Pallade Veneta - Biber im Berliner Tiergarten werden umgeleitet - am BER dürfen sie geschossen werden

Biber im Berliner Tiergarten werden umgeleitet - am BER dürfen sie geschossen werden


Biber im Berliner Tiergarten werden umgeleitet - am BER dürfen sie geschossen werden
Biber im Berliner Tiergarten werden umgeleitet - am BER dürfen sie geschossen werden / Foto: Andy Buchanan - AFP/Archiv

Mithilfe eines Schutzanstriches und sogenannter Ablenkfütterung versucht der Berliner Bezirk Mitte, die Biberpopulation im Tiergarten umzulenken. Am Freitag wurden mit Hilfe von Freiwilligen bestimmte wertvolle Bäume mit einem atmungsaktiven Anstrich aus Quarzsand bestrichen, der die Biber vom Verbiss abhalten soll, wie der Bezirk mitteilte. Unterdessen erteilte der Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald eine Abschussgenehmigung für die Tiere im Bereich des Flughafens Berlin-Brandenburg (BER).

Textgröße ändern:

Aus Sicht des Bezirks Mitte ist die Rückkehr des Bibers in den Tiergarten ein Erfolg für den Artenschutz. Allerdings nagen die Tiere immer wieder wertvolle Bäume an. Die Hoffnung ist, die Biber durch das Anbringen des Anstrichs in Bereiche des Tiergartens umzulenken, die aus Naturschutzsicht weniger problematisch sind. Als weitere Gründe für die Aktion nannte der Bezirk die Verkehrssicherheit der Parkbesucher und den Denkmalschutz, der einen Erhalt der historischen Parklandschaft verlangt.

Gleichzeitig erließ der Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg, der auch für den Flughafen BER zuständig ist, am Freitag eine Allgemeinverfügung, wonach die "Vergrämung" und die "Entnahme" - sprich der Abschuss - der eigentlich streng geschützten Bibern künftig zugelassen ist. Insbesondere im Selchower Flutgraben müsste sichergestellt sein, dass die festgelegte Niederschlagsmenge abgeleitet werden könne, um den Flugbetrieb zu sichern, hieß es in einer Mitteilung des Landkreises.

Durch Biberbauten werde dieser Wasserabfluss behindert. Zunehmende Starkregenereignisse wie zuletzt 2017 erhöhten diese Gefahr zusätzlich. Die Allgemeinverfügung ist bis zum 15. März 2026 befristet.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Copernicus: Oberflächentemperaturen der Meere steuern auf neuen Höchstwert zu

Die Oberflächentemperaturen der Meere steuern dem monatlichen Klimabericht des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zufolge auf einen neuen Höchststand zu. Es sei "nur eine Frage von Tagen", bis der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2024 erreicht werde, sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Studie: Deutsche sorgen sich ums Klima – Umweltängste in 80ern waren aber größer

Die Bundesbürger machen sich wegen des Klimawandels deutlich mehr Sorgen als noch vor 16 Jahren - sie liegen aber unter dem Niveau der Ängste vor Umweltschäden in den 1980er Jahren. Das zeigt eine Auswertung von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) durch das DIW Berlin, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) vorlag. Dabei zeigen jüngere Jahrgänge sich grundsätzlich deutlich besorgter über die Auswirkungen des Klimawandels als ältere.

Frankreich mahnt zur weltweiten Reduzierung von Methan-Ausstoß

Frankreich und mehrere weitere Länder haben ein schnelleres Handeln zur Verringerung des weltweiten Methan-Ausstoßes gefordert. Es brauche schnelle Lösungen, sagte die französische Umweltministerin Monique Barbut am Montag in Paris. Frankreich hatte das Treffen im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft einberufen. "Es ist eindeutig: Der Energiesektor bietet die schnellsten und häufig auch die kostengünstigsten Möglichkeiten, den Ausstoß zu reduzieren", betonte Barbut.

Waldbrand bei brandenburgischem Jüterbog breitet sich aus

Der am Freitag ausgebrochene Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe des brandenburgischen Jüterbog hat sich weiter ausgebreitet. "Das Feuer frisst sich nach und nach durch", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Sonntag dem Sender RBB. Inzwischen brenne es auf einer Fläche von 113 Hektar.

Textgröße ändern: