Pallade Veneta - Herdenschutzhund tötet anderen Hund und verletzt zwei Spaziergängerinnen

Herdenschutzhund tötet anderen Hund und verletzt zwei Spaziergängerinnen


Herdenschutzhund tötet anderen Hund und verletzt zwei Spaziergängerinnen
Herdenschutzhund tötet anderen Hund und verletzt zwei Spaziergängerinnen / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Ein aus einem Gehege entwichener Herdenschutzhund hat in Baden-Württemberg einen anderen Hund totgebissen und zwei Spaziergängerinnen verletzt. Eine 59-jährige Frau erlitt einen Schock und wurde leicht verletzt, eine weitere Frau musste mit einer Bisswunde ins Krankenhaus, wie das Polizeipräsidium Ulm am Sonntag mitteilte.

Textgröße ändern:

Die Herdenschutzhündin der Rasse Kaukasische Owtscharka attackierte den Angaben zufolge in Ertingen im Landkreis Biberach am Freitagabend zunächst unvermittelt die 59-jährige Spaziergängerin und deren Hund. Der Rüde wurde von der aggressiven Hündin getötet, die Hundehalterin des Rüden erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen.

Anschließend begab sich die Herdenschutzhündin zurück in ihr Gehege, attackierte aber wenige Minuten später eine weitere Gruppe Spaziergänger. Eine 35-jährige Frau erlitt dabei eine Bisswunde im Oberschenkel, sie wurde in einer Klinik behandelt.

Der Halter der Herdenschutzhündin, ein nebenberuflicher Schäfer, war zum Zeitpunkt der Angriffe nicht zu Hause. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen fahrlässiger Körperverletzung. Die Besitzerin des getöteten Hundes kann außerdem eine Zivilklage einleiten. Vor allem Halter von Schafen und Ziegen setzen Herdenschutzhunde in Deutschland ein - insbesondere zum Schutz vor Wölfen.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Was viele schon vermutet haben, ist nun auch offiziell bestätigt: Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

Inselparadies in Kenia fürchtet Folgen von gigantischem Raffinerieprojekt

Tourismus oder Industrie? Umwelt oder Öl? Der Startschuss für das größte Industrieprojekt aller Zeiten im ostafrikanischen Kenia bring die malerische Insel Lamu in eine Zwickmühle. Während sich die Bewohner des auch bei Prominenten beliebten Eilands durch die geplante Mega-Raffinerie teils überrumpelt fühlen, setzt die Regierung auf Fortschritt. Getrübt wird die Hoffnung auf Aufschwung und zehntausende Arbeitsplätze allerdings auch von der Sorge um wertvolle Ökosysteme.

"Katastrophales Jahr" für Schweizer Gletscher: 2026 Eisverlust von gut fünf Prozent

Ein "katastrophales Jahr" für die Gletscher in der Schweiz: Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben die anhaltende Gletscherschmelze in dem Alpenland weiter beschleunigt. Die Schweizer Gletscher verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Damit wurde 2026 der zweitstärkste Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.

Neuer Rekord: Erneuerbare decken 61 Prozent des Stromverbrauchs bis Ende September

Die Bedeutung erneuerbarer Energien in Deutschland steigt: Trotz eines wachsenden Stromverbrauchs - unter anderem für Klimatisierung während der Hitzewellen im Sommer - erreichte der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Stromverbrauch in den ersten drei Quartalen des Jahres knapp 61 Prozent. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor und ist demnach "ein neuer Rekord".

Textgröße ändern: