Pallade Veneta - Ifo-Umfrage: Materialknappheit auf Baustellen erreicht Höchststand

Ifo-Umfrage: Materialknappheit auf Baustellen erreicht Höchststand


Ifo-Umfrage: Materialknappheit auf Baustellen erreicht Höchststand
Ifo-Umfrage: Materialknappheit auf Baustellen erreicht Höchststand / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Die Materialknappheit auf deutschen Baustellen hat laut einer Umfrage des Ifo-Instituts ihren höchsten Stand seit 1991 erreicht. Im Mai meldeten im Hochbau 56,6 Prozent der befragten Unternehmen Knappheit, nach 54,2 Prozent im Vormonat, wie das Ifo am Freitag in München mitteilte. Im Tiefbau wurden demnach 44,8 Prozent ermittelt. Von diesen Unternehmen berichteten wiederum 91,1 Prozent, dass der Krieg in der Ukraine die Materialengpässe verschärft habe.

Textgröße ändern:

"Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine haben sich die Lieferprobleme bei Baustoffen drastisch verschärft", erklärte Ifo-Forscher Felix Leiss. "Die Materialpreise legen infolge der Knappheit und höheren Energiekosten weiter zu", führte er weiter aus. Aufgrund der steigenden Baukosten und der höheren Zinsen komme es nun "besonders im Wohnungsbau vermehrt zu Auftragsstornierungen".

Besonders knapp ist nach Ifo-Angaben derzeit Baustahl, der oft aus Russland oder der Ukraine importiert wurde. Auch beim Bitumen kommt es demnach zu Problemen. Mancherorts klagten die Betriebe auch über einen Mangel an Ziegelsteinen. Dämmstoffe seien bereits vor Kriegsbeginn vielerorts knapp gewesen, aber auch hier habe sich die Situation weiter verschlechtert.

Neben den Materialknappheiten treiben nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts auch hohe Energiekosten die Preise. "Die Baufirmen geben die Verteuerungen an die Bauherren weiter", erklärte das Ifo. Im Hochbau berichtete demnach ein Großteil der Unternehmen, die Preise kürzlich nach oben revidiert zu haben; auch im Tiefbau sei es vielerorts zu Erhöhungen gekommen, wenngleich nicht ganz so häufig wie im Hochbau. In Kombination mit höheren Finanzierungszinsen führe dies nun dazu, dass die ersten Projekte unrentabel würden. Insgesamt seien die Auftragsbücher aber immer noch prall gefüllt.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Niedersachsen verbietet künftig Anbindehaltung von Rindern

Die bereits seit Langem in der Kritik stehende Anbindehaltung von Rindern soll in Niedersachsen künftig verboten werden. "Das Leid der Rinder, die in Anbindehaltung gehalten werden, muss endlich beendet werden", erklärte Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) am Donnerstag. Tierschützer begrüßten, dass Niedersachsen als erstes Bundesland vollständig aus der Anbindehaltung von Rindern aussteige.

EU hofft auf baldigen Abschluss eines Handelsabkommens mit Australien

Nach Handelsverträgen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten und Indien hofft die EU auf den baldigen Abschluss eines weiteren Abkommens mit Australien. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic und Agrarkommissar Christophe Hansen empfangen nach Kommissionsangaben am kommenden Donnerstag ein australisches Verhandlungsteam in Brüssel. Der Abschluss könnte in den Wochen danach folgen.

Australischer Junge schwimmt vier Stunden im Meer und rettet abgetriebene Familie

In Australien ist ein Teenager vier Stunden lang vom offenen Meer an die Küste geschwommen, um seine Familie zu retten. Der 13-jährige Austin Appelbee legte vier Kilometer im Meer zurück, nachdem er mit seiner Mutter und seinen beiden jüngeren Geschwistern vor der Südwestküste Australiens abgetrieben worden war. Am Strand alarmierte er dann die Rettungskräfte. Nach der erfolgreichen Rettungsaktion lobten diese am Dienstag die "übermenschlichen" Überlebensinstinkte des Jungen.

Für weniger Importe aus China: USA legen Rohstoffreserve an

Die USA wollen eine Rohstoffreserve für die Industrie aufbauen und damit unabhängiger von China werden. Dafür sei eine Anschubfinanzierung von fast zwölf Milliarden Dollar (rund zehn Milliarden Euro) geplant, teilte das Weiße Haus am Montag mit. Präsident Donald Trump wollte den Plan demnach in Kürze verkünden.

Textgröße ändern: