Pallade Veneta - Wenig Wind: Stromproduktion mit Erneuerbaren deutlich gesunken

Wenig Wind: Stromproduktion mit Erneuerbaren deutlich gesunken


Wenig Wind: Stromproduktion mit Erneuerbaren deutlich gesunken
Wenig Wind: Stromproduktion mit Erneuerbaren deutlich gesunken / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

In Deutschland ist die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien im ersten Quartal 2025 deutlich zurückgegangen. "Insgesamt erzeugten Erneuerbare-Energien-Anlagen von Januar bis März 63,5 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom - rund 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum", wie am Donnerstag aus vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervorgeht.

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Die Erneuerbaren deckten so im ersten Quartal rund 47 Prozent des Stromverbrauchs ab, im Vorjahreszeitraum waren es noch 56 Prozent gewesen. Ursache für den Rückgang waren demnach Witterungsbedingungen.

Vor allem wegen der "windschwachen Monate Februar und März" sank die Stromerzeugung aus Windenergie, erklärte der BDEW. Die Produktion durch Windenergieanlagen auf See ging um 31 Prozent zurück, an Land schwächte sie sich um 22 Prozent ab.

Insgesamt erzeugten Windkraftanlagen mit 33,3 Milliarden Kilowattstunden Strom rund 14 Milliarden Kilowattstunden weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und deckten rund ein Viertel des deutschen Bruttostromverbrauchs. Da seit April 2024 insgesamt 872 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 4,3 Gigawatt gebaut worden seien, wäre die Stromerzeugung durch Wind bei vergleichbarer Witterung gestiegen, teilten ZSW und BDEW weiter mit.

Weniger Regen im Februar und März führten demnach zudem zu Rückgängen bei der Wasserkraft. Mit 4,2 Milliarden Kilowattstunden Strom steuerte sie etwa 26 Prozent weniger zur Strom bei und deckte drei Prozent des Verbrauchs in Deutschland.

Bei der Stromerzeugung aus Photovoltaik hätten hingegen ein besonders sonniger März sowie zusätzliche Solaranlagen für ein deutliches Plus gesorgt: Sie stieg den Angaben nach mit 3,2 Milliarden Kilowattstunden gegenüber dem Vorjahr um rund 32 Prozent und machte zehn Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland aus.

"Die Erzeugung aus Erneuerbaren schwankt mit der Witterung", erklärte BDEW-Verbandschefin Kerstin Andreae. "Um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Stromspitzen auch preislich zu nutzen, brauchen wir neben dem Zubau von Erneuerbaren mehr Speicher, mehr Flexibilitäten und steuerbare wasserstofffähige Gaskraftwerke." Sie forderte von der neuen Bundesregierung, in den ersten 100 Tagen im Amt "ein neues Gesetz mit verlässlichen Investitionsanreizen auf den Weg (zu) bringen, um den zügigen Ausbau steuerbarer Kraftwerkskapazitäten anzustoßen".

Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ZSW, verwies auf eine "Schlüsselrolle" des grünen Wasserstoffs. Dieser "verwertet erneuerbare Stromspitzen, speichert Energie kurzfristig oder saisonal und stützt in Kombination mit flexiblen Wasserstoffkraftwerken das Stromsystem". Außerdem werde er für "die Transformation der Industrie und Teile des Verkehrs benötigt". "Hier muss die neue Bundesregierung den Ausbau dringend forcieren", forderte Staiß.

Grüner Wasserstoff wird aus Ökostrom und damit CO2-neutral hergestellt.

U.Paccione--PV

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