Pallade Veneta - Behörden in Mecklenburg-Vorpommern setzen rund 365.000 junge Aale in Ostsee aus

Behörden in Mecklenburg-Vorpommern setzen rund 365.000 junge Aale in Ostsee aus


Behörden in Mecklenburg-Vorpommern setzen rund 365.000 junge Aale in Ostsee aus
Behörden in Mecklenburg-Vorpommern setzen rund 365.000 junge Aale in Ostsee aus / Foto: STAN HONDA - AFP/Archiv

Rund 110 Kilogramm junger Aale werden die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr vor Rügen in der Ostsee aussetzen. Die Menge entspreche schätzungsweise 365.000 Tieren, teilte das Landesumweltministerium am Montag in Schwerin mit. Die sogenannten Glasaale werden demnach am Dienstag im Großen Jasmunder sowie im Wieker Bodden ausgesetzt. Die Aktion ist Teil eines langfristig angelegten Programms zur Förderung der massiv geschrumpften Aalbestände.

Textgröße ändern:

Mecklenburg-Vorpommern setzt nach Angaben des Ministeriums seit zehn Jahren junge Aale in Küstengewässern entlang Ostsee aus, die Gesamtzahl summiert sich inzwischen auf fast zweieinhalb Millionen Exemplare. Ziel des Programms ist demnach auch, "mittelfristig" die Freizeitfischerei von Aal in den mecklenburg-vorpommerschen Küstengewässern wieder erlauben zu können.

Europäische Aale sind Wanderfische, die im Zuge ihrer Lebens sowohl in Süß- als auch Salzwasser leben. Sie pflanzen sich im Westatlantik vor der Küste der USA fort, wo auch ihre Larven aus Eiern schlüpfen. Als durchsichtige Glasaale wandern diese mit dem Golfstrom bis in europäischen Küstenmeere. Erwachsene Aale leben in Flüssen oder im relativ salzarmen Brackwasser der Ostsee, bevor sie wieder zur Fortpflanzung in den Westatlantik wandern.

Aale sind traditionelle Speisefische. Ihr Bestand ist laut Umweltschützern unter anderem durch Lebensraumzerstörung und Überfischung akut gefährdet. Die von den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern ausgesetzten Jungaale werden vor Frankreich gefangen und importiert. Die diesjährige Aktion kostet rund 34.000 Euro, das Land finanziert sie durch den Verkauf von Angelerlaubnissen.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Hitzewelle in Frankreich: Atomkraftwerk Golfech heruntergefahren

Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich hat der Kraftwerkbetreiber EDF das südfranzösische Atomkraftwerk Golfech heruntergefahren. Grund seien "Umweltbedingungen", teilte EDF am Dienstag mit. Das Wasser im Fluss Garonne droht, den Grenzwert von 28 Grad zu überschreiten. Das Atomkraftwerk nutzt das Wasser des Flusses, um die Reaktoren zu kühlen und leitet es erwärmt in den Fluss zurück.

Verbände: Verzicht auf neue Autobahnen und Bundesstraßen bringt 20 Milliarden Euro

Ein Bündnis von BUND, Klima-Allianz Deutschland und Auto Club Europa (ACE) fordert von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), auf den Neubau zusätzlicher Autobahnen und Bundesstraßen zu verzichten und einen "klaren Fokus auf den Erhalt" zu setzen. Der Verzicht auf neue Autobahnen und Bundesstraßen berge ein Einsparpotenzial von 20 Milliarden Euro, erklärten die Verbände am Dienstag. Das zeige eine Untersuchung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS).

Hitzewelle in Europa: Schulen geschlossen und Züge gestrichen

Die Hitzewelle hat Europa weiter fest im Griff - an mehreren Orten kletterte das Thermometer am Montag auf über 40 Grad. In Frankreich galt für mehr als die Hälfte des Landes die höchste Hitzewarnstufe Rot. Die französischen Behörden meldeten mehrere Hitzetote und mehr als ein Dutzend tödliche Badeunfälle. In Frankreich und Belgien wurden wegen der Hitze Züge gestrichen, auch für England galten Hitzewarnungen. Mit Abkühlung wird erst für Ende der Woche gerechnet.

Massive ukrainische Angriffe auf die Krim - Russische Behörden stellen Treibstoffverkauf ein

Nach massiven ukrainischen Angriffen auf die von Russland besetzte Halbinsel Krim ist der Verkauf von Treibstoff dort nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden eingestellt worden. Seit 9.00 Uhr (Ortszeit, 8.00 Uhr MESZ) werde kein Treibstoff mehr verkauft, teilte Gouverneur Sergej Aksjonow am Sonntag mit. Bei den Angriffen wurden Aksjonow zufolge vier Menschen getötet und 28 weitere verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von Angriffen auf beiden Seiten der Krim-Brücke, die das russische Festland und die Halbinsel verbindet.

Textgröße ändern: