 Kilometern Länge auf die Umsetzung der Reaktivierung", erklärte Martin Henke vom VDV.

Im laufenden Jahr rechnet Dirk Flege von der Allianz pro Schiene mit insgesamt 30 Kilometern, die wieder nutzbar gemacht werden. "Angesichts dieses Schneckentempos müssen Bund und Länder dringend mehr tun, um Initiativen vor Ort zu unterstützen", forderte er. 379 Städte und Gemeinden mit 3,8 Millionen Einwohnenden könnten durch die Vorschläge der Organisationen wieder ans Schienennetz angeschlossen werden. Auch die regionale Wirtschaft könne profitieren, erklärten die Verbände.

Von der Politik forderten die zwei Verbände, Planungsverfahren zu vereinfachen und Fördermittel aufzustocken. Eine Aufstockung der Gelder im sogenannten Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) auf drei Milliarden Euro jährlich ab 2025 hätte nach Ansicht des VDV "eine extreme Hebelwirkung, um unsere Infrastrukturen schneller ausbauen zu können". Gleichzeitig sei aber auch klar, dass die großen ökonomischen und verkehrlichen Herausforderungen in Deutschland nicht allein mit Reaktivierungen von Bahnstrecken bewältigt werden könnten.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Copernicus: Oberflächentemperaturen der Meere steuern auf neuen Höchstwert zu

Die Oberflächentemperaturen der Meere steuern dem monatlichen Klimabericht des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zufolge auf einen neuen Höchststand zu. Es sei "nur eine Frage von Tagen", bis der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2024 erreicht werde, sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Studie: Deutsche sorgen sich ums Klima – Umweltängste in 80ern waren aber größer

Die Bundesbürger machen sich wegen des Klimawandels deutlich mehr Sorgen als noch vor 16 Jahren - sie liegen aber unter dem Niveau der Ängste vor Umweltschäden in den 1980er Jahren. Das zeigt eine Auswertung von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) durch das DIW Berlin, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) vorlag. Dabei zeigen jüngere Jahrgänge sich grundsätzlich deutlich besorgter über die Auswirkungen des Klimawandels als ältere.

Frankreich mahnt zur weltweiten Reduzierung von Methan-Ausstoß

Frankreich und mehrere weitere Länder haben ein schnelleres Handeln zur Verringerung des weltweiten Methan-Ausstoßes gefordert. Es brauche schnelle Lösungen, sagte die französische Umweltministerin Monique Barbut am Montag in Paris. Frankreich hatte das Treffen im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft einberufen. "Es ist eindeutig: Der Energiesektor bietet die schnellsten und häufig auch die kostengünstigsten Möglichkeiten, den Ausstoß zu reduzieren", betonte Barbut.

Waldbrand bei brandenburgischem Jüterbog breitet sich aus

Der am Freitag ausgebrochene Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe des brandenburgischen Jüterbog hat sich weiter ausgebreitet. "Das Feuer frisst sich nach und nach durch", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Sonntag dem Sender RBB. Inzwischen brenne es auf einer Fläche von 113 Hektar.

Textgröße ändern: