Pallade Veneta - Waldbrände in Ostdeutschland: Hunderte Einsatzkräfte kämpfen weiter gegen Flammen

Waldbrände in Ostdeutschland: Hunderte Einsatzkräfte kämpfen weiter gegen Flammen


Waldbrände in Ostdeutschland: Hunderte Einsatzkräfte kämpfen weiter gegen Flammen
Waldbrände in Ostdeutschland: Hunderte Einsatzkräfte kämpfen weiter gegen Flammen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Mehrere hundert Einsatzkräfte haben am Freitag weiter gegen Waldbrände in Ostdeutschland gekämpft. In der Gohrischheide in Sachsen bedrohten die Flammen nach Angaben des Landratsamts Meißen unter anderem Wohnhäuser und ein Materialdepot der Bundeswehr. In dem Naturschutzgebiet waren demnach etwa 450 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Polizei und anderen Organisationen im Einsatz. Aus der Luft unterstützten Hubschrauber von Polizei und Bundeswehr die Löscharbeiten.

Textgröße ändern:

Der Waldbrand nahe der sächsischen Gemeinden Zeithain und Wülknitz an der Grenze zwischen zu Brandenburg war am Dienstag ausgebrochen. Die Region liegt in einem Naturschutzgebiet mit früheren Truppenübungsplätzen. Erschwert wird die Brandbekämpfung teils durch Munitionsaltlasten im Boden. An einigen Stellen griff das Feuer auch auf Brandenburg über, die Lage war dort aber stabil.

Am Mittwoch und Donnerstag wurden aus Sicherheitsgründen einige Ortsteile auf sächsischem Gebiet evakuiert. Die Evakuierung für Heidehäuser in der sächsischen Gemeinde Wülknitz war nach Angaben des Landratsamts vom Freitag weiterhin aktiv. Die Bewohner des Zeithainer Ortsteils Neudorf konnten am Donnerstag hingegen zurück, die Evakuierung dort wurde aufgehoben.

Am Donnerstag rief der Landkreis Meißen Katastrophenalarm aus und übernahm die Einsatzleitung. An den Löscharbeiten beteiligt waren am Freitag nach dessen Angaben auch Feuerwehreinheiten der Bundeswehr sowie Wasserwerfer der Polizei. Die Flammen breiteten sich im Tagesverlauf teilweise weiter aus, auch Funkenflug und Rauch erschwerten die Arbeit für die Einsatzkräfte.

Auch andernorts in Ostdeutschland liefen Großeinsätze wegen Waldbränden. Bei Gösselsdorf in Thüringen kämpften am Freitag mehr als 500 Einsatzkräfte den dritten Tag in Folge gegen ein Feuer, das sich bis auf eine Fläche von 250 Hektar ausbreitete. Nach Angaben des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt gelang es ihnen in der Nacht zu Freitag, eine weitere Brandausdehnung zu verhindern.

Die Lage sei gleichwohl "unverändert angespannt", erklärte das Landratsamt am Freitag. Im Einsatz waren dort Feuerwehrleute aus ganz Thüringen sowie dem benachbarten Bayern. Die Polizei half mit einem Löschhubschrauber und einem Wasserwerfer. Für Siedlungen bestand laut Landratsamt aber bisher keine Gefahr.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Was viele schon vermutet haben, ist nun auch offiziell bestätigt: Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

Inselparadies in Kenia fürchtet Folgen von gigantischem Raffinerieprojekt

Tourismus oder Industrie? Umwelt oder Öl? Der Startschuss für das größte Industrieprojekt aller Zeiten im ostafrikanischen Kenia bring die malerische Insel Lamu in eine Zwickmühle. Während sich die Bewohner des auch bei Prominenten beliebten Eilands durch die geplante Mega-Raffinerie teils überrumpelt fühlen, setzt die Regierung auf Fortschritt. Getrübt wird die Hoffnung auf Aufschwung und zehntausende Arbeitsplätze allerdings auch von der Sorge um wertvolle Ökosysteme.

"Katastrophales Jahr" für Schweizer Gletscher: 2026 Eisverlust von gut fünf Prozent

Ein "katastrophales Jahr" für die Gletscher in der Schweiz: Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben die anhaltende Gletscherschmelze in dem Alpenland weiter beschleunigt. Die Schweizer Gletscher verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Damit wurde 2026 der zweitstärkste Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.

Neuer Rekord: Erneuerbare decken 61 Prozent des Stromverbrauchs bis Ende September

Die Bedeutung erneuerbarer Energien in Deutschland steigt: Trotz eines wachsenden Stromverbrauchs - unter anderem für Klimatisierung während der Hitzewellen im Sommer - erreichte der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Stromverbrauch in den ersten drei Quartalen des Jahres knapp 61 Prozent. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor und ist demnach "ein neuer Rekord".

Textgröße ändern: